Clemens Heni

Wissenschaft und Publizistik als Kritik

Schlagwort: London

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Die größte Hoffnung in Europa kommt jetzt aus England – Sweet Caroline, Fußball und “Freedom Day” oder was heißt “new normal”?

Von Dr. phil. Clemens Heni, 8. Juli 2021

Es war gestern ein berauschendes Fest in London. Die three lions gewannen nach Verlängerung 2:1 gegen tapfer kämpfende, aber spielerisch doch eindeutig unterlegene Dänen. Am Ende sangen die Spieler, die Moderatoren und 60.000 Fans im Wembley-Stadion “Sweet Caroline”, den legendären Song von Neil Diamond von 1969. Man muss es wenigstens live im englischen TV erlebt haben, was da für eine Spannung abfiel, wie unglaublich begeistert und glücklich diese Menschen waren. Ich hatte das Glück, über den TV-Sender itv online das Spiel Dank meiner Geisteridentität im Internet zu verfolgen – und das ZDF zu verhindern, das jeden Spaß genommen hätte.

Die vier englischen Moderatoren waren nicht nur eloquent, professionell, sondern auch emotional. Nur einer der vier war damals schon dabei – als Dreijähriger, 1966, als England das letzte Mal in einem Finale stand. Man könnte auch sagen, bislang hat England Hundert Prozent seiner Finaleinsätze gewonnen.

Jetzt geht es gegen Insigne, Immobile und vor allem den alten, sehr sympathischen Abwehrspieler und Innenverteidiger Giorgio Chiellini (bald 37). Er wird es aber wohl kaum mit dem blitzschnellen Flitzer und Dribbler Raheem Sterling aufnehmen können, der nur wieder den direkten Zug zum Tor mit mehr Treffsicherheit braucht. Kane und Maguire, beide neun Jahre jünger als Chiellini und durchsetzungsfähige Kopfballspieler, wirkten zum wiederholten Male konzentriert, mit Übersicht agierend, nicht hektisch, aber emotional und fokussiert. Und Jordan Pickford, der Torhüter der Engländer, ist für jede Slapstick-Einlage gut … Die Dänen haben das bislang einzige und somit auch schönste Freistoßtor der Euro 2020 geschossen und nach den dramatischen Ereignissen des ersten Spiels um Christian Eriksen und dem zweiten Spiel, das auch verloren ging, sich unglaublich aufgerappelt und nicht nur den Fans in Kopenhagen viel Freude bereitet.

Die Bilder von gestern aus England sind jedenfalls berauschend – und nehmen das maskenfreie und distanzfreie Leben ab dem 19. Juli 2021, dem wirklichen “Freedom Day” – ganz egal, ob die Inzidenz dann bei 500 liegt oder bei 3 – vorweg:

England hat aktuell eine irrationale 7-Tages-Inzidenz von 267 – die Germanen nur eine von 5,2. Doch in England sterben im Schnitt 27 Menschen am Tag “an” oder doch nur “mit” Corona, während in Deutschland weiterhin, wie seit vielen Monaten, mehr Menschen sterben als in UK (logisch an die Bevölkerungsgröße angepasst, also die Zahlen aus UK mit 1,2 multipliziert), aktuell 29.

Und deshalb machen sich Kretschmann, Merkel und Söder in die Hose, wenn sie über 60.000 halbnackte – also ohne Maske bekleidete Menschen in London im Stadion und Hunderttausende auf den Straßen des Landes sehen. Merkel hatte ja in Herrenmenschenunmanier Boris Johnson angemahnt, dass es nicht gut sei, jetzt so viele Menschen ins Stadion zu lassen. Bekanntlich ergreifen die Deutschen drakonische Maßnahmen, wenn sie es denn wollen. UK ist ein “Risikogebiet”, da die Inzidenz über 50 liegt. Diese Zahl ist völlig willkürlich, ja, Sie ahnen es, schwachsinnig, dumm, perfide und totalitär. England hat 267,1 und Germanien 5,2. Sprich: England und UK haben über 51 Mal mehr “Fälle”, aber weniger Tote wegen oder mit Corona. Das zeigt den ganzen Irrsinn der anlasslosen Massentesterei wie nichts sonst. England macht auch mehr Tests pro Tag (1,2 Mio) als Deutschland in einer Woche (700.000).

Doch der Testirrsinn klappt in England nicht mehr. Die Leute haben keine Panik, sie wollen endlich wieder leben – und sie tun es.

Gestern wurde auf den Straßen Englands und im Wembley-Stadion die Corona-Krise de facto beendet. Es gab keine Masken, es gab keine Abstände, es gab Ausgelassenheit, für Millionen von Menschen eine nie gekannte Fußball-Euphorie und eine Unbeschwertheit, die sich England auch Dank der vielen Massenproteste in den letzten Monaten hart erkämpft hat.

Boris Johnson war mit seiner Frau und seinem Trikot mit der “Nr. 10 Boris” im Stadion, neben Prinzen (aus England) und Prinzessinnen (aus Dänemark) sowie natürlich neben David Beckham.

Das ist der Unterschied zwischen Johnson, der doch den ganzen Corona-Irrsinn auch mitgemacht hat wie alle, und Merkel. Er hat offenbar irgendwie doch verstanden, zumindest in Ansätzen, dass es eine völlige Entkopplung von “Zahlen”, also positiven Tests, und Toten bzw. Hospitalisierungen gibt. Ja, viel mehr noch: Er hat erkannt oder tut zumindest für ein paar Tage so, dass es eine Gesellschaft mit Restriktionen auf die Dauer nicht geben kann.

Das haben auch die Holländer erkannt, die als fast einziges mir bekanntes Land in Westeuropa die Maskenpflicht in Geschäften und überall (bis auf Züge und Flugzeuge) aufgehoben haben. Dazu hat Holland eine rationalere Einschätzung, WER sich überhaupt je testen lassen sollte:

Why is testing important?

It is important for people to get tested if they have symptoms.

Damit spricht sich die Regierung der Niederlande gegen das anlasslose Massentesten aus.

Nur Menschen, die sich krank fühlen und klare Symptome für eine Atemwegserkrankung haben, können sich testen lassen. Wenn das von Anfang an auf der Welt so gehandhabt worden wäre – hätte es niemals eine Coronakrise gegeben.

Also feiern wir mit den Engländern und ich kann Ihnen nur raten, schauen Sie englisches Fernsehen, itv bringt das Spiel am Sonntag – das lohnt sich. Es gibt ein Fußballleben ohne ARD und ZDF, DAZN oder Magenta, ohne Deutsche und dafür mit echten Fußballexperten und englischen Fußballfans und es ist wunderbar.

“New normal” heißt: Fußball ist, wenn 22 Spieler 90 Minuten einem Ball hinterherrennen und am Ende – Deutschland nicht gewinnt, sondern die Lebensfreude oder England.

Football is coming home!!

Kane hat jetzt so viele Tore wie Gary Lineker bei Turnieren:

2018 deutete sich das new normal im Fußball schon an, wir erinnern uns an das wunderschöne Spiel von Südkorea:

Gary Lineker betont auch, dass die englischen Fans bitte bei der italienischen Hymne nicht dümmlich pfeifen sollen, weil dies eine der schönsten Hymnen überhaupt sei – und man sie sich anhören solle. Italia!

Und alsbald gibts dann noch das Neueste vom “Untier”, versprochen…

Bis dahin feiern wir und freuen wir uns auf das größte Finale aller Welt- und Europameisterschaften (von der Copa America zu schweigen) seit 1966.

 

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Wie rechtsextrem ist die englische Anti-Lockdown-Szene?

Von Dr. phil. Clemens Heni, 1. Juli 2021

Es war seit März 2020 klar, dass die Linke nicht erkannt hat, was eine Gefahr ist, wo der Unterschied zwischen Fall- und Infektionssterblichkeit liegt und dass nie dagewesene Maßnahmen wie Lockdowns eine unermessliche Anzahl von Opfern, vor allem im Globalen Süden, den armen Ländern, fordern würden.

Dieses Versagen ist historisch und übertrifft noch um ein Vielfaches das erbärmliche Kooperieren mit dem Stalinismus und Post-Stalinismus der UdSSR, das Agitieren für China und den Maoismus oder andere autoritäre Regime und Bewegungen seit 1945, da diesmal auch viele neue Linke, die schon immer antistalinistisch und antimaoistisch waren, federführend mit dabei sind (Konkret, Titanic, jungle world, weiteste Teile des Journalismus, der NGOs und der akademischen Elite etc.).

Dieses komplette Versagen, das Aussetzen jeglichen kritischen journalistischen und politischen Verstandes machte es den Rechten sehr leicht, die Bühne der Coronapolitik-Kritik zu übernehmen. Viele aus dieser Szene mögen früher nicht politisch gewesen sein, doch nicht-politisch sein heißt politisch-sein: wer schweigt, affirmiert. Dazu kommen nicht wenige schon vor März 2020 bekannte linke wie rechte verschwörungsmythische sowie Querfront-, neu-rechte und rechtsextreme Agitator*innen, die von fast allen Plattformen der Coronapolitik-Kritik-Szene mehr oder weniger lautstark verlinkt, promotet oder gefeiert werden.

Zwei der bekanntesten Plattformen der Coronapolitik-Kritik in England und Deutschland stehen dafür exemplarisch: Lockdownsceptics und Achgut (Achse des Guten). Viele Fakten werden dort richtig erwähnt, die Coronamassenpanik kritisiert, aber der Grundtenor ist affirmativ, kapitalistisch, familienorientiert, patriarchal und zumal anti-marxistisch. Das zeigt sich exemplarisch bei Lockdownsceptics. Heute verlinkt die Seite zum Beispiel nicht nur Texte von oder über linke Wissenschaftler (und Regierungsberater) wie Professor Robert Dingwall (der sich aktuell sehr rational und scharf gegen das Impfen von Kindern gegen Corona und für eine natürliche Immunität ausspricht),

sondern auch von neuen Rechten beziehungsweise alten Konservativen:

Es geht in dem Artikel “London’s Freedom Fighters” von Niall McCrae um Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Demonstrant*innen, die allein letzten Samstag in London gegen die Lockdownpolitik von Boris Johnson demonstrierten. Am Ende habe die Demo eine Art “Woodstock”-Festival-Charakter mit live Musik gehabt. Solche kulturellen Muster, sich an ehemals linke Events wie Woodstock anzulehnen und rechts umzudeuten, sind von der Identitären Bewegung und insgesamt den Neuen Rechten seit vielen Jahren bekannt (bekanntester Protagonist war Henning Eichberg (1942-2017)).

Es ging in London auf der Großdemo (ähnlich den Querdenken-Demos hierzulande) für das sofortige Aufheben aller Lockdownmaßnahmen, gegen den Impfzwang (wie direkt oder indirekt immer) sowie gegen die unerträgliche Heuchelei des Establishments wie von Matt Hancock (bei uns ganz ähnlich Jens Spahn). Hancock hatte es Menschen verboten (wie bei uns), in Krankenhäuser Sterbende zu begleiten (Infektionsgefahr!), ja gar Angehörige zu Festlichkeiten zu treffen, aber selbst traf er eine Angestellte ziemlich abstandslos und küsste sie. Das wurde von einer Kamera im Büro aufgenommen und Hancock trat zurück, das wurde live auf der Demo bekannt gegeben. Großer Jubel, klar.

Doch der Autor, Niall McCrae ist ein neu-rechter Agitator.

Er ist nicht unbekannt in England. 2019 berichtete eine Seite über seine Attacke auf den Anti-Brexit und Pro-Europäische Union Aktivisten Femi Oluwole, den er als “fucking traitor” diffamierte und mit einer britischen Fahne angriff:

Auch das von mir schon zitierte und kritisierte TalkRadio hat Femi Oluwole wegen seiner Kritik am nationalistischen Brexit-Kurs im Visier und beleidigt bzw. versucht, ihn lächerlich zu machen, da er ein “zu kleines T-Shirt” während eines Gesprächs mit dem Radiosender angehabt hätte, wie Mike Graham seinem Ressentiment freien Lauf ließ.

Es ist eine ganz typische Taktik der Neuen Rechten, z.B. in Listen von Links oder in der Literatur sehr krasse rassistische, sexistische, antisemitische, nationalistische etc. Texte mit problemlosen oder kritischen Texten zu vermischen, wie hier in der Linkliste von Lockdownsceptics, wo sowohl Dingwall, der Anti-Brexit Linke, mit einem harcore Rechten und Brexit-Nationalisten wie McCrae verlinkt wird.

Wenn man die Seite “The European Conservative” sich ansieht, hat McCrae vor seinem Artikel zu den Londoner “Freiheitskämpfern” vom 30. Juni 2021 zuletzt am 16. September 2019 einen Artikel publiziert. Und dieser Text zeigt, für was für eine Ideologie McCrae steht. Es geht ihm um den Kampf gegen den “kulturellen Marxismus“, ein antisemitisches Wort, das als dog whistle wirkt, auch in Deutschland:

Literally, cultural Marxism arose from the shift from the economic determinism of Karl Marx to the postmodern New Left project. As policies to eradicate faith, folklore, and family loyalty floundered in communist states, Marxists realised that nothing changes unless the underlying culture is changed. Guidance for this reorientation came from the ‘critical theory’ of the Frankfurt School, many of whose theorists— including Max Horkheimer, Theodor Adorno, and Herbert Marcuse — were Jews who fled Nazi persecution in the 1930s. But their work was Marxist (and anti-religious).

Der Ton ist ganz typisch für konservative, reaktionäre wie neu-rechte Ideologie: Juden und Marxisten seien gegen die Familie, gegen Folklore und den (christlichen) Glauben. Ganz typisch ist die perfide Betonung, dass die Juden Horkheimer, Adorno und Marcuse zwar vor den Nazis fliehen mussten, ABER dass ihr Werk “marxistisch” und “anti-religiös” gewesen sei. Sprich: Eigentlich hatten die Nazis doch Recht. Denn was anderes war die nationalsozialistische Ideologie als die Hetze gegen “den” Juden, der “zersetzend” sei, und zwar die deutsche Familienidylle oder Folklore “zersetzend”?

Natürlich ist McCrae kein Nazi, er meint es gut, ist gegen den Lockdown, für den Brexit und nur nebenbei auch gegen Juden wie George Soros, der als Multimilliardär ein besonders hinterhältiger “Marxist” (!) sei:

Mega-financier George Soros and his Open Society organisation flout national sovereignty to prepare the way for a post-democratic global government. Arguably the world’s leading cultural (but certainly not classic) Marxist, Soros made vast wealth by betting against the pound when the UK was forced out of the European Exchange Rate Mechanism in 1992, and billions more in the Far East financial crisis of 1997.

Dass die Agitation gegen eine “Weltregierung” oder codiert gegen das ‘Finanzkapital’ genuin antisemitisch grundiert ist, speziell seit den 1920er Jahren in Deutschland, das kommt hier nicht vor. Soros ist eine dog whistle nicht nur für ungarische Nationalisten und Antisemiten, die ihren Rassismus mit dem antijüdischen Ressentiment koppeln.

Ich habe im Februar 2020 über deutsche Vertreter im Mainstream geschrieben, die auch vor dem “kulturellen Marxismus” warnen (“Die geistigen Brüder des Neonazis in Hanau: AfD, Merkelhasser, Don Alphonsos Agitation gegen „Kulturmarxismus“).

McCraes Co-Autor ist David Kurten von der extrem rechten UKIP Party, die nicht nur turbokapitalistisch, Pro-Brexit, sondern auch im Umfeld von antisemitischen Verschwörungswahnwichteln aktiv ist. Die Beziehung von UKIP und dem Verschwörungsmythen verbreitenden Alex Jones aus den USA hat der Labour Politiker John Mann – der  vor Jahren die Kritik von Prof. Dovid Katz und mir an der Holocaust verharmlosenden “Double Genocide”- und Rot=Braun-Ideologie der Prager Deklaration (Erstunterzeichner Joachim Gauck) in einem Workshop auf einer der größten Konferenzen gegen Antisemitismus, dem Global Forum for Combating Antisemitism in Jerusalem, unterstützte – 2018 scharf attackiert:

Jewish organisations have accused Ukip of embracing antisemitic conspiracy theories through the party’s links to a far-right US website that regularly attacks George Soros and has argued that the Pittsburgh synagogue attack could have been instigated by the US government.

The Board of Deputies of British Jews and the Community Security Trust (CST) has called on Ukip to dissociate itself from Infowars [and Alex Jones, CH] after it brought in one of the website’s editors as a member and used him to promote the party to younger people.

John Mann, the Labour MP who chairs the all-party parliamentary group against antisemitism, said Infowars was a “vile and dangerous” organisation.

McCrae betont in seiner regelrechten Hassrede gegen Marxismus, die Kritische Theorie und den “kulturellen Marxismus” (früher hieß das “Judeo-Bolschewismus”), dass Antonio Gramsci mehr Einfluss in England und Großbritannien hätte als die Frankfurter Schule bzw. die Kritische Theorie. Aber beide seien eben gegen den Status Quo gerichtet und bekämpfenswert.

Wie z.B. Achgut promotet auch McCrae den patriarchalen Superstar Jordan Peterson. Achgut promotet Hans-Georg Maaßen, der das antisemitische Wort vom “Globalismus” verwendet und gegen “Globalisten und Sozialisten” Stimmung macht. Ich habe am 12. Mai 2021 darüber geschrieben.

Es ist natürlich lustig, sich mit England zu freuen, wenn sie die Deutschen im Fußball schlagen – und nicht alle Engländer sind UKIP-Rechte, das ist eine kleine, aber üble Minderheit. Aber in der Lockdownsceptics-Szene flutscht so ein Autor wie McCrae eben einfach so durch oder ist elementarer Teil davon, das ist unklar.

Wer jedoch Volksmusik, Anti-Feminismus, Familienidylle und Kapitalismus mag, hat viel mehr Gemeinsamkeiten mit den Lockdown-Fanatiker*innen, als ihm oder ihr lieb sein mag.

Wer vom Antisemitismus der Feinde des “kulturellen Marxismus” nicht reden möchte, soll vom Totalitarismus der Coronapolitik schweigen.

 

 

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Runder Tisch für mehr Irrationalismus, Isolationshaft und Menschenverachtung in Landshut

Von Dr. phil. Clemens Heni, 16. Dezember 2020

Es ist eine Sache, gegen Rechtsextreme wie Thorsten Schulte zu sein, der auf vielen Querdenken-Demos sprach, die deutsche Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg in Zweifel zieht, gegen George Soros agitiert und Verschwörungswahnsinn verbreitet. Dafür braucht es jedoch nicht den “Runden Tisch gegen Rechts Landshut”. Das können andere besser.

Es ist eine andere Sache, Irrationalismus von links zu verbreiten und den Regierungswahnsinn bezüglich Corona mitzumachen.

Diese (logisch: anonymen) Irrationalisten vom Runden Tisch gegen Rechts Landshut propagieren auch zu Weihnachten 2020 #stayathome. Sie merken gar nicht wie menschenverachtend und pro-gesundheitsdiktatorisch sie agieren. Sie wollen den 83-jährigen Witwern oder den 87-jährigen Witwen die letzte Freude in diesem Jahr nehmen, mit einigen anderen Isolierten im Dezember ein paar Glühwein zu trinken oder  ein Festessen zu genießen – einmal im Jahr, zu Weihnachten oder Silvester.

Laut Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) gibt es aktuell in Deutschland so gut wie keine Übersterblichkeit wegen Corona:

Todesfälle durch COVID-19 – Adjustiert auf die Einwohnerzahl zeigt sich keine ausgeprägte Übersterblichkeit.

Goeran Kauermann, Giacomo De Nicola, Ursula Berger

Wir wissen, dass es auch im ersten Halbjahr 2020 keine Übersterblichkeit gab, wie Stefan Aust für die WELT erforschte. Das heißt: die ersten 9000 “Corona”-Toten sind Teil des normalen Sterbegeschehens und gerade keine extra Toten. So scheint es auch mit den meisten Toten bis heute zu sein, sonst gäbe es Übersterblichkeit. Doch die gibt es laut Euromomo und laut LMU München gerade nicht.

Diese unerträglichen “Gutmenschen” sind nicht gut, sondern böse – sie sind auch mit verantwortlich für den Tod in den Nicht-Industrieländern, für den Tod jener Kinder und Erwachsenen, die sich ein #stayathome in Indien, Thailand oder Kenia nicht leisten können, die überhaupt nicht an einem Grippevirus erkranken derzeit, dafür womöglich nächstes Jahr an Masern sterben werden, weil die Schutzimpfung 2020 ausgesetzt oder verschoben wurde, was für kleine Kinder in Afrika oder Asien lebensgefährlich ist. Wer von der Hand in den Mund und auf der Straße lebt, kann sich kein abgehobenes, weltfremdes und unsagbar zynisches bürgerliches #stayathome leisten.

Mit Hartz 4 oder anderen staatlichen Alimenten als Professor oder Lehrer und Politiker kann man gut leben. Doch diesen Sozialstaat gibt es in Indien oder Kenia oder anderen Ländern nicht. Das verkennen die a-sozialen Lockdown-Fetischist*innen ganz absichtlich.

Diese selbst ernannten Leute gegen Rechts suhlen sich in ihrem virtuellen Gutmenschentum, gehen noch nicht mal gegen Nazis auf die Straße derzeit (!), sondern bleiben zu Hause, weil sie ernsthaft glauben, es bestehe eine Gefahr.

Diese Gefahr ist laut Weltgesundheitsorganisation für Menschen unter 70 Jahren 0,05 Prozent, wie oft erläutert: weniger als bei einer Grippe. Nur für alte Menschen ist Corona gefährlicher als die Grippe.

Und die Bundes- und Landesregierungen haben seit März 2020 komplett versagt, Alten- und Pflegeheime menschenfreundlich zu schützen, also nicht Einzelhaft und Isolation, sondern gezielte Schutzmaßnahmen in Abstimmung mit den Bewohner*innen.

In London waren die Krankenhäuser 2019 und die Jahre davor stärker ausgelastet im Dezember als aktuell.

Doch auch Boris Johnson ist wie die Antifa in Landshut kein Freund der Realität. Auch er – wie die ganze Elite in England, bei Labour, aber natürlich noch mehr bei der Regierung der Tories – hat keinen Bezug mehr zur Realität in den Krankenhäusern oder zu der Tatsache, dass ein positiver PCR-Test überhaupt gar nichts aussagt, solange eine Person keine Symptome hat. Jeder PCR-Test mit einem Ct-Wert über 30 ist wertlos – und fast alle PCR-Tests scheinen mehr als 30 Zyklen zu durchlaufen.

Wir wissen zudem von Studien aus Dänemark sowie von der Fachzeitschrift Krankenhaushygiene up2date (Prof. Ines Kappstein, im Herausgebergremium sitzen sowohl Forscher vom RKI wie der Charité, was indizieren könnte, dass es dort durchaus unterhalb der Führungsebene seriöse Forscher gibt), dass die “Alltagsmaske” nichts bewirkt, außer extremste Panik zu erzeugen (man schützt damit weder andere, noch sich selbst).

Wir wissen, dass Asymptomatische die Krankheit nicht übertragen. Wer nicht krank ist, keine Symptome hat, steckt andere nicht an. So wie bislang auch bei jeder Art von Grippe.

Aus Sicht einer antideutschen Antifa sind solche Hanswürstchen wie in Landshut nicht weniger problematisch wie jene Coronapolitik-Kritiker, die gegen Greta hetzen, Genderstudies diffamieren oder in England – wie bei TalkRadio, dem Zentralkomitee der Coronapolitikkritiker*innen – beim Wort “Social Science” Schreikrämpfe kriegen und denken, der Kommunismus steht vor den Toren Londons oder Camdens. Manche gehen bei diesem Radio soweit und meinen, “Sozialpsychologie” könne es gar nicht geben, weil das keine “Fakten” seien.

Diese antiwissenschaftliche Perspektive der Rechten wird nun von der antiwissenschaftlichen Propaganda der Linken wie in Landshut sekundiert. Der dortige “Runde Tisch gegen Rechts Landshut” hat offenbar seit März 2020, seit bald 10 Monaten, die rationale, evidenzbasierte, demokratische und die Demokratie vor dem Hygienestaat in Schutz nehmende Kritik an der Coronapolitik wie von Prof. Jay Bhattacharya, Prof. Sunetra Gupta, Prof. John Ioannidis, Prof. Martin Kulldorff, Prof. Matthias Schrappe, Dr. Andreas Gassen, Prof. Michael Esfeld und vielen anderen überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen wollen.

Dieses Ignorieren der internationalen Wissenschaft zu Corona, das Wegwischen der Hilferufe des World Food Programmes – Friedensnobelpreisträger 2020 -, dass aufgrund der weltweiten Lockdown-Politik viel mehr Menschen sterben werden, als dieses Virus töten könnte, wird grade und mit extremer virtueller Aggressivität von solchen runden Tischen gegen Rechts heldenhaft zur Schau gestellt.

Wer alten Menschen oder jungen Menschen, Singles wie Familien, Paaren wie Einzelgängern das RECHT nimmt, sich frei zu bewegen, Essen zu gehen, feiern zu gehen, hat ein totalitäres Weltbild und ist so demokratiefern wie jene, die an eine jüdische Weltverschwörung glauben.

Diese antidemokratische, antiaufklärerische, anti-kantianische Position vieler Linken zeigt deren Ende an. Die Linke ist lediglich ein Sprachrohr von Söder, Merkel, Scholz, Habeck, Müller und keine eigenständige, selbst denkende Kraft mehr.

Man kann als selbst denkender Intellektueller weder die Rechten, die zwar die autoritäre Regierungspolitik zu Corona kritisieren, aber schnelle Autos lieben, Angst vor kleinen Mädchen wie Greta haben und die Genderstudies grundsätzlich verteufeln, noch die Linken als hilfreich betrachten, jene Linken, die die autoritärste und menschenfeindlichste Regierungspolitik seit 1945 nicht nur goutieren, sondern offensiv unterstützen. Damit machen sich diese runden Tische gegen Rechts und fast alle anderen Linken mit Methoden gemein, die im Einsperren von Menschen in ihre teils sehr kleinen Wohnungen besteht – Studierende leben oft in “Gefängniszellen” wie es Prof. Robert Dingwall aus England nennt, alte Menschen haben kleine 2-Zimmer-Wohnungen ohne Balkon und sehen den ganzen Tag nur eine Brandschutzwand in Berlin-Wedding oder in Stuttgart-Feuerbach die Schwabstraße, die sie abends nicht mehr betreten dürfen.

Diese alten Leute dürfen noch nicht mal zum Frisör gehen, damit sie ein letztes Mal an Silvester schick aussehen. Sie werden in Isolationshaft gehalten und die Linken klatschen Applaus.

 

 

 

 

 

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