Wissenschaft und Publizistik als Kritik

Schlagwort: Impfung

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“Wir haben zumindest die Zweikämpfe nicht verloren, aber nur, weil wir nicht in sie hineingekommen sind” – Gibt es noch Hoffnung im Kampf gegen die Corona-Impf-Apartheid?

Von Dr. phil. Clemens Heni, 18. Mai 2021

Erstmal ist die Meldung der Woche natürlich Thomas Schaaf und Werder Bremen. Schaffen sie es noch, die Klasse zu halten?

Bleiben Sie weiterhin auf Platz 1 als das Team in der Ersten Bundesliga mit den meisten Spielen?

Mit Corona ist es wie im Fußball: Man muss schon in die Zweikämpf kommen, um sie wenigstens verlieren zu können oder anders gesagt: “Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt” oder “Wer nicht kämpft, hat schon verloren”.

Foto: privat, aus dem unten verlinkten Band aus dem Werkstatt Verlag

Es könnten in der Relegation Fin Bartels und Holstein Kiel warten, was brisant, aber für Werder auch gefährlich werden könnte. Diese Woche ist also spannend und Corona spielt nur die dritte Geige.

Die Corona-Fetischisten aber, die keine Zahlen lesen können, kein Risiko rational einschätzen können, die an Covid-19 glauben wie an eine Religion, die kein Verständnis dafür haben, dass das Mensch-Sein sich durch Kunst und Kultur und soziale Kontakte definiert und nicht durch das Vorhandensein eines negativen Tests auf ein x-beliebiges Virus oder sonst eine mögliche Erkrankung, diese Corona-Fetischisten werden verlieren. Sie haben schon jetzt ihr Mensch-Sein verloren, ja funktionieren halt im Kontrollstaat und haben die Panik internalisiert und jetzt wollen sie es uns anderen, dem (zugegeben: kleineren) denkenden Teil der Bevölkerung auch stehlen. Menschen werden gezwungen, mit unfassbarem psychischem Druck, sich impfen zu lassen, ohne zu sagen, dass man als Physiotherapeut auch mit doppelter Impfung im Altersheim, wo alle geimpft sind, weiterhin die Maske tragen und einen Test vorlegen muss. Sie sehen den Wahnwitz dahinter: Nicht ein Mensch kann sich nach Logik der Impfwahnsinnigen mehr tödlich oder überhaupt anstecken – aber trotzdem braucht es den Gessler-Hut des Corona-Zeitalters, der totalitärsten Form der Post-Demokratie, die wir kennen: die Maske.

Ich aber sage euch: Es wird wieder ein Leben ohne Corona-Impfung für die überhaupt nicht Gefährdeten, ein Leben ohne Test- und Maskenwahnsinn geben, Merkels historische Niederlage wird darin bestehen, dass ihre totalitäre Anmaßung, dass die “Pandemie” erst dann vorbei sei, wenn JEDER Mensch geimpft sei, ein völliger Schwachsinn ist. Das wird nie passieren. Niemals wird die ganze Welt, noch nicht mal ganz Berlin oder ganz Schöneberg oder ganz Deutschland oder die ganze EU, ganz Europa, ganz zu schweigen von Afrika und Asien – gegen ein so harmloses und nur für eine sehr spezifische Gruppe (von in den USA oder Europa häufig fettsüchtigen Personen) gefährliches Virus geimpft sein.

Daher gibt es Hoffnung, Merkel wird Geschichte sein wie ihre totalitäre Anmaßung, die sie mit weiten Teilen des Establishments teilt. Laschet wird pragmatischer sein, da muss man kein CDU-Anhänger sein, um das zu prognostizieren. Und, bitte, kein Beifall von der falschen Seite, von Verschwörungswahnwichteln (m/w/d), die jetzt mit Gates kommen. Und Leute, die jetzt in Bildbänden zur Corona-Kritik vorkommen, wo auch Verschwörungsideologen abgebildet sind, die den islamistischen Charakter von 9/11 in Abrede stellen, die haben politisch eh verloren und sind nicht mehr oder waren nie Teil des demokratischen, geschweige denn linken Spektrums der Coronapolitik-Kritiker*innen.

Wie komme ich also auf Hoffnung? Wie immer erstmal Florida, Florida, Florida, wo bekanntlich Ende Juni 2021 alle Corona bedingten “Maßnahmen” aufhören werden. Dort gibt es schon jetzt explizit das Verbot, Impfnachweise oder Impfpässe zu verlangen. Deutschland hingegen und Europa wollen die im Juni einführen. Das wird aber ganz sicher nicht reibungslos und vor allem nicht ohne Installierung eines Apartheid-Regimes klappen.

Eine erhebliche Zahl der Europäer*innen lehnt eine Impfung ab, das zeigt eine große offizielle Umfrage der Europäischen Union (EU) der “Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen” (European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions) von April 2021.

29 Prozent aller Männer und 25 Prozent aller Frauen lehnen eine Impfung sehr wahrscheinlich grundsätzlich (“very likely”) ab, zusammen mit den ebenso sehr skeptischen Männern und Frauen sind jetzt 34 Prozent in der ganzen EU-27 sehr stark oder vermutlich gegen eine Corona-Impfung. Diese Abnahme der Zustimmung zur Impfung geht einher mit schockierend hohen Zahlen für depressive Menschen, die Zustimmung zur Coronapolitik ist auf einem Allzeittief in der EU-27.

Das ist der Stand nach dem Astra Zeneca Disaster vom 11. März 2021, wo der Impfstoff vorübergehend ausgesetzt wurde. Davor waren insgesamt nur 25 Prozent skeptisch – auch das eine große Zahl -, aber jetzt sind es 34 Prozent.

Nach dem Bericht wollen EU-weit 64 Prozent eine Impfung vermutlich nehmen, allerdings nur 59 Prozent in Rumänien und 33 Prozent in Bulgarien.

Interessant oder schockierend ist die Impfideologie: Während es am Anfang immer hieß, die Alten und besonders Gefährdeten müssten geimpft werden, ist das jetzt kein Thema mehr. Dabei kann wie gestern in meinem Text und vielen anderen Texten gezeigt, so gut wie kein Mensch unter 70 eher an Corona als an einer schweren Grippe sterben. Wenn nach realistischer Berechnung der Infektionssterblichkeit für Menschen von 35-59 Jahren die Wahrscheinlichkeit, nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 an Covid-19 zu sterben, bei 1:3333 liegt, dann ist sie offenkundig sehr gering.

Da ein Drittel der Bevölkerung in den USA oder in Europa zögerlich oder offen ablehnend einer Impfung gegenüber ist – weil diese Menschen keine Angst oder Panik haben oder aus gesundheitlichen Gründen die Impfung gar nicht nehmen können -, gibt es jetzt teils abstrus anmutende Kampagnen.

Während der 109. Bürgermeister der Stadt New York City, Bill de Blasio, ein sympathischer pro-israelischer Politiker ist,

hat er mit der freien Entscheidung für oder gegen die Corona-Impfung so seine Probleme. In einem Werbeclip fordert de Blasio nun die Bürger*innen von New York City auf, sich impfen zu lassen, dafür gebe es kostenlos eine Portion Pommes Frites und einen Hamburger von der Kette Share Shack. Der Bürgermeister kokettiert sogar damit, ob man das nicht auch zum Frühstück essen könnte!

Zum Frühstück einen Burger und ein paar Pommes – weil wir ja wissen, dass in den US 78 Prozent aller Corona-Toten übergewichtig bzw. fett (BMI über 30) waren.

Doch vielleicht können wir sogar daraus Hoffnung ziehen, denn was anderes als eine äußerst peinliche Verzweiflungstat ist so ein Video? Würden die Menschen Corona als riesige Gefahr für alle erkennen, würden sie dann zurückhaltend sein mit einer Impfung? Würden die Menschen auch in der EU so zurückhaltend sein, wenn sie spürten, dass Corona eine echte Gefahr für ALLE und nicht nur für eine sehr kleine Gruppe von sehr alten und sehr kranken Menschen ist?

Wenn die Impfpriorisierung ab dem 7. Juni in Deutschland fällt, zeigt das doch Folgendes: es ging nie um den Schutz der Alten und Gefährdeten, es ging um Gehorsam, Disziplin und Nicht-Denken, Nicht-Nachfragen, oder, um mit Jan Josef Liefers zu sprechen: “Verzweifeln Sie ruhig, aber zweifeln Sie nicht”.

Wenn also ab dem 7. Juni alle Menschen, die das wollen, geimpft werden können, dann gibt es keinen Grund mehr, politisch eine Impf-Apartheid in Europa zu installieren, was das Reisen, das Ins-Restaurant- oder Einkaufen-Gehen betrifft. Denn jeder – wirklich jeder – kann dann ja den Kopf ausschalten, muss sich keine Gedanken über sein Nicht-Risiko mehr machen, und sich impfen lassen. Aber der andere, der denkende Teil der Bevölkerung, der darf dann nicht mehr diskriminiert werden – was er ohnehin nicht dürfte, aber was kümmert den Mainstream schon die Demokratie, die Rechtmäßigkeit oder wen kümmern schon Resolutionen wie jene Resolution 2361 der Parlamentarischen Versammlung des Europarates vom 27. Januar 2021, die explizit festlegt, dass kein Mensch – kein Mensch – aufgrund seiner Weigerung, geimpft zu werden, “diskriminiert” werden darf?

7.3 with respect to ensuring a high vaccine uptake:

7.3.1 ensure that citizens are informed that the vaccination is not mandatory and that no one is under political, social or other pressure to be vaccinated if they do not wish to do so;
7.3.2 ensure that no one is discriminated against for not having been vaccinated, due to possible health risks or not wanting to be vaccinated;

Auch darin, dass es doch noch Gerichte geben wird, die auf dieser Resolution beharren, liegt die Hoffnung. Wobei diese Impf-Apartheid fast noch ein kleineres Problem in dieser Woche darstellt, als die Gefahr, dass Bremen in die Zweite Liga absteigt. Doch auch da gibt es ja Hoffnung und die heißt Thomas Schaaf 😉

Der Kern im Kampf um die Bundesliga oder gegen den Corona-Totalitarismus ist der gleiche:

“Wir haben zumindest die Zweikämpfe nicht verloren, aber nur, weil wir nicht in sie hineingekommen sind”. (Thomas Schaaf)

 

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Panik haben macht Spaß, denken nicht

Gastbeitrag von Rebecca Niazi-Shahabi, 06. Dezember 2020

Es ist erstaunlich, wie viele Menschen auf ihrem Panikmodus beharren, es muss ein Wunsch nach Konformität dahinterstecken, so unermesslich groß, wie schon lange nicht mehr. Denn nicht nur viele Leser der Zeitungen und Zuschauer der Nachrichtensendungen hinterfragen nicht, was ihnen über Covid 19 erzählt wird, ja selbst Journalisten verbieten denjenigen, die am Sinn der Maßnahmen zweifeln und/oder sie kritisieren, das Wort.

Dummheit kann es nicht sein, das weiß ich spätestens seit dem 5. Dezember 2020, als ich auf tagesschau.de las, Merkel habe verkündet: “Mit dem Impfstoff verteilen wir Lebenschancen.” Nun ist endgültig bewiesen, wer darauf einschwenkt, diese Aussage befürwortet, sie lobt und zitiert usw., verleugnet die Wahrheit GANZ BEWUSST.

Es weiß ja jeder, dass nicht Hunderttausende in Deutschland an Corona sterben und nicht jeder, der nicht geimpft wird, des Todes ist. (Es ist offensichtlich, denn es fallen keine Menschen auf der Straße um und es liegen auch noch nicht 30% der Berliner im Kühlhaus, nicht einmal in der unmittelbaren Umgebung gibt es Menschen, die plötzlich an Corona – und zwar nur an Corona – verstorben wären.)

Man spielt also mit, tut so, als würde es sich um eine bewiesene Tatsache handeln, dass außergewöhnlich viele Menschen an Corona versterben – was die Voraussetzung für den Sinn des Satzes unserer Kanzlerin wäre – und suhlt sich in dem Gefühl “auf der richtigen Seite zu stehen”. Und zwar zum Preis seines Verstandes. Jeder, der nicht gegen diesen Satz Einspruch erhebt, zahlt diesen Preis ganz BEWUSST. Deswegen helfen auch keinerlei logische Argumente mehr – man will keine Argumente, man WILL die Panik.

Aber warum?

Auch Gunnar Kaiser stellt in seinem letzten Video vom 05.12.20 fest („Es ist ein Kult!“):

Es handelt sich um einen Kult, … um eine ideologische Erzählung, die dem Ganzen einen Sinnzusammenhang gibt. Bei diesen Erzählungen kommt es überhaupt nicht an auf den Bezug zur Realität, er ist überhaupt nicht wichtig.

Geht man dieser Frage nach, warum man diese Erzählung aufnimmt und weitergibt, kommt man auf mehrere mögliche Antworten. Eine davon könnte mit der völligen Bedeutungslosigkeit zu tun haben, die viele Menschen fühlen, sie vermissen in unserer Gesellschaft den Sinnzusammenhang, der eben nicht nur einfach im freien Wirtschaften bestehen kann.

Keine Gemeinsamkeit mehr, keine Rituale, kein Aufgehobensein, auch das Glücksversprechen des Konsums (mit all seinen Gemeinsamkeitssurrogaten wie Freunde, die einem im Garten zuprosten, weil man das richtige Bier gekauft hat oder der Mann, der einen liebt, weil man sich die Beine epiliert hat usw.) ist schal geworden.

Keiner interessiert sich für den anderen, alles ist sinnlos geworden und man versucht noch mit den so genannten “Sozial-Pornos”, d.h. der eigenen Benachteiligungsgeschichte auf Facebook oder Instagram ein bisschen Anteilnahme und Gemeinsamkeit zu ergattern.

Aber auch da ist die Konkurrenz groß. Und plötzlich gibt es Corona. Da kann man zeigen, dass man doch noch eine Nation, eine Wertegemeinschaft ist. Die zusammenhält und etwas bewirken kann. (Wenn nicht die blöden Arschlöcher wären, die ausscheren und alles zerstören wollen.)

Dieser Zipfel im Gesicht, der ein Zeichen ist, “dass man ein Guter/eine Gute ist und mitmacht, dass man ein Mensch ist, dem andere nicht egal sind”.

Und die ganz Eifrigen zeigen, dass sie wirklich mit ganzem Herzen dabei sind durch besonders korrektes Einhalten des Abstands zum Vordermann im Supermarkt. Da wird der Einkaufsgang plötzlich zum politischen Statement (woanders darf man ja nicht mehr hin), da wird dann gewartet, bis der Vorgänger auch noch den letzten Artikel eingepackt hat, egal, wie lange das dauert, dann tritt man an die Kasse, tauscht ein Lächeln mit der Kassiererin aus, mit der man sich in derselben Wertegemeinschaft weiß.

Da sind soziale Unterschiede mit einem Mal völlig gleichgültig geworden, denn mit der guten Kassiererin hat man im Zweifelsfall mehr gemein, als mit dem intellektuell aussehendem Idioten, der hinter einem steht und kaum seine Genervtheit unterdrücken kann. Soll der doch was sagen, man wartet ja nur darauf! Denn es wäre einem eine Freude, ihn in die Schranken zu verweisen und sich dafür den Applaus der anderen Kunden abzuholen!

Wenn man auf die Idee kommt, dass es sich um lauter einsame Einzelbürger handelt, die einfach versuchen, sich ein winziges Stückchen Bedeutung abzupressen, dann wird klar, warum da keiner mehr Argumente hören will. 2006 gab es die Fußballweltmeisterschaft, das war schöner und außerdem im Sommer. Da ging es auch um nichts, um Fußball eben.

Nun geht es um etwas, was vorher auch niemanden interessiert hat – und plötzlich entdecken alle ihr Mitleid mit den Alten und Kranken. Aber natürlich nur ihr abstraktes Mitleid. Denn der Mensch direkt vor einem – ohne Maske aber mit Attest z.B. – der bekommt den ganzen Hass zu spüren, den die Konformisten ob ihrer Bedeutungslosigkeit in sich tragen.

Mitleid hat man natürlich immer nur mit den Abwesenden. Den ganz Alten, den Risikogruppen. Mit den konkreten Alten dann aber wieder nicht, die sagen, Corona sei ihnen egal und sie wollen Besuch und Tanztee und Weihnachten mit der Familie. Mit denen will man nicht mitfühlen, auf die ist man nämlich im Zweifelsfalle noch neidisch, wie auf jeden Menschen, der es noch versteht, sein Recht auf Freude und Spaß einzufordern.

DAS ist das Geheimnis hinter dem Ganzen: Die vielen freud- und bedeutungslosen Existenzen, die jetzt ihre Chance sehen, aufzumucken und ihre kleine Macht auszuspielen, da sie ja die Mehrheit und Merkel hinter sich wissen.

Nur die beharren auf den “Lebenschancen”, die endlich verteilt werden müssen (in Form von ungetesteten Impfungen) und spielen, als würden sie sich fürchten. (Einmal wünscht man sich nämlich, diese Menschen würden das in echt erleben, was sie behaupten, denn da würden nicht wenige von ihnen mit echter Panik in die Psychiatrie eingeliefert werden müssen, zu moralischer Auftrumpferei wären dann die meisten gar nicht mehr fähig.)

Wie viele aufklärerische Texte mit belastbaren Fakten müssen noch geschrieben werden, wann wird die Vernunft wieder über die Ideologie siegen? Wann wird es den Menschen keinen Spaß mehr machen, sich wenigstens in der (gespielten) Panik vereint zu wissen?

Ich hoffe bald, und bevor ich zu meiner „Lebenschance“ gezwungen werde.

 

 

 

 

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