Clemens Heni

Wissenschaft und Publizistik als Kritik

Schlagwort: Corona Seite 1 von 5

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Hoch die internationale Solidarität – von antisemitischen Kundgebungen jedoch sollte man nicht auch noch im Livestream berichten

Von Dr. phil. Clemens Heni, 6. April 2021

Es gibt kaum eine Parole, die heute passender wäre als die beliebteste Parole der linxradikalen Szene seit Jahrzehnten:

Hoch die internationale Solidarität!

Gerade angesichts der katastrophalen Konsequenzen der irrationalen Corona-Politik, der “Kollateralschäden”, wie es verwaltungsdeutsch heißt, den schon jetzt Millionen von Toten im Globalen Süden, die nicht allgemein an den Folgen kapitalistischer Weltwirtschaft, sondern ganz spezifisch an den Folgen der westlichen Lockdownpolitik gestorben sind und stündlich sterben, wäre dieser Slogan so wichtig wie schon lange nicht mehr.

Das ist genau das, was die Epidemiologin und Professorin an der Universität Oxford in England Sunetra Gupta seit einem Jahr einfordert: internationale Solidarität. Das wäre ein Public Health-Ansatz, der sich alle Auswirkungen der Politik auf die hiesige wie dortige Bevölkerung vergegenwärtigt.

Gupta und ihre Kollegen Prof. Jay Bhattacharya von der Stanford University sowie Prof. Martin Kulldorff von der Harvard University betonen auch, dass die Coronapolitik der herrschenden kapitalistischen Länder, also vor allem Europas und Amerikas (von Japan, Südkorea und Australien zu schweigen) auch nur die Reichen schützt und die Arbeiterklasse schädigt.

Das zynische Spiel läuft seit März 2020 so ab: Die armen Menschen, die häufig in den Innenstädten leben und die die schlecht bezahlten Jobs haben, als Verkäuferin, Fabrikarbeiter*innen, LKW-Fahrer, Schlachter, Taxifahrer, Pflegekraft, Putzkraft, Haushaltshilfe bei den Alten, Bauarbeiter, Securities bei Atomkraftwerken und Umschaltwerken, Kläranlagenmitarbeiter*innen, Wasserwirtschaftsarbeiter*innen, bei der Müllabfuhr und Kanalreinigung, als Auslieferer, als Busfahrer*innen, die alle jene zur Arbeit bringen, oder als Fahrstuhlreparateure, Klempner und Internettechniker etc., die müssen immer arbeiten – sonst würde selbst bei ZeroCovid-FanatikerInnen das Licht ausgehen -, all diese Menschen müssen also um jeden Preis arbeiten. Sie trugen und tragen die Last, sich mit Corona anzustecken, was mit und ohne Maske exakt genauso oft passiert, wie eine – fast die einzige ihrer Art – Goldstandard-Studie aus Dänemark letzten Sommer gezeigt hat. Die eine Gruppe hatte wochenlang eine Maske auf, die Kontrollgruppe nicht. Am Ende fanden sich fast genauso wenige mit Corona in Berührung gekommene Menschen in beiden Gruppen.

Diese Menschen aus der Arbeiterklasse mussten also arbeiten und steckten sich mehr oder weniger häufig, aber ganz sicher häufiger als die hoch dotierten ARD-Journalist*innen oder Universitätsangestellten und die zynischen Home Office- Protagonist*innen wie Günther Jauch, Tatort-Schauspieler*innen und Musiker wie Udo Lindenberg mit dem Virus SARS-Cov-2 an.

Exakt darauf zielen Gupta, Bhattacharya und Kulldorff mit ihrer Kritik ab: Sie sagen, faktenbasiert, dass es viel solidarischer gewesen wäre und rationaler, wenn die gesamte Gesellschaft offen geblieben wäre, alle Menschen unter 65, also im typischen Alter, wo man zur Arbeit geht, gearbeitet hätten und sehr schnell eine Herdenimmunität sich eingestellt hätte, weil man ja bereits im Frühjahr 2020 wusste, dass weit über 80 Prozent von Corona gar nichts oder kaum etwas merken.

Für kranke und sehr alte Menschen kann Corona gefährlich werden. Und es wäre von Anfang an darum gegangen, diese Menschen gezielt zu schützen – und nicht wegzusperren, wie das bis heute passiert.

In einem aktuellen Artikel betonen Bhattacharya und Kulldorff, dass im Vergleich von Kalifornien mit einer typischen Lockdownpolitik und Florida mit einer Anti-Lockdownpolitik – wo es seit September 2020 sogar keine Maskenpflicht mehr gibt und Restaurants und alle Läden etc. geöffnet sind -, Florida nicht nur weniger Tote insgesamt zu beklagen hat, sondern die Verteilung weniger rassistisch und klassenmäßig zu sein scheint.

Es liegt also wohl nicht an den Genen, dass in Los Angeles viel mehr Hispanics an Corona starben als Weiße, weil in Florida der Unterschied zwischen Weißen, Schwarzen und Hispanics kaum zu erkennen ist. Natürlich muss man sich als Europäer*in an diese Unterscheidung der Menschen etwas irritiert gewöhnen, aber das ist in den USA Usus:

Data from Los Angeles County, where a large fraction of COVID cases in California has happened, put this fact in stark relief. Through March 28, in the wealthiest parts of LA County (those with less than 10 percent of households in poverty), the age-adjusted death rate with COVID-19 was 119 people per 100,000 population. As we look in poorer and poorer areas, the death rate mounts: areas with more than 30 percent of households in poverty have faced a death rate of 394 people per 100,000—a death rate more than three times higher. Hispanics in LA have borne the worst of the pandemic, with a death rate of 338 per 100,000. By contrast, Black, Asian, and White residents have experienced 188, 143, and 119 deaths per 100,000, respectively. The California lockdowns are a form of trickle-down epidemiology. In Florida, by contrast, there is little difference among races in COVID-related death rates throughout the epidemic, with the Black and Hispanic populations dying at lower rates than the White population.

Das große Versagen fast aller “Linken” in den USA und Europa besteht nun darin, dass sie egoistisch sich um ihre eigene Haut fürchten, aber sowohl die Situation für die Arbeiterklasse hier und jener Milliarden Menschen im Globalen Süden ignorieren. Die Linken haben die internationale Solidarität aufgekündigt. Das ist ein Skandal.

Ein anderer und komplementärer Skandal ist das deutsch-nationale Gerede, das gestern in Berlin auf einer Kundgebung von vor Ressentiment gegen die Coronapolitik triefenden Agitator*innen auf dem Platz des 18. März, direkt hinter dem Brandenburger Tor in Berlin, zu hören war.

Dort sprach unter anderem der Herausgeber des rechtsextremen Compact Magazins Jürgen Elsässer. Er ist ein Hauptvertreter der sog. Querfront, die also rechtsextreme Ideologeme als irgendwie auch links tarnt und beide Richtungen zu verknüpfen sucht. Dazu gehört insbesondere ein antisemitischer Antikapitalismus. In seiner Rede hetzte Elsässer gegen “Bill Gates, George Soros, Klaus Schwab, Jeff Bezos und Mark Zuckerberg”, die dabei seien, “uns auszubeuten und zu entmenschen” (!). Die antisemitische Verschwörungsideologie zeigt sich in der dog whistle “George Soros” und dem Begriff “Geldelite”.

Ein anderer Redner fabulierte in gleicher antisemitischer Diktion davon, dass “dank der Bilderberger” jetzt “alle Fitnessstudios geschlossen seien”.

Die antisemitische Ideologie der Bilderberger (die Bilderberg-Konferenzen) bezieht sich auf regelmäßige Treffen von einer elitären Gruppe, die zu Treffen von Verschwörern herbei halluziniert werden.

In jedem dieser Verschwörungsideologeme steckt ein antisemitisches Motiv und ein antisemitischer Kern: Eine kleine Elite plant demnach Böses und die Welt wird so beherrscht und gar versucht, die Menschen zu “entmenschen”.

Der gleiche Redner sprach auch davon: “Die schlimmsten Worte in diesem Land seit 2015 sind ‘Wir schaffen das'” und “Das schlimmste Symbol auf dem Planeten ist Merkels Raute”. Hier sieht man also die Mischung aus antisemitischer Verschwörungsideologie und rassistischem Deutschnationalismus ganz exemplarisch – und diese toxische Mischung steht durchaus für relevante Teile des Milieus, das die Corona-Politik kritisiert, auch wenn die Querdenken-Bewegung sich in Ansätzen, jedenfalls öffentlich, davon abhebt. Doch über die Person Samuel Eckert ist der Querdenken Gründer Michael Ballweg auch mit dem organisierten Rechtsextremismus um Jürgen Elsässer (oder auch dem Verschwörungsideologen Daniel Ganser und anderen 9/11-Leugner*innen) verbunden, wie ich zeigte.

Schließlich sprach dann noch eine offenbar deutsch-griechische Rednerin, die betonte, dass sie “einen Migrationshintergrund” habe, aber in Deutschland geboren sei: “Ich bin Deutsche und verdammt stolz darauf”. Nun, wer stolz ist, Deutsche zu sein, hat offenbar gar keine keine positiven Eigenschaften vorzuweisen.

Warum erzähle ich von dieser gestrigen Kundgebung, auf der ich logischerweise gar nicht war (als Antifa)? Weil der Journalist Boris Reitschuster offenbar wegen eines Livestreams oder eines Videos von bzw. über diese Kundgebung jetzt wiederum von Youtube für eine Woche gesperrt wurde.

Er war schon am letzten Wochenende vorübergehend gesperrt worden, wegen eines Videos und Interviews von einer ganz anders gelagerten Anti-Coronapolitik bzw. Pro-Grundrechte Demonstration in Stuttgart am Samstag, 3. April 2021.

Diese Sperrung war in der Tat schwer nachvollziehbar, wobei ohnehin in Frage steht, mit welchem Recht ein privates Unternehmen manche Sachen löscht und andere nicht. Strafrechtlich relevante Inhalte müssen gelöscht werden, das ist klar. Sind Videos, die behaupten, Corona sei eine “Jahrhundertepidemie” seriös? Sind Videos seriös, die von einer Sterblichkeit von 4,3 Prozent fabulieren? Solche Videos finden Sie aber ohne Ende bei Youtube.

Gab es Holocaustleugnung oder eine Leugnung des Virus an und für sich auf der Demo in Stuttgart oder in Interviews? War das bei den Videos aus Stuttgart der Fall? Offenbar doch nicht, denn der Kanal von Reitschuster (der wohl über 200.000 Abonnenten hat) war am Sonntag wieder online. Wer bei Youtube ändert in so kurzer Zeit seine Meinung? Wäre das bei eindeutig strafrechtlichem Inhalt nachvollziehbar?

Von diesem Kanal berichtet Boris Reitschuster auch regelmäßig von der Bundespressekonferenz in Berlin, wo ja regelmäßig Regierungsvertreter oder Vertreter des Robert Koch-Instituts befragt werden können (und selten inhaltsreich antworten).

Reitschuster bezeichnet die antisemitische Ideologie und den Rechtsextremismus, Rassismus und Deutsch-Nationalismus der Kundgebung am Brandenburger Tor vom 5. April 2021 euphemisierend als “starken Tobak”, betont, dass es schade sei, dass keine großen Medien dort gewesen seien und es deshalb “umso wichtiger” gewesen sei, “dass jemand hingeht und das Ganze dokumentiert”.

Nein, Boris Reitschuster, das ist es nicht. Es ist nicht wichtig, sich antisemitische und rechtsextreme Ideologeme und Hetze anzuhören. Antisemitismus ist für Juden sehr gefährlich und aus diesen zitierten Worten spricht Antisemitismus. Genau wegen solcher Veranstaltungen gibt es die Antifa, die solche Nazi-Events zu verhindern oder stören versucht. Nicht jeder Antifa ist ein ZeroCovid-Schwachkopf.

Erst heute bekam ich wieder als Teil einer mehr oder weniger willkürlich zusammengesetzten kleinen Mailinggruppe von einem Kriminellen (der auch andere Vertreter der Rechtsextremismusforschung in die Adresszeile kopierte) eine Mail von einem Holocaustleugner und Neonazi, der gegen Juden, das Judentum, Israel und den Zionismus hetzt. Zugleich geht es in dieser Hass-Mail um 2015, Merkel, Einwanderung, eine “deutsche” 3-Kind-Politik, um den armen “Iran”, der am Pranger der bösen Juden stehe und so weiter und so fort. Die Mail fordert das Einreissen aller Holocaustdenkmäler. Das erinnert an Björn Höcke und die AfD, Höcke ist schon mit Elsässer aufgetreten.

Solche Nazis wie jener Mailschreiber haben linke Coronapolitik-Kritiker wie mich im Visier. Das wundert mich nicht.

Das ist aber exakt so ein Neonazi, der anonym solche Hetze verbreitet, wie sie weniger anonym und in anderer Sprache von manchen Rednern gestern in Berlin am Brandenburger Tor zu hören war. Ich hatte schon mal auf Reitschuster wegen seiner Nähe zu Rednerinnen, die sehr wohl die QAnon-Verschwörungsideologie der pädophilen Hillary Clinton etc. zu vertreten scheinen, hingewiesen.*

So eine Hetze wie gestern in Berlin muss man nicht dokumentieren oder gar live streamen. Nicht zuletzt das Portal Achgut hat mit Reitschuster die Agitation gegen 2015 und das Hereinlassen von Flüchtlingen, die primär aus den Bürgerkriegsländern Syrien und Irak geflohen waren, gemein.

Schließlich wurde am 5. April in Berlin das gleiche skandiert wie in Stuttgart am 3. April 2021: “Frieden Freiheit keine Diktatur”, was arg inhaltsleere Phrasen sind, was hieß vor März 2020 schon “Freiheit”, was “Frieden”? Und wer so deutschnational, rassistisch und antisemitisch agitiert, hat keinen positiven Begriff von Frieden, Freiheit und ist nicht gegen Totalitarismus – nur halt nicht für den Corona-Totalitarismus, aber dafür z.B. einen 3-Kind-Deutschland-den-Deutschen-Totalitarismus.

Eine seriöse Coronakritik jedoch hat seit 2020 demokratische Kritik, massive Kritik, am nicht evidenzbasierten und nicht demokratisch legitimierten Kurs von Merkel – aber wir linken Kritiker der Coronapolitik haben 2015 ff. Merkel gegen die Nazis in Schutz genommen. Das ist der Unterschied ums Ganze.

Bei aller Kritik an gewissen postkolonialen Tropen, die ich dort schon kritisiert habe, bringt das Blog Corodok die Grundrichtung einer linken Coronapolitik-Kritik auf den kritischen Punkt:

Es wimmelt von Infos und fake news in allen Medien.

Hier finden sich veröffentlichte, aber irgendwie wenig sichtbare Informationen.
Nein, keine in der Art:
Verschwörer in der Wall Street oder im Mossad oder beim Bilderberg hätten ein Virus in die Welt gesetzt, um sich diese untertan zu machen.
Keine rassistischen Dummheiten wie die vom ‘chinesischen Virus’.
Keine Behauptungen, wir hätten es gerade mit einem simplen Schnupfen zu tun.

Sondern solche, die helfen, einen kritischen Abstand zu regierungsamtlichen Verlautbarungen zu halten.

Denn erinnern wir uns: Es sind die gleichen Experten und Regierenden, die gestern unser Gesundheitssystem planmäßig (nicht etwa nur fahrlässig) ruiniert haben, die uns jetzt vorschreiben, was richtig und was verboten ist. Und Vorsicht: Die Grundhaltung ist links, auch wenn hier merkwürdige Positionen in der Linken befragt werden.

 

 

  • Clemens Heni (2021): Antisemitismus im Zeitalter von Corona (BICSA Working Paper, Januar 2021 – Jubiläum, 10 Jahre BICSA), 31. Januar 2021
    “Die beiden Initiatoren Gunnar Kaiser und Milosz Matuschek haben im September 2020 einen Appell publiziert, der sich gegen die ‘Cancel Culture’ wendet. Aufhänger war u.a. die Ausladung der österreichischen Kabarettistin Lisa Eckhardt von einem Hamburger Kulturfestival. Doch der eigentliche Anlass ist ein typischer neu-rechter Ansatz: Alle sollen zu jedem Thema immer und überall sprechen dürfen. Es dürfe keine Sprechverbote geben. In dem Appell ‘Für freie Debattenräume’ heißt es: (…)Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehören bekannte konservative, rechte, neu-rechte und extreme Rechte, liberale und manche linke Publizist*innen und Aktivist*innen, von Dieter Nuhr (ARD) über Matthias Matussek bis hin zu Rüdiger Safranski sind viele bekannte Namen mit dabei. Matuschek publizierte am 22. Januar 2021 einen Text zu aktuellen Formen des Widerstands gegen die Coronapolitik.So wichtig grundsätzlich der Widerstand gegen diese menschenfeindliche Politik ist, so bezeichnend ist, dass er ein Video des Journalisten Boris Reitschuster vom 18.01.2021 teilt, in dem eine Frau zu sehen ist, die in Bayern (Fürth) eine „Spontandemonstration“ zuerst ganz alleine durchführte und mit einem Megafon sprach. Nach wenigen Minuten kam sie auf die Polizei zu sprechen, die sich doch besser um die vielen ‘Pädophilen’ kümmern sollte, die frei herumliefen. Das erinnert sehr stark an rechtsextremes Vokabular und an die Verschwörungsideologie der QAnon-Bewegung. Reitschuster selbst hat eine Nähe zu reaktionären und homophoben politischen Kreisen, wie sich anlässlich einer Kundgebung im September 2020 in Berlin zeigte.[152]

 

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Offener Brief an das internationale Auschwitz-Komitee: “Danke Kassel” oder Antisemitismus, Rechtsextremismus und die Coronapolitik gleichermaßen bekämpfen

Von Dr. phil. Clemens Heni, 29. März 2021

Update, 29. März 2021: Unten stehenden Brief schrieb ich vor einer Woche, im Laufe des letzten Montags, dem 22. März 2021, nachdem am frühen Morgen jenes Tages ein mir nicht bekannter Demonstrationsteilnehmer der Anti-Corona-Maßnahmen-Demonstrationen in Kassel vom Samstag, den 20. März 2021, einen Protestbrief an Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, geschrieben und mich in cc gesetzt hatte.

Es wäre politisch womöglich weitaus wichtiger, wenn sich das Auschwitz Komitee um die Kritik am Antisemitismus kümmern, und nicht die Kritik am Corona-Hygienestaat diffamieren würde. So wäre es vor allem naheliegend, wenn sich das Internationale Auschwitz Komitee, wenn es sich gegen Antisemitismus aussprechen möchte, auch gegen die „Jerusalem Declaration on Antisemitismus“ wenden würde. Diese Erklärung (vermutlich vom März 2021, sie hat kein Datum) von seit vielen Jahren als Förderer des antizionistischen Antisemitismus in Verdacht stehenden Agitator*innen, von Wolfgang Benz und Gudrun Krämer über Stefanie Schüler-Springorum hin zu ein paar frustrierten jüdischen Israelfeinden, schreibt nämlich Folgendes:

It is not antisemitic to support arrangements that accord full equality to all inhabitants ‚between the river and the sea,‘ whether in two states, a binational state, unitary democratic state, federal state, or in whatever form.

Diese Ausdrucksweise „from the river to the sea“ ist ein Schlachtruf der Palästinenser, von der PLO über die PFLP hin zur jihadistischen Hamas. Der CNN-Kommentator und Professor an der Temple University in den USA Marc Lamont Hill verwendete den Slogan in einer Rede vor den Vereinten Nationen (UN) im November 2018. Der ehemalige Botschafter der USA in Israel unter Barack Obama, Dan Shapiro, kritisierte die Äußerung als „antisemitisch“. Während jedoch das Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin weiterhin staatliche Gelder bekommt, wurde Lamont Hill für die gleiche antisemitische Äußerung von CNN entlassen.

Neben den Freiheit, Rationalität und Verhältnismäßigkeit versprühenden, sich an der Public Health, der Gesundheit der ganzen Bevölkerung, ja aller Menschen weltweit orientierenden, den lachenden und maskenfreien Staaten Florida, Texas oder South Dakota (verglichen mit den totalitären Monstern Berlin, Baden-Württemberg oder Bayern etc.), ist diese Kritik am Antisemitismus ein weiterer Unterschied zwischen Amerika und Deutschland.

Insofern wäre es naheliegend, wenn sich das Internationale Auschwitz Komitee und namentlich Herr Heubner mit dieser Mainstream-Form von Antisemitismus wie der Jerusalem Declaration on Antisemitismus befassen würde – und nicht mit Demonstrant*innen, die sich gegen die irrationale und totalitäre Coronapolitik von Michael Müller über Angela Merkel, Markus Söder, Winfried Kretschmann, Armin Laschet und alle anderen Verantwortlichen wenden.

Denn diese Demonstrant*innen in Kassel am 20. März 2021 – danke Kassel! – hatten auch mindestens zwei große Israelfahnen bei sich.

Pro-Israel und Anti-Corona-Totalitarismus versus Antisemitismus und ZeroCovid (mindestens ein Mitarbeiter des ZfA unterstützt die totalitäre, unwissenschaftliche und irrationale Kampagne ZeroCovid). Das sei als Update diesem Brief, den ich am 22.03.21 privat an das Auschwitz Komitee, Herr Heubner und an den Demonstrationsteilnehmer aus Kassel schickte, vorangestellt. Während sich der Demonstrationsteilnehmer, den ich hier anonymisiere, bei mir für den Brief bedankte, kam von Herrn Heubner und dem Auschwitz Komitee bis heute keine Antwort.

***

 

Offener Brief an das internationale Auschwitz-Komitee:

Antisemitismus, Rechtsextremismus und die Coronapolitik gleichermaßen bekämpfen

22./29. März 2021

Sehr geehrter Herr Heubner, sehr geehrtes Auschwitz-Komitee,

 

wir haben heute Morgen, Montag, 22. März 2021, beide eine E-Mail erhalten bezüglicher der Anti-Coronapolitik-Demonstration in Kassel am letzten Samstag, den 20. März 2021. Mir ist der Demonstrationsteilnehmer und Verfasser dieser E-Mail nicht bekannt, evtl. kennen Sie ihn ja. Da der Verfasser sich selbst als politisch „links“ stehend bezeichnet („Ich selber bin links, weltoffen und verurteile jede Art von Diskriminierung, Gewalt und Ausgrenzung“) und mich in cc gesetzt hat, möchte ich Ihnen beiden kurz antworten.

Die Kritik an Antisemitismus ist von großer Bedeutung. In Zeiten, wo Rechtsextreme Angriffe auf Synagogen verüben wie in Halle, ist die Gefahr akut. In Zeiten, wo die Erinnerung an die Shoah zunehmend von postkolonialen Aktivist*innen und Forscher*innen diminuiert wird und in Zeiten, wo die internationale BDS-Bewegung gegen den jüdischen Staat agitiert und mobilisiert, gilt das umso mehr. Das sage ich als linker Zionist, der mit der (Corona-) Politik von Bibi keineswegs immer einverstanden ist, ohne seine außenpolitischen Erfolge wie diplomatische Annäherungen bzw. Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain oder Marokko zu schmälern, die jedenfalls nicht hoch genug gewürdigt werden können.

Die Corona-Politik von Netanyahu jedoch halte ich für absolut katastrophal und antidemokratisch. Wenn nur noch geimpfte Personen in Einkaufszentren oder Restaurants oder gar an den Strand gehen dürfen bzw. „Privilegien“ bekommen, dann handelt es sich nicht mehr um eine funktionierende Demokratie. Das betrifft auch die BRD und alle anderen Länder, wobei natürlich Länder wie China gar keine Demokratie sind, sondern totalitäre Polizei- und Überwachungsstaaten.

In Deutschland ist die Kritik am erinnerungsabwehrenden und antizionistischen Antisemitismus von großer Relevanz. Auch die Kritik am Rassismus ist sehr wichtig, es ist kein Zufall, dass ein zwar offenkundig psychisch kranker Mörder wie in Hanau gerade als „nicht-deutsch“ kategorisierte Menschen (ob jene Migrant*innen einen deutschen Pass haben, spielt dabei keine Rolle) ermordete (in Shisha Bars etc.) und nicht wahllos mordete.

Antisemitismus ist ein sehr wichtiges Thema, daher ist Ihre Arbeit auch sehr wichtig. Auf der großen politischen Bühne wird seit Jahren daran gearbeitet, Rot und Braun gleichzusetzen, das zeigt sich zum Beispiel in der Prager Deklaration von 2008, die u.a. Joachim Gauck unterzeichnete, ebenso wie Vaclav Havel. Ich habe dazu viel publiziert, häufig in Anlehnung an den bekannten Holocaustforscher und Yiddish-Prof. Dovid Katz als Litauen.

Wenn also das Präzedenzlose von Auschwitz, der Zivilisationsbruch, vernebelt oder geleugnet wird, wenn völlig anders geartete Verbrechen wie im Kolonialzeitalter oder unter Stalin und dem Stalinismus mit Auschwitz, Sobibor, Treblinka und der Vernichtung der europäischen Juden analogisiert werden, ist Kritik am erinnerungsabwehrenden Antisemitismus von eminenter Bedeutung.

Die Universalisierung von Auschwitz ist eine Antisemitismus Mode geworden, allerdings gibt es dieses antisemitische Theorem seit Aimé Césaire 1950. Martin Heidegger, der deutsche Antisemit, der treu seinen NSDAP-Mitgliedsbeitrag bezahlte und Lieblingsphilosoph des 20. Jahrhunderts gerade der Deutschen und mancher Franzosen wurde, hatte in seinen Bremer Vorlesungen Ende der 1940er Jahre ebenso Auschwitz universalisiert und mit motorisierter Landwirtschaft verglichen. Das gilt auch für jene Rechten, die in Deutschland wie bei Pegida und in Dresden den Luftkrieg der Alliierten mit Auschwitz vergleichen, eine unerträgliche Holocaustverharmlosung, ja Leugnung. Darauf wies ja schon Adorno um 1960 herum hin, wie Sie wissen.

Nun habe ich heute über die Presse erfahren, dass Sie, als Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, sich nicht nur kritisch, sondern despektierlich über die Anti-Coronapolitik-Demonstrationen in Kassel am vergangen Samstag, den 20. März 2020 geäußert haben. Das ZDF zitiert Sie, Herr Heubner, mit folgender Äußerung:

Das Internationale Auschwitz Komitee warnt nach der Demonstration vor Gefahren für die Demokratie. Es werde deutlich, ‚dass in Deutschland die Demokratie durch die Querdenkerbewegung und ihre krude Mischung aus Verschwörungstheorien und Staatsverachtung sowie durch gemeinsames Agieren mit antisemitischen und rechtsextremen Bewegungen unter Druck gerät‘, sagte der Exekutiv-Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, am Sonntag.

Was sind Ihre empirischen Belge? Waren Sie am Samstag in Kassel vor Ort? Selbst wenn die Demokratie auf dieser Demonstration „unter Druck“ geraten ist, gerät die Demokratie etwa durch die nicht demokratisch legitimierte Politik wie zum Beispiel den nicht im Grundgesetz vorgesehenen Bund-Länder-Konferenzen via Telefon nicht noch viel mehr unter Druck? Diese Frage scheinen Sie sich nicht zu stellen oder jedenfalls zitiert das ZDF Sie diesbezüglich nicht. Haben Sie eine offizielle Stellungnahme zu der Demonstration bzw. den Demonstrationen in Kassel am 20. März 2021 abgegeben oder exklusiv mit dem ZDF gesprochen?

Ich habe mir mehrere Stunden verschiedene Livestreams von den Demonstrationen in Kassel im Internet angeschaut. Ich sah eine große Menge ganz bunter Menschen. Da ich früher bzw. bis heute in der Antifa-Bewegung aktiv war und bin (Antifaschismuskomitee Tübingen/Reutlingen, später in Bremen, Berlin etc.), weiß ich auch, was eine aggressive Stimmung ist – meist von Seiten der Polizei bzw. der Nazis, aber natürlich auch mitunter von den zu Recht genervten und wütenden Antifas.

Wir Antifas wissen, wie man sich zu Blöcken zusammen findet, wie man Ketten bildet, wie man sich entsprechend vorbereitet. Nichts davon sah ich in Kassel. Das waren total harmlose und friedliche Menschen, bunt gemischt. Dreadlocks tragende Hippies ohne Schuhe liefen Seit an Seit mit bürgerlichen Ärztinnen und johlenden Fußballfans. Viele Anwohner*innen haben spontan geklatscht und gewunken, es wirkte am Livestream wie eine Befreiung für viele dieser Anwohner*innen, nicht zuletzt Omas über 80, die man allein am Balkon sah und die freudig gewunken haben.

Ich habe auf den ca. 3 Stunden, die ich im Livestream zu verschiedenen Zeiten am Samstag ab 12 Uhr verfolgte, keine auch nur annähernd brutale Stimmung gesehen.

Wie „antisemitisch“ und „rechtsextrem“ soll diese Großdemonstration gewesen sein, wenn dort mindestens zwei große Israelflaggen geschwenkt wurden, die man auf dem Video, das uns der Demonstrationsteilnehmer geschickt hatte, sehen kann?

Wie antisemitisch soll eine Demonstration sein, auf der Israelfahnen wehen?

Ich hab z.B. ein längeres Interview live auf der Demo gesehen und gehört mit einer Ärztin. Sie war mit einer Gruppe von Ärztinnen und Ärzten auf der Demo. Diese Gruppe hatte ein Transparent mit der Aufschrift „Wir sind Ärzte und keine Verschwörungstheoretiker“.

Diese Ärztin erzählte von ihrer rationalen Analyse der Corona-Krise. Sie weiß, dass es das Virus gibt und wie ungefährlich es für die Allgemeinheit ist. Das sagt ja auch das Robert Koch-Institut (RKI), wenn auch verschämt und am Rande in einem wissenschaftlichen Artikel im Februar 2021 im Ärzteblatt, dass Corona nichts mehr ist als „schwere Influenzawellen“. Diese Ärztin muss aber Angst haben um ihre Zulassung (daher blieb sie anonym), weil fanatische Menschen mit einer rationalen Analyse und Kritik derzeit nicht umgehen können bzw. autoritär jede Kritik diskreditieren.

Und diese Gefahr des antidemokratischen Diskreditierens von Kritik an der antidemokratischen Coronapolitik meine ich auch in Ihrer eher floskelhaften Stellungnahme erkennen zu können. Sie hätten ja auch sagen können:

Ich finde die aktuelle Coronapolitik der Bundesregierung nicht evidenzbasiert, nicht rational, ich vermisse die Vielfalt der Expert*innen, die von der Politik gehört werden, ich finde es absolut schockierend, dass fast alle unsere Grundrechte ausgesetzt werden – ABER ich möchte deshalb dennoch nicht mit Leuten demonstrieren, die zumindest extrem Rechte, und seien es nur 100, nicht aus der Demo ausschließen.

So ungefähr hätten Sie sich ja auch äußern können. Aber ich fürchte, Sie haben keinerlei Kritik an der Coronapolitik – wenn doch, warum äußern Sie sich nicht und zwar laut und deutlich und differenziert?

Das Aussetzen der Demokratie und unserer Grundrechte – die GERADE in einer Krise gelten müssten – konstatiert ja auch der bekannte Journalist Heribert Prantl, den ich mit seinem neuen Buch in meinem gestrigen Text, der Ihnen von dem Demonstrationsteilnehmer von Kassel geschickt wurde, zitiere.

Es gibt unzweifelhaft viel Naivität bei den Coronapolitik-Kritiker*innen. Es gibt ebenso unzweifelhaft die Versuche von organisierten Rechtsextremen, das auszunutzen (Stichwort Jürgen Elsässer und Compact Magazin, die in der Tat Beziehungen haben oder hatten zur Querdenken-Szene, siehe dazu mein Working Paper „Antisemitismus im Zeitalter von Corona“ von Ende Januar 2021). Aber haben Sie Belege, wie viele dieser Leute am Samstag vor Ort waren? Stimmt die Zahl ?

Ich selber bin links, weltoffen und verurteile jede Art von Diskriminierung, Gewalt und Ausgrenzung. So wie mind. 99% der anderen Demo-Teilnehmer auch.

Nun ist „links“ ein weites Feld, das ist klar. Aber wenn 99 Prozent keine Rechten waren und 200 Menschen, also ein Prozent, Rechte waren, was heißt das dann? Ist das dann die Mehrzahl? Gab es Mordversuche, Schlägereien, floss Blut, wurden Polizisten schwer verletzt? Mir ist nichts dergleichen bekannt. Stehen 200 Nazis oder Rechte, angenommen, so viele Rechte waren auf der Demo, für 20.000 Leute, wo Dutzende Regenbogenfahnen geschwenkt wurden, die ja ein Hasssymbol für die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) oder die Identitäre Bewegung ist ?

Was mich vor allem schockiert, sehr geehrter Herr Heubner: Warum schweigen Sie offenbar (jedenfalls zitiert Sie das ZDF hierzu nicht, wenn das eine böswillige Kürzung Ihrer Äußerungen sein sollte, dann melden Sie das bitte, dann liegt der Fehler beim ZDF) zum Aussetzen von Grundrechten, zum nicht evidenzbasierten Schließen aller Kultureinrichtungen, aller Gedenkstätten, aller Hotels, Restaurants, Geschäfte, Universitäten etc. – und was sagen Sie zum kategorischen Verbot von Demonstrationen mit freiem Gesicht?

Das ist eindeutig verfassungswidrig und es gibt ja schon Urteile, dass auch andere Teile von CoronaVerordnungen „verfassungswidrig“ sind. Ich habe mich diesbezüglich z.B. bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart erkundigt, und mir wurde bestätigt, dass gegen ein Urteil des Amtsgerichts Ludwigsburg, das zentrale Teile der baden-württembergischen CoronaVerordnung bis mindestens November 2020 als „verfassungswidrig“ verurteilt hat, nicht in Revision gegangen wurde. Offenbar ist das Urteil juristisch zu gut begründet.

Warum haben Sie kein Problem mit den antidemokratischen Maßnahmen der hessischen Landesregierung und der Bundesregierung? DAS ist die Kernfrage, die sich mir angesichts Ihrer Äußerung, die u.a. das ZDF widergibt, stellt. Ist Holocaustverharmlosung OK, wenn sie von einem Bundespräsidenten kommt (Gauck), aber nicht OK, wenn sie von einer Demonstration ausgeht, angenommen, sie ging von der Demonstration aus? Ist Holocaustverharmlosung oder ist Antisemitismus tolerierbar und OK, wenn er in der taz (tageszeitung) steht, aber nicht OK und völlig katastrophal, wenn er auf Demonstrationen vorkommt, angenommen, er kam in Kassel vor? Ich komme auf die taz weiter unten zurück.

Wie Sie vielleicht wissen, bin ich Politikwissenschaftler und Direktor des Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA). Ich schätze die Arbeit des Auschwitz Komitees und finde es sehr bedeutsam. Die Analyse und Erinnerung an das präzedenzlose Verbrechen der Deutschen – die Shoah – ist ein zentraler Aspekt meines politischen und beruflichen Lebens, seit Mitte der 1980er Jahre (wir hatten schon in der Schule, 1986, das Thema Ernst Nolte und Holocaustleugnung).

Ich habe zur Kritik der Salonfähigkeit der Neuen Rechten promoviert (509 Seiten). 2018 kam ich u.a. im Radio WDR 5 (WDR 5 Scala (Radio), 3. Dezember 2018, ab 14:05 Uhr, zu dem Buch “Der Komplex Antisemitismus“, Moderation: Stefanie Junker, WDR 5 Scala – Hintergrund Kultur | 03.12.2018 | 10:23 Min. ) und WDR 3 (WDR 3 Mosaik (Radio), 4. Dezember 2018, ab 8:05 Uhr, zu dem Buch “Der Komplex Antisemitismus“, Moderation: Raoul Mörchen, WDR 3 Mosaik | 04.12.2018 | 10:31 Min. ) mit Interviews zu meinem umfassenden Werk „Der Komplex Antisemitismus“ (764 Seiten), wo ich auf alle möglichen Formen des heutigen und historischen Antisemitismus eingehe.

Ich habe auch Studien über die Gefahr des Islamismus publiziert (Schadenfreude. Islamforschung und Antisemitismus in Deutschland nach 9/11, 2011), ein Buch zur Kritik am späteren Bundespräsidenten Joachim Gauck, der den Holocaust verharmlost und mit der DDR analogisiert (Rot = Braun) (Ein Super-GAUck. Politische Kultur im neuen Deutschland, 2012). Aufgrund meines Post-Doc an der Yale University 2008/09 hatte ich viele Kontakte zu amerikanischen, britischen und internationalen Holocaust- und Antisemitismusforscher*innen. 2013 publizierte ich ein Buch in englischer Sprache – Antisemitism: A Specific Phenomenon (648 pages), mit Dutzenden blurbs (Belobigungen) von international renommieren Holocaust- und Antisemitismusforscher*innen wie Dr. Anthony Julius („A thorough, objective and intelligent analysis of the principal form taken by contemporary anti-Semitism“), der ja bekanntlich der Anwalt von Prof. Deborah Lipstadt im Prozess des Holocaustleugners David Irving gegen den Verlag Penguin Books und Lipstadt war. Es war der wohl bedeutendste Prozess gegen Holocaustleugnung in den letzten Jahren und er wurde von Lipstadt gewonnen. Es gibt auch einen Film zu dem Prozess, den Sie sicher kennen („Verleugnung“).

2010 bis 2015 war ich Fellow des Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA, Prof. Robert Wistrich (1945-2015), der 2015 vor der UN sprach und ganz gezielt den kommunistisch-antifaschistischen Schlachtruf  “no passarán” verwendete im Kampf gegen den Antisemitismus). 2014 war ich einige Monate Chefredakteur der Jüdischen Rundschau in Berlin, namentlich zur Zeit des Krieges gegen die islamistische Hamas im Gazastreifen.

Viele Juden und Israeli, Mediziner*innen und Wissenschaftler*innen haben an führender Position die Great Barrington Declaration und ein israelisches Pendant, das Common Sense Model, unterzeichnet, die einen „gezielten Schutz“ fordern, allerdings, das ist entscheidend, nur in Absprache mit den entsprechenden Menschen. Gezielter Schutz heißt ganz normales Leben für alle anderen. So wird es kommen, so oder so. Aber auf dem Weg dahin werden die Politiker*innen noch sehr viel tödliches Leid verursachen, hier und im Globalen Süden. Auch die Schulden werden zu unzähligen Toten führen, auch in Deutschland, über die nächsten locker 30 Jahre verteilt.

Unter den Unterzeichnern der Great Barrington Declaration ist der ehemalige IDF-Soldat und Chemie-Nobelpreisträger Michael Levit. Levit ist auch ein Berater des Gouverneurs von Florida, Ron DeSantis (dessen konservative und ehedem Pro-Trump Agenda man keineswegs goutieren muss). In einem Expertengespräch wurde deutlich, wie reflektiert und Risiken im Leben rational einschätzend Levit denkt. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den USA hochstehende wissenschaftliche Beratung zumindest einiger Bundesstaats-Regierungen wie in Florida. Solche Anhörungen eines Gouverneurs und von Experten werden – in Deutschland undenkbar, da viel zu transparent und demokratisch – auch im Fernsehen übertragen, wie Ende September 2020, als sich DeSantis u.a. von Levit und anderen Professoren in Epidemiologie und Medizin beraten ließ, wie die Öffnungen in Florida wissenschaftlich abgesichert sein können.

In diesem Gespräch erzählte der über 70-jährige Levit sehr locker, selbstbestimmt und cool, dass er sich erst kürzlich ein Motorrad gekauft habe – er möchte jeden Tag des Lebens genießen und weiß, dass sein Risiko an einem Motorradunfall oder etwas anderem zu sterben mit über 70 höher ist als mit 35 etc. Aber er möchte leben! Er hat keine sinnlose Angst vor einem Virus.

Wir wissen von der Universität Tübingen, dass wir eine 81-prozentige T-Zellen Immunabwehr gegen Corona haben – sonst würden auch nicht so enorm wenige Menschen „an“ Corona sterben. Fast alle Menschen merken gar nichts von einer „Infektion“, die also keine ist – denn ohne massive Vermehrung eines Virus wird man nicht krank. Aber die grotesken Tests (PCR) spüren noch kleinste Teilchen eines Virus nach, da sie massiv vermehrt, angereichert werden. Das sagt aber nichts über die Infektiosität eines Menschen aus, das sieht auch die WHO so – aber die Bundesregierung hält sich nicht daran und wird das auch so lange tun, bis sie nicht dafür verurteilt wird.

Haben Sie mal darüber nachgedacht, was Leben im Zeitalter von Corona heißt, Herr Heubner? Selbstbestimmtes Leben? Haben Sie sich mal mit Krankenpfleger*innen oder Intensivmediziner*innen unterhalten, die unter Tränen erläutern, wie isoliert und vereinsamt alte Menschen mit und ohne Corona dahin vegetieren und ohne jeden sozialen Kontakt auch ohne dieses Virus einfach sterben an Vereinsamung? Haben Sie jemals darüber nachgedacht?

Haben Sie ignoriert, dass allein im Frühjahr 2020 in England und Wales 10.000 demenzkranke Menschen völlig ohne Corona starben, weil sie nicht mehr aßen und tranken, da sie durchdrehten, da sie über Wochen und Monate kein Angehöriger, kein Freund oder Kumpel mehr besuchen DURFTE? Haben Sie das mitbekommen?

Was sind Ihre „Beweise“ für den (auch noch brutalen?) Antisemitismus und Rechtsextremismus auf der Demo in Kassel am 20. März 2021? Ich bin kein Freund der deutschen Fahne und habe 2017 ein Buch geschrieben: „Eine Alternative zu Deutschland“. Aber eine deutsche Fahne in Kombination mit einer großen gelben Fahne und einem Smiley-Gesicht darauf, wie sie auf der Demo zu sehen war, würde doch hardcore Faschisten und Nazis die Schamesröte ins Gesicht treiben, oder nicht?

Ich fände es angemessen, wenn Sie dem Demonstranten aus Kassel, der Sie und mich angeschrieben hat, antworten und begründen würden, warum diese Demonstration so gefährlich gewesen sein soll.

Wie Sie wissen sollten, liegt die Sterblichkeit von Corona bei 0,14 bis 0,23 Prozent – das sagt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Menschen unter 70 sind so gut wie nicht gefährdet bzw. so wie bei einer harmlosen oder schweren Grippe, je nach Alter. Das ist alles nicht im minimalsten Ansatz ein Grund für die größte Massenpanik seit 1945 – weltweit. Die 40.000 Toten, die „an“ oder „mit“ Corona im Jahr 2020 in Deutschland starben, indizieren gerade so gut wie keine Übersterblichkeit, das musste sogar die Panik-Postille Spiegel zugeben, basierend auf Daten des Statistischen Bundesamtes. Sprich: Es sind jene gestorben, die eh gestorben wären, daher auch das durchschnittliche Todesalter von 82 Jahren, mittlerweile liegt es bei 84 Jahren, jeweils höher als die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland.

Schauen Sie mir doch in die Augen und sagen Sie mir, sehr geehrter Herr Heubner, dass dies eine nie dagewesene medizinische Krise ist und deshalb der präzedenzlose Lockdown völlig angemessen und nicht verfassungsfeindlich ist. 1969/70 hatte die Influenza in Deutschland eine Infektionssterblichkeit von 0,29 ProzentCorona hat laut WHO maximal eine Infektionssterblichkeit von 0,23 Prozent. Unsere Intensivstationen waren zu keinem Zeitpunkt ausgelastet, das können Sie im Divi-Zentralregister locker nachprüfen – aber wollen Sie das überhaupt wissen? Diese Frage stellt sich mir: Wollen Sie die reale Situation rational begreifen? Wollen Sie rational erkennen, wie ungefährlich Corona für fast alle Menschen ist (sonst gäbe es keine Infektionssterblichkeit von 0,14 bis 0,23 Prozent, sondern 50 bis 100 Prozent wie in der Frühphase von HIV und AIDS).

Schauen Sie mir in die Augen und sagen Sie mir, dass Corona 10-mal tödlicher sei wie die Grippe, denn das ist die Agitation, wie sie u.a. von der Chefredakteurin der taz promotet wird.

Ich frage Sie abschließend, ob Sie auch fordern, dass die tageszeitung (taz) wegen Antisemitismus scharf kritisiert und als Gefahr für die Demokratie betrachtet werden sollte, weil dort behauptet wird, dass der Kolonialismus ein „größeres“ Verbrechen gewesen sei als die Shoah (ich habe dazu mehrfach publiziert, Sie finden das in meinem Buch Der Komplex Antisemitismus oder auf meiner Homepage). So wurde z.B. am 11. Juni 2017 in der taz folgendes antisemitische Statement publiziert, das Sie bis heute dort lesen können (22.03.2021):

Die Europäer müssen anerkennen, dass die Verschleppung der Afrikaner das größte Verbrechen in der Menschheitsgeschichte ist, größer noch als der Holocaust.

Die Person, die das sagte, war eine typische postkoloniale Hetzerin, die offenbar das Präzedenzlose von Auschwitz leugnet und den Holocaust nicht als das größte Verbrechen in der Geschichte der Menschheit betrachtet.

Es ist nun nicht so, dass die taz Texte nicht löscht. Ein sehr aufschlussreicher Artikel von zwei echten epidemiologischen Spitzenforscher*innen, Angela Spelsberg und Ulrich Keil, wurde am 10. August in der taz 2020 publiziert. Ich habe ihn auch zitiert. Doch jetzt wurde er online gelöscht, weil die taz keine wissenschaftliche Kritik an der irrationalen und unwissenschaftlichen Politik der Coronamassenpanik mehr zulässt:

Eine Leserin fragte bei der “taz” nach:

»Hallo!
Ich wollte den Gastbeitrag von Keil und Spelsberg lesen, musste aber feststellen, dass der weiter führende Link nicht funktioniert
https://taz.de/Ulrich-Keil/!a59990/, es erscheint die Fehlermeldung “Artikel 5701892 nicht vorhanden”
Ist das ein gebrochener Link oder erscheint der Artikel aus einem anderen Grund nicht? Bitte um Auskunft.
Schönen Gruss
N. «

Am 26.2. kam diese Antwort:

»Liebe N.,

wir haben diesen Text unzugänglich gemacht. Schon zum Zeitpunkt des Erscheinens waren die Grundannahmen der beiden AutorInnen mindestens umstritten – weshalb die Publikation auch im Haus auch prompt Streit auslöste. Doch nach kürzester Zeit wurde deutlich, dass es auch unverantwortlich wäre, wenn die taz den Beitrag weiter im Netz veröffentlichte. Denn es stellte sich heraus, dass er von LeugnerInnen der Pandemie genutzt wurde, um gesundheitlich regelrecht gefährliche Positionen zu unterfüttern. Dem wollten wir keinen weiteren Vorschub leisten.

Freundliche Grüße aus der taz«

Eine weitere Nachfrage der Leserin blieb unbeantwortet.

 

Was lernen wir daraus? Die taz verbreitet seit 2017 (um dieses extrem krasse Beispiel zu nehmen) die antisemitische Ideologie, dass Auschwitz weder präzedenzlos war, noch dass der Holocaust das größte Verbrechen in der Geschichte der Menschheit war. Einen ganz rationalen und kritischen Text zur Kritik an der Coronapolitik jedoch zensiert die taz im Nachhinein.

Eine ähnliche, den Holocaust auf postkoloniale Art und Weise verharmlosende Ideologie finden wir auch bei führenden Mitgliedern der Leopoldina, die behaupten, die rassistische Kolonialpolitik habe mehr oder weniger das Muster abgegeben für Auschwitz. Eine unerträgliche Holocaustverharmlosung. WAS sagen Sie dazu?

Die Leopoldina ist zudem ein zentraler Baustein der totalitären Coronapolitik von Angela Merkel.

Wenn Ihnen die Kritik am Antisemitismus wirklich wichtig ist, Herr Heubner, wovon ich ohne Zweifel ausgehe, dann könnten Sie doch auch mal bei der taz anfragen, warum sie antisemitische Texte publiziert und auch nach Kritik nicht löscht (meine Kritik an diesem Text wurde in meinem Buch „Der Komplex Antisemitismus“ 2018 publiziert), aber seriöse Forschung zur Kritik an der Coronapolitik sehr wohl löscht, was beweist, dass die taz mitunter Texte löscht und zensiert. Doch antisemitische Texte und Interviews scheinen nicht dazu zu gehören.

Das gleiche gilt für die BDS-Bewegung und ihre massive Verbreitung im Mainstream, wie bei Goethe-Instituten, beim Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin etc. Auch hier wäre eine scharfe Kritik von Ihrer Seite angebracht, wenn Sie sich doch öffentlich gegen Antisemitismus, auch den antizionistischen (davon gehe ich aus) wenden.

Es gibt antisemitische Tendenzen bei vielen Verschwörungswahnwichteln (so nenne ich diese Leute), auch in der Anti-Coronamaßnahmen-Szene, z.B. jene, die glauben, hinter dem 11. September stünden ganz geheime Mächte und nicht erwiesenermaßen Jihadisten und Islamisten wie Bin Laden und Mohamed Atta. Es gibt auch brasilianische Cartoonisten, iranische Politiker wie auch amerikanische Neonazis, die Corona Juden und Israel in die Schuhe schieben, wieder andere sehen George Soros oder Bill Gates dahinter. Das darf jedoch nicht dazu führen, eine rationale Kritik – und kein Ressentiment – gegen Bill Gates zu formulieren, wie es vor 2020 auch üblich war.

Und wenn Politikerinnen wie Angela Merkel geradezu drohen, dass die Pandemie erst „zu Ende sei, wenn alle Menschen (!) geimpft sind“, dann sehe ich darin ein riesiges Problem für die Demokratie und die ganze Welt. Es werden sich nämlich nie im Leben alle Menschen impfen lassen gegen ein so harmloses Virus, das in Afrika oder Asien prozentual fast niemanden tötet – es ist eine „Epidemie der Alten“, wie es der medizinische und epidemiologische Experte und Professor Matthias Schrappe nennt.

Sehr geehrter Herr Heubner, Sie erinnern sich bestimmt an die Mescalero-Affäre im Jahr 1977. Ein Autor hatte eine „klammheimliche“ Freude empfunden als der Tod von Generalbundesanwalt Buback bekannt wurde. Buback wurde von der RAF ermordet und war zuvor zu einem Symbol der zynischen und völlig kompromisslosen Politik gegenüber der Linken und der RAF geworden. Slogans wie „macht aus Buback Zwieback“ sind erstmal lustig, solange sie zu keiner Konsequenz führen, aber nach dem Mord bleibt einem der Zwieback dann im Halse stecken. DAS ist der Unterschied zwischen Linken und Rechten. Das schreibt auch Mescalero selbst:

Warum liquidieren? Lächerlichkeit kann auch töten, zum Beispiel auf lange Sicht und Dauer. Unsere Waffen sind lediglich Nachahmungen der militärischen, sondern solche, die sie uns nicht aus der Hand schießen können. Unsere Stärke braucht deswegen nicht in einer Phrase liegen (wie in der ‚Solidarität‘). Unsere Gewalt endlich kann nicht die Al Capones sein, eine Kopie des offenen Straßenterrors und des täglichen Terrors: nicht autoritär, sondern antiautoritär und deswegen umso wirksamer. Um der Machtfrage willen (o Gott!) dürfen Linke keine Killer sein, keine Brutalos, keine Vergewaltiger, aber sicher auch keine Heiligen, keine Unschuldslämmer. Einen Begriff und eine Praxis entfalten von Gewalt/Militanz, die fröhlich sind und den Segen der beteiligten Massen haben, das ist (zum praktischen Ende gewendet!) unsere Tagesaufgabe. Damit die Linken, die so handeln, nicht die gleichen Killervisagen wie die Bubacks kriegen.

Ein Göttinger Mescalero.

Mescalero wendet sich also gegen die RAF und gegen mörderische Gewalt, das ist die Pointe. Doch der Helmut-Schmidt-Mainstream wollte das nicht lesen und hören, sondern denunzierte jeden Menschen, der nur das Wort „klammheimlich“ in den Mund nahm. Das ist heute nicht anders, nur krasser, wer die Coronapolitik wissenschaftlich, evidenzbasiert und demokratietheoretisch analysiert und kritisiert, wird fast immer ins Lager der „Corona-Leugner“ schubladisiert. Das ist einfach und perfide. Dabei leugnet so gut wie niemand das Virus an und für sich.

Die Analyse der Mescalero-Affäre durch Peter Brückner wäre ein weiteres höchst spannendes Kapitel linxradikaler Theorie- und Praxis-Geschichte. Motto, nie war es passender als 2020/21:

Haben Sie Heut‘ schon Ihren Maulkorb gelüftet?

Ganz grundsätzlich, sehr geehrter Herr Heubner: Sie müssen kein Anarchist sein, um zu verstehen, dass der Staat kein Recht hat, uns die Beine zu brechen, damit wir nicht beim Radfahren andere Mitmenschen gefährden. Die politische Kultur ist so autoritär und, ja, totalitär wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Dagegen waren die Zeiten von Mescalero geradezu harmlos! Und das will was heißen.

Haben Sie sich mal damit beschäftigt, was mit Lehrerinnen und Lehrern heutzutage passiert, die sich politisch und medizinisch gebildet auf demokratische Weise gegen die Coronapolitik aussprechen? Hexenjagd ist das entsprechende Wort dafür!

Die Krankenhäuser waren zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise überlastet – es gab 2020 so wenige Patient*innen wie schon lange nicht mehr. Schweden hat eine niedrigere Todesrate wg. Corona als Frankreich, UK, Italien, Spanien – ohne jeden Lockdown, die Schulen waren immer geöffnet (bis zum Alter von 15) und es gab keine Maskenpflicht. Es gibt viele Studien die beweisen, dass Lockdowns nichts bringenaußer Panik und soziale, kulturelle, ökonomische, psychische Verwerfungen ungeahnten Ausmaßes. Restaurants waren in Schweden zu jedem Zeitpunkt offen. Es wurde an die Selbstverantwortlichkeit der Menschen appelliert.

Eine dänische Studie hat bewiesen, dass das Tragen einer Maske nichts bewirkt, die Kontrollgruppe ohne Maske hatte nicht mehr „Infektionen“ als jene mit Maske. Doch wir wissen (wissen Sie es?), dass rationale und wissenschaftliche Argumente nichts zählen. Merkel ist so fanatisch wie kein Kanzler vor ihr – sie ist völlig eingeigelt im Kokon des Gruppendenkens (ich schrieb darüber, Sie erinnern sich vielleicht).

Es ist noch viel krasser: Es wäre sehr gut gewesen, wenn sich seit März 2020 alle Kinder und Menschen unter 65 umgehend mit diesem harmlosen Virus angesteckt hätten – einige wäre etwas „schlapp“ gewesen oder hätten einen Husten bekommen, wie bei der Influenza, die 2020/21 fast völlig ausblieb (!), aber wer keine extreme Immunschwäche hat, übersteht das. Ausnahmen gibt es immer, sie bestätigen, wie harmlos dieses Virus insgesamt ist. Aber diese Herdenimmunität wurde uns verweigert – inklusive der Schwächung unserer Immunsysteme insgesamt.

Was glauben Sie wohl, was passiert, wenn Menschen ein Jahr lang so gut wie keinen anderen Menschen treffen? Damit kommt dieser Mensch auch mit keinen anderen Keimen, Bakterien, Viren, Erregern aller Art in Kontakt – das jedoch ist existentiell für Menschen, nur und nur so bildet sich ein Immunsystem, für Kinder und alle Menschen ist das überlebensnotwendig. Von den sozialen Verwerfungen der a-sozialen Distanz nicht zu schweigen.

Jetzt plant die Bundesregierung und mit ihr die Landesregierungen, ihr kriminelles Handeln – das Bundesverfassungsgericht wird diese Politik in einigen Jahren aller Voraussicht nach als verfassungswidrig verurteilen, dann wird Merkel in Rente sein, aber auch keine Immunität mehr haben, by the way – auszuweiten. Jetzt sollen alle Menschen immer und überall getestet werden. Gesunde Menschen auf ein Virus zu testen ist Ausdruck eines totalitären Hygienismus.

Es wird noch absurder, da ja selbst dieser Hygienestaat bislang sich noch nicht traut, diese Maßnahmen auch auf Supermärkte oder Apotheken auszuweiten. Sprich: Ein Großteil aller Menschen geht täglich in den Supermarkt. Das geht zwar auch nur mit totalitärer Maske, aber theoretisch kann man da hingehen. Doch in alle anderen Geschäfte, wo jeweils viel weniger Menschen sich aufhalten, Bekleidungsgeschäfte, Schuhgeschäfte, Optiker, Massagesalons, Theater, Kinos, Restaurants, Flugzeuge etc. pp., da soll ein Test notwendig sein?

Jeder denkende Mensch sieht den Widerspruch: Man hat das Recht, sich in einem Supermarkt mit dieser angeblich tödlichen Seuche anzustecken, aber in einem Restaurant paar Stunden später darf man nicht ohne negativen Test sitzen, nicht mal im Freien. Dabei wird es selbst der chinesischte Polizeistaat nicht schaffen, allen Menschen zu verbieten, sich eine Pizza zu holen, und in einem Park zu verspeisen, grade im Frühjahr, Sommer und Herbst (in Florida oder Kalifornien, Israel etc. das ganze Jahr).

Kurzer Rede, langer Sinn, sehr geehrter Herr Heubner:

Sie merken, ich habe eine „klammheimliche“ Freude ob der 20.000 Menschen, die letzten Samstag die CoronaVerordnung in Hessen pulverisierten, „Ordnungwidrigkeiten“ begingen, die nicht geahndet werden konnten und insgesamt die Polizei lächerlich machten. Es gab sogar, oh Wunder, seriöse Polizistinnen, die sich mit den Demonstrant*innen solidarisierten!!

Screenshot

Diese Menschen auf der Demonstration haben ihr Gesicht gezeigt, gelacht, geschmunzelt, gesungen, geschrien, vor Freude geweint, die Mundwinkel verzogen, geküsst und Luftküsse verteilt. Wie Mescalero wollten diese Menschen gerade keine Gewalt anwenden, sie waren nicht bewaffnet und vor allem wollten sie „keine Killervisagen“ bekommen, wie Mescalero unterstrich. Unsere Politiker*innen haben exakt solche Killervisagen und deshalb ist es auch gut, wenn diese Menschen eine Maske verwenden.

Aber für die Gesellschaft insgesamt ist die Maske tödlich, sie tötet den sozialen Zusammenhalt.

Gerade durch den Lockdown starben noch mehr alte und kranke Menschen, deshalb hat Merkel den Lockdown seit November immer wieder verlängert – sie ist lernresistent, extrem irrational und dogmatisch und so unwissenschaftlich wie kein Kanzler vor ihr. Doch da die gesamte politische Klasse so handelt, fällt ihr Fanatismus nicht auf.

Die Demonstrant*innen von Kassel am 20. März 2021 sendeten ein Fanal der Freiheit. Sie werden von Historiker*innen als jene erinnert werden in vielen Jahren, die mit dazu beigetragen haben, dass der Corona-Wahnsinn ein Ende hatte. Und der Coronawahnsinn wird aufhören. So oder so. Die Politik möchte noch viele Opfer, sie möchte uns alle biopolitisch züchtigen, wie noch nie eine „Demokratie“ Menschen gezüchtigt hat. Aber sie werden verlieren, weil sich am Ende doch die Rationalität und Verhältnismäßigkeit und vor allem das Lachen durchsetzen werden. Ist so.

Verstehen Sie, was ich meine?

Mit freundlichen Grüßen,

Clemens Heni

 

 

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Danke Nena, Danke Kassel – Über eine 1983er Jahre Ikone, Demokratie, gute Nachrichten des RKI, Gates und die Polizei-Liebe bei der Tagesschau

Von Dr. phil. Clemens Heni, 27. März 2021

Nena, die 1983er Jahre Pop-Legende (“99 Luftballons”),

hat sich vor wenigen Tagen mit nur zwei Worten als eine der ganz wenigen in Sachen Corona kritischen, selbst denkenden und mutigen Berühmtheiten der Rock-Pop-Musik-Szene geoutet, als sie nach den Demos in Kassel vom letzten Samstag, den 20. März 2021, auf Instagram postete:

Danke Kassel.

Es gibt eine sehr differenzierte, positive Würdigung dieses Statements in der WELT vom 26. März 2021 von Andreas Rosenfelder. Er schreibt:

In Deutschland hat sich ein neues Ritual herausgebildet. Immer dann, wenn irgendwo eine Demonstration gegen die Corona-Politik stattfindet, teilen Journalisten und Politiker in den sozialen Netzwerken Videoschnipsel, auf denen tanzende, trommelnde oder in Gruppen durcheinanderlaufende Menschen zu sehen sind – versehen mit Kommentaren es Abscheus und des Entsetzens. Der Abscheu zielt meistens darauf, dass es überhaupt noch Unbelehrbare gibt, die gegen jene Maßnahmen protestieren, an die sich doch alle anderen halten – zumindest offiziell. Das Entsetzen hingegen entzündet sich daran, dass die Demonstranten keine Masken tragen – oder, wie es gerne im unpersönlichen Stil eines Polizeiberichts heißt, Abstände nicht eingehalten werden. ‘Aerosolparty’ – so nennt man das dann voller Ekel, wenn auch auf dünner Faktenbasis, denn die  Erkenntnisse der Aerosolforscher deuten auf ein sehr geringes
Ansteckungsrisiko im Freien hin.

Rosenfelder geht sehr wohl kritisch auf die “Querdenken-Bewegung” ein, auf esoterische Tropen bei Nena, auf ihren Bezug zum verschwörungsideologischen Xavier Naidoo und einige andere abstossende Referenzen – aber das hat alles überhaupt nichts mit der herausragenden, demokratischen und kritischen Positionierung von Nena für die Demonstration in Kassel zu tun.

Der WELT-Feuilleton-Ressort-Leiter schreibt:

Die medialen und politischen Kommentare zu Kassel allerdings drehten die Perspektive um – und erweckten den Eindruck, die Demonstranten hätten einen Anschlag auf die Demokratie verübt. ‘Es entsetzt mich’, so formulierte es Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) in einem sehr unangenehmen Sound, ‘dass Infektionsschutz, demokratische Ausübung der Versammlungsfreiheit und auch menschlicher Anstand in großen Teilen schlicht nicht vorhanden waren.’

Andreas Rosenfelder resümiert treffend:

Diese pauschale Verächtlichmachung von Demonstrationen gehört sich in einem Rechtsstaat nicht. Die Öffentlichkeit ist nämlich kein Exerzierplatz für hygienepolitische Manöver, sondern die manchmal etwas wilde Bühne der Demokratie. Es ist grundsätzlich eher gut als schlecht, wenn sie in Anspruch genommen wird. Nenas ‘Danke Kassel’ ist eine kleine Erinnerung an diesen Umstand. Dafür könnte man ihr – selbst wenn man die Ziele der Demonstranten nicht teilt und ihr Verhalten missbilligt – ein kleines bisschen dankbar sein. (Herv. CH)

Doch genau jene “hygienepolitische[n] Manöver” vermisst die Tagesschau, so wirkt deren Berichterstattung. Für tagesschau.de schreibt der “Faktenfinder” Andrej Reisin – den ich, rückblickend: leider, 2012 in einem Sammelband zur Kritik an Joachim Gauck publizierte –

Folgendes:

Für den Journalisten Olaf Sundermeyer, der seit langem von den Demonstrationen berichtet und in Kassel für den RBB vor Ort war, handelt es sich dagegen ‘schlicht um eine absolute Fehleinschätzung der Polizei in Nordhessen’. Es sei ‘das Wesen dieser Proteste, dass sie den Staat vorführen, die Polizei lächerlich machen’ wollten. Für Beobachter der Szene sei anhand der Mobilisierung ‘glasklar’ gewesen, dass in Kassel die größte Veranstaltung des Wochenendes geplant gewesen sei. ‘Man hat einfach versäumt, aus den Erfahrungen des letzten Jahres an anderen Orten zu lernen.’

Man merkt richtig, wie Reisin und seine Kumpels oder Gesprächspartner innerlich kochen, weil es die Demokraten geschafft hatten, die Polizei in der Tat “lächerlich” zu machen – daher ja die nicht zwingend ‘klammheimliche’ Freude von Liberalen, Linken und Demokraten, dass diese Demonstrationen von 20.000 Menschen in Kassel trotz Verbot stattfanden, und zwar ohne Abstand, ohne Maskenwahn und mit Freude, Liebe und Lachen.

Hätte Reisin sich mal intensiver mit der Szene der Maßnahmen-Kritiker*innen befasst, hätte er gemerkt, dass dort sehr viele konservative und sonstige Freund*innen der Polizei auftreten. Auf vielen Kundgebungen wird das Verhalten der Polizei gewürdigt und nur selten kritisiert. Polizist*innen werden als potentielle Verbündete gesehen – etwas, was es auf linken Demos nie geben würde.

Doch Freude, Liebe und Lachen und eine rationale Einschätzung der Gefahrenlage durch Corona ist bei der Tagesschau offenkundig seit März 2020 verpönt. Kritiker*innen werden diffamiert und denunziert. So gut wie kein Anti-Coronamaßnahmen-Kritiker “leugnet” das Coronavirus. Das ist schlichtweg eine der größten Lügen der Panikindustrie. Es gibt Neo-Nazis und andere Spinner, die das Virus leugnen – aber auf den Anti-Maßnahmen-Demos wird fast immer betont, dass es das Virus offenkundig gibt, es um den Schutz der Schutzbedürftigen hätte gehen müssen, von Anfang an, aber die “Maßnahmen” jeder Verhältnismäßigkeit und einer Demokratie spotten. Darum geht es!

Die Tagesschau könnte, wäre sie tatsächlich an Fakten interessiert, zum Beispiel erwähnen, dass das RKI – das verschweigt dessen Leiter Wieler ganz gezielt, wie es scheint – mit seinen Zahlen zeigt, dass die Zahl der hospitalisierten alten und sehr alten Menschen seit Anfang Januar 2021 bis Ende März 2021 sehr stark zurückgegangen ist.

So ist vor allem die Zahl der Menschen über 80, die wegen Covid-19 (oder nur einem positiven Test auf SARS-CoV-2 !) hospitalisiert wurden, von 5002 Ende Dezember 2020 in der Woche 51/20 auf nur noch 2352 Anfang Februar (Woche 5/21) gefallen. Aktuell, in der in Frage stehenden Demo-Woche von Kassel (Woche 11/21 vom 15.-21. März) waren es nur noch 836 Menschen über 80! Das sind doch ganz herausragende Neuigkeiten. DAS wäre berichtenswert. Das sind Fakten, die aber kaum jemand finden möchte.

DAS wäre also eine Nachricht für die Tagesschau:

Kaum noch alte Menschen wegen Corona hospitalisiert. Von Ende Dezember bis Mitte März sank die Zahl der Über-80-jährigen, die mit einem positiven Test auf das Virus SARS-CoV-2 hospitalisiert wurden, von 5002 auf nur noch 836 Menschen pro Woche.”

Doch bringt die Tagesschau diese Neuigkeit? Oder das Heute-Journal? Welcher seriöse Richter der Welt würde angesichts solcher Zahlen Lockdowns, Maskenpflicht und das Zerstören jeglicher sozialen Beziehungen, den wirtschaftlichen Ruin unzähliger Einzelhänder*innen, das soziale, kulturelle und psychische Ende von über 1,2 Millionen Kulturschaffenden hinnehmen? Doch haben wir noch seriöse Richter*innen, von wirklich ganz wenigen Ausnahmen abgesehen?

Oder wiederum ein Blick auf die Gesamtbelegung der Intensivstationen in Krankenhäusern in Deutschland. Die Belegung ist seit Mai 2020 bis Ende März 2021 exakt gleich geblieben, mit ganz kleinen Schwankungen, zwischen 19.000 und 21.000. Es gab zu keinem Zeitpunkt auch nur irgendeine signifikante Erhöhung der Patient*innen auf ICUs – DAS soll die größte medizinische (!) Krise seit 100 Jahren sein? Welcher rationale Mensch glaubt das? Antwort: Fast alle glauben das, weil sie irrational gemacht wurden (oder schon latent waren), weil die Tagesschau und alle anderen Mainstreammedien die Wahrheit oder die Realität nicht angemessen berichten (auch hier gilt: es gibt Ausnahmen, die die Regel bestätigen).

Was nun wirklich eine Krise ist, ist der Rückgang der freien Betten auf ICUs – von 10.224 am 2. Juli 2020 auf 3284 am 26. März 2021. Dabei lagen am 2.7.20 sogar MEHR Patient*innen auf Intensivstationen als heutzutage: 20.780 (2.7.20) zu 20.724 (26.3.21). DAS ist erklärungsbedürftig und könnte die unseriöse Arbeitsweise fast aller Krankenhausgesellschaften indizieren. Müssten nicht heute viele Tausend Betten mehr ausgelastet sein als im Sommer wie am 2. Juli 2020? Warum fabulieren die Politiker Ende Märze, die “schwerste Zeit der Epidemie” läge vor uns – wenn doch am 26.3. weniger Patient*innen auf Intensivstationen liegen wie am 2.7.?

Wie ist es möglich, dass insgesamt exakt gleich viele Patient*innen auf ICUs lagen und liegen, aber am 2.7.20 nur 325 mit einem positiven Test auf SARS-CoV-2, am 26.3.21 hingegen 3323? Wie soll das gehen? Warum bleibt die Gesamtzahl aller Patient*innen immer gleich? Warum sind weiterhin mehr als 3000 Betten frei? DAS soll ein Notstand sein, der das Aussetzen fast aller Grundrechte rechtfertigt?

Da die Krankheit Covid-19 für Menschen über 80 am allergefährlichsten werden kann und bislang das durchschnittliche Todesalter zwischen 82 und 84 Jahren lag (also über der durchschnittlichen Lebenserwartung von 81 Jahren in der BRD, was schon zeigt, was für eine für die Allgemeinheit relativ harmlose Erkrankung Covid-19 ist), wird sich die Sterblichkeit ganz extrem reduzieren und die Zahl der Todesfälle noch mehr abnehmen, nachdem es ja schon 2020 so gut wie keine Übersterblichkeit gab.

Ob dieser enorme Rückgang der Hospitalisierungen der Über-80-jährigen an der Impfung (egal ob mit Arsen– Astra-Zenica oder Pfizer/BioNTech) liegt, die ja so ungewöhnlich heftige Nebenwirkungen gerade auch bei jüngeren Impflingen haben kann (oder zu einem möglichen massiven Anstieg der Todeszahlen nach der ersten Dosis Pfizer/BioNTech in Israel im Winter führten?), wissen wir nicht. Von den Langzeitfolgen wissen wir auch nichts.

Nie vergessen sollten wir die wirklich totalitäre Impfideologie von Kanzlerin Angela Merkel. Folgende Äußerung vom Februar 2021 ist eine Kampfansage an die freie Entscheidung von Menschen, sich impfen zu lassen – Merkel möchte sie offenbar zwingen:

Fr, 19.2.2021 19:00 Uhr: „Die Pandemie ist erst besiegt, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind“, erklärte Bundeskanzlerin Merkel nach der Videokonferenz mit den Staats- und Regierungschefs der G7.

Der Zwang liegt darin – und alle Ministerpräsidenten folgen ihr dabei -, dass es ohne Impfung kein normales Leben mehr geben wird. Doch nie im Leben werden sich alle impfen lassen, das weiß Merkel. Sie möchte damit den Lockdown auf alle Zeiten, viele Jahre nach ihrem Ausscheiden aus der Politik (BRD) im September 2021 fortführen lassen, auf die eine oder andere Weise. Es ist totalitär, alle Menschen impfen zu wollen – ja, noch viel totalitärer: Sie will die GANZE Welt impfen lassen. Und damit sekundiert sie Bill und Melinda Gates, die ja überhaupt keine Demokraten sind und keinerlei demokratischer Kontrolle unterliegen. Sie dürften – wäre die Welt demokratisch – überhaupt nichts zu sagen haben. Es sind Kapitalisten, die die Welt nach ihren zweckrationalen Methoden strukturieren wollen.

Aus diesem Satz von Merkel spricht ein solcher größenwahnsinniger, die Menschheit beglückender, weil biopolitisch kontrollierender Wahnsinn, dass er einem Angst macht wie kein zweiter Satz dieser Kanzlerin in ihrer viel zu langen Amtszeit (in den USA kann kein Präsident länger als 8 Jahre regieren und das ist auch gut so).

Es zeigt sich auch, wie unfassbar uninformiert Merkel über das Wort Immunität ist. Menschen, die Corona überstanden haben (also fast alle, die je mit SARS-CoV-2 in Berührung kamen), haben eine natürliche Immunität via Antikörper, die die T-Zellen Immunität, die 81 Prozent von uns haben (Uni Tübingen) ergänzt. Zu sagen, nur eine Impfung könne ein so harmloses Virus wie Corona besiegen ist irrational, unwissenschaftlich und extrem gefährlich. “Besiegen” müssen und können wir einen Grippeerreger wie Corona überhaupt nicht. Das ist unrealistisch, nicht erstrebenswert und äußerst dumm – oder aber perfide, weil die taktisch und strategisch raffinierte Kanzlerin weiß, dass sie mit diesem totalitären Satz die Corona-Krise für nicht beendbar hält. Es wird nie aufhören – das ist der feuchte Traum von Klabauterbach, Drosten, Merkel und der linken ZeroCovid-Fraktion, die nicht links, sondern ebenso totalitär ist.

Es ist auch die Ideologie von Bill Gates. Die Politologin Barbara Unmüßig vom Vorstand der Heinrich Böll Stiftung hat 2017 eine relativ scharfe Kritik an der Bill & Melinda Gates Stiftung (BMGS) publiziert (“Wohlwollende Alleinherrscher”). Darin greift sie die kapitalistische Agenda von Gates, die Abhängigkeit der WHO von der BMGS und die Ausbeutung zumal afrikanischer Länder durch landwirtschaftliche Projekte an. Unmüßig schreibt zudem gegen Gates und die BMGS:

Zudem kommt bei diesem Ansatz die Bekämpfung der Krankheiten selber zu kurz. Eine Impfung macht einen Menschen nicht gesund. Auch Hunger, Durst, Armut und soziale Ungleichheit tragen dazu bei, dass Menschen krank werden.

2021 scheint sie das alles vergessen zu haben und lamentiert über das langsame Impftempo weltweit und die ökonomische Ungleichheit, die dazu führe, dass der Globale Süden so gut wie keinen Corona-Impfstoff bekommen würde. Doch brauchen Afrika und Asien einen Impfstoff gegen eine “Pandemie der Alten” (Prof. Matthias Schrappe)? Was sagt denn Unmüßig über die extreme Zunahme von Hunger und Tod im Globalen Süden wegen der Lockdownpolitik der Grünen, von CDU/CSU, SPD, FDP, Freien Wählern, ja weltweit?

In Deutschland starben bislang ca. 900 von 1 Mio Menschen an Corona, in den USA 1600, man sieht, dass fast nur europäische und amerikanische Länder überhaupt von der “Pandemie” betroffen sind.

Es gibt ganz wenige afrikanische Länder, die eine relevante Anzahl an Toten haben, aber das sind jene Länder mit starken Bezügen zu Europa. Die allermeisten afrikanischen und asiatischen Länder haben so gut wie kein Problem mit Corona, hier ausgewählte Zahlen (Tote pro 1 Mio EW):
Namibia 193, Ägypten 113, Gambia 65, Senegal 60, Sudan 45, Kongo 24, Ghana 23, Kamerun 22, Mali 18, Togo 13 und im mit Abstand größten afrikanischen Land Nigeria gab es bislang sage und schreibe 10 Tote auf eine Million Einwohner (nochmal: in Deutschland sind es 900 und das ist auch keine Krise und überhaupt keine relevante Übersterblichkeit).

In Asien sieht es noch harmloser aus: Indonesien 145, Malediven 121, Philippinen 118, Indien 116, Japan 71, Bangladesch 53, Malaysia 38, Südkorea 33, Hongkong 27, Sri Lanka 26, Singapur 5, China 3, Thailand 1, Vietnam 0,4, Taiwan 0,4, Kambodscha 0,3.

Soviel dazu, dass eine weltweite Impfung völlig unnötig ist bei einem respiratorischen Virus, das mit einer schweren Grippe vergleichbar ist und fast nur alte und vor allem sehr alte und sehr kranke Menschen betrifft (für die Langsamblicker*innen: Es gibt immer Ausnahmen, das ist der Witz an der Ausnahme, dass sie die Regel bestätigt). Für die biopolitische Herrschaft über die ganze Welt (ohne dass man hier fantasieren muss, dass Menschen gechipt werden durch die Impfung etc.) ist dieser Auftrag, den Merkel sich und den Herrschenden gibt, extrem wichtig: Erst wenn alle Menschen sich gegen ein soooo harmloses Virus haben impfen lassen, sei diese Pandemie, die gerade keine weltweite Krise ist (die Krise besteht im Lockdown!, nicht in der Gefahr durch das Virus), zu Ende. Kein Bundeskanzler vor Merkel hat je eine so brutale Drohung ausgesprochen.

Also warum Barbara Unmüßig ihre Kritik an Bill Gates und der Bill & Melinda Gates Stiftung von 2017 gerade 2020 und 2021 offenbar nicht wieder hervorzieht und untermauert, da doch Gates – wie Merkel – auf brutale Weise angekündigt hat, dass er die ganze Welt impfen wolle, das ist schleierhaft oder doch eher bezeichnend (Böll-Stiftung).

Ob also der sehr erfreuliche Rückgang der Hospitalisierungen der Über-80-jährigen an der Impfung, am Wetter oder daran liegt, dass einige alte Menschen wieder Besuch bekommen (wenn auch weiterhin perfide reduziert) oder weniger Ansprachen, Podcasts und Tweets von Merkel, Söder, Klabauterbach, Drosten, Wieler und Müller konsumieren und somit auf unterschiedliche Weise ihr Immunsystem stärken, oder ob es viel bessere frühzeitige Behandlungsmethoden gibt – das wissen wir nicht und können es nicht wissen, woran der enorme Rückgang in kurzer Zeit genau liegt. Womöglich ist es eine Mischung aus verschiedenen Faktoren.

Es ist jedenfalls eine sehr gute Nachricht, dass kaum noch sehr alte Menschen über 80 schwer an Covid-19 erkranken und ins Krankenhaus müssen. Auch von den 60-79-jährigen erkranken aktuell viel weniger Menschen an Covid-19 (obwohl die gar nicht in der Impfpriorisierung ganz vorne mit dabei sind). Doch warum kommt diese Nachricht nicht in den Nachrichten?

Und all jene, die jetzt fantasieren, dass junge Menschen ganz enorm stark betrofffen wären und sich die Anzahl der jüngeren Covid-19 Patient*innen erhöhen würde, muss ich enttäuschen. Die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) (Stand 23.03.2021) – und entgegen der Panikindustrie basieren ‘wir’ Kritiker*innen unsere Analysen ja auf den offiziellen Zahlen – geben es nicht her (Stand 21. März 2021, also einen Tag nach der Kassel-Demo).

Auch in der Altersgruppe der 60-79-jährigen ist die Zahl der Hospitalisierten also von 4293 (51/20) über 2212 (5/21) auf nur noch 1114 (11/21) gefallen. Bei der ach-so-extrem-stark betroffenen Gruppe aus dem Herzen der Gesellschaft, den 35-59-jährigen sank die Zahl der Hospitalisierungen von 2138 (51/20) über 1068 (5/21) auf jetzt nur noch 762 (11/21). Die Zahlen der Hospitalisierungen von Kindern war und ist vernachlässigenswert und hat sich seit Woche 51/20 bis Woche 11/21 auch reduziert (von 83 auf 53 bei den 5-14-jährigen, von 78 auf 62 bei den 0-4-jährigen, wobei weiterhin gilt, dass eine Influenza für Kinder ohnehin deutlich gefährlicher sein kann, wie jeder seriöse Arzt und jede seriöse Ärztin bestätigen wird). Bei den 15- bis 34-jährigen hat sich die Zahl ebenso reduziert (krasse Mutanten!), und zwar von 691 (51/20) über 336 (5/21) auf 306 (11/21).

Und noch mehr, auch das kann man als Neu-Epidemiologe lernen, wenn man denn möchte: Der Prozentsatz derjenigen, die positiv auf dieses Virus (SARS-Cov-2) getestet wurden und hospitalisiert werden, sinkt auch seit Wochen. Von 10 % (51/20) über 12 % (5/21) auf nur noch 5 % in Woche 11/2021 – bei deutlich erhöhten positiven Tests: Von 174.941 “Fällen” in Woche 51/20 über 64.661 in 5/21 hin zu wieder mehr “Fällen” in Woche 11/21: 91.523 – ABER dieser vorgeblich starke Neuanstieg der “Fälle” spiegelte sich nicht in den Hospitalisierungen wider. Letztere sanken von 12.293 (51/20) über 6.049 (5/21) auf 3138 (11/21).

Es wäre eine sehr interessante empirische Forschung zu schauen, wie die Krankenhäuser Patient*innen deklarieren – ob bereits hospitalisierte plötzlich umdeklariert werden und ein Intensivfall wegen einem Herzinfarkt plötzlich ein Corona-Fall wird, oder ein Krebspatient im Endstadium und so weiter. Jedenfalls steigen die Zahlen der belegten Intensivbetten überhaupt nicht, nur die Anzahl der Covid-19-Fälle steigt leicht – doch das widerspricht der massiv reduzierten Anzahl der ingesamt (Normalstation und ICU) wegen Corona Hospitalisierten, von 12.293 in Woche 51/20 auf 3138 in der Woche vom 15. März (11(21).

Das heißt, immer weniger Menschen, die positiv getestet werden, werden schwer krank. Das wäre eine Neuigkeit auch für die Tagesschau. Und selbst der aktuelle leichte Anstieg der Patient*innen auf Intensivstationen zeigt, dass sich das Virus massiv abschwächt – trotz der von den Panikindustrie seit Monaten (!) hochgejubelten “Mutanten”.

Während es nämlich am Beginn der Herbst/Winter-Grippesaison nur 8 Tage dauerte – vom 6. bis 14. November 2020 -, bis sich die Zahl der Hospitalisierten von einem Niveau von ca. 2700 um 600 Patienten erhöhte, dauerte es aktuell doppelt so lange.

Sprich: Am 6.11.2020 lagen 2745 Patienten mit der Diagnose positiver Test auf SARS-CoV-2 auf der Intensivstation, am 14.11. waren es 3315. Also in 8 Tagen ca. 600 Patienten mehr.

Am 12. März 2021 lagen 2747 Menschen mit einem positiven Test auf SARS-CoV-2 auf der Intensivstation, am 26. März sind es 3323. Das sind ebenso ca. 600 Patienten mehr, aber es dauerte 14 Tage, also aktuell fast doppelt so lange wie noch im November. Und selbst im November war das nicht annähernd dramatisch und führte zu keinerlei Überlastung des Gesundheitssystems. Sind diese hardcore Mutanten so unsagbar gefährlich, dass es fast doppelt so lange dauert, bis Menschen daran schwer erkranken?

Das sind Fakten. Doch wofür interessiert sich der “Faktenfinder” der Tagesschau? Dafür, ob die Polizei bei der nächsten Großdemo gegen die totalitäre Coronapolitik so richtig brutal durchgreift und auch die 76-jährigen Opas und Omas mit dem Knüppel behandelt oder wenigstens mit dem Wasserwerfer durch die Luft wirbelt (man konnte im Livestream aus Kassel sehen, wie z.B. ein Polizist einen offenbar gehbehinderten ca. 65+ Mann mehrfach brutal wegschubste, nur durch Zufall fiel der Mann nicht hin, der Mann hatte sogar einen Schirm, den er nicht als Waffe benutzte, was “Autonome” durchaus getan hätten als Abwehrreflex oder Schutz).

Oder wie im Polizeistaat wirklich alle Zufahrtsstraßen hermetisch abriegeln, damit kein Mensch mehr die Chance hat, das Demonstrationsrecht und das Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch zu nehmen, wenn wieder ein halbgebildetes Gericht eine Demonstration verbietet (das Bundesverfassungsgericht aber die Demo genehmigt hätte, nur keine Zeit mehr war, dieses oberste Gericht anzurufen).

Die Politik, die Medien und weite Teile der Gesellschaft haben es seit März 2020 geschafft, Menschen in “systemrelevant” und “nicht systemrelevant” einzustufen. Die Kultur ist der aller irrelevanteste Bereich von allen. Fußballer dürfen auf der ganzen Welt herumreisen und stehen wie nichts anderes für das diktatorische Brot und Spiele (allerdings ohne Zuschauer im Stadion). Bekanntlich kommen sich Musiker*innen beim Singen oder Gitarre Spielen viel näher als Fußballer beim Kopfball oder Zweikampf – ist logisch, oder?

Die gesamte Kulturszene hat völlig versagt und keine Sekunde für die Demokratie, die Verhältnismäßigkeit und die Rationalität gekämpft. Die Popikone Nena hat sich geäußert, wie der Rockmusiker Guido de Gyrich (“Wo seid ihr alle hin?“).

Nena hat wie selbstverständlich das Recht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit gewürdigt und das Grundgesetz verteidigt. Das ertragen die Mainstreammedien und die Politik nicht.

DAS ist der pandemic turn. Das ist 2020/21 ff.

Danke Nena, danke Kassel.

 

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Mögen Maskenfetischisten keine Lippen und keinen Lippenstift? Von 1931 bis 2021 – Prolegomena einer Kritischen Theorie des autoritären Corona-Charakters

Von Dr. phil. Clemens Heni, 21. März 2021

In Dutzenden Ländern und Städten, von London und Kassel über Italien, Serbien, Holland, Australien, Kanada, Belgien, Kroatien, Dänemark, Schweiz, Österreich bis nach Finnland und in die Ukraine demonstrierten am gestrigen Samstag Hunderttausende gegen die Coronapolitik. Allein in Kassel waren es über 20.000 Menschen, die ein Verbot der Demonstration in der Innenstadt einfach nicht beachteten und sich das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit zurückholten. Die teils brutale Polizei hatte keine Chance, die 20.000 Menschen, die ohne Masken und ohne Abstand, singend und johlend (“Oh wie ist das schön, oh wie ist das schön” – Fußball-Song) durch die Stadt zogen, aufzuhalten. 20.000+ Menschen, die keine Maske trugen und keine a-sozialen Abstände einhielten. Und die Polizei musste großteils zuschauen, wie 20.000 Menschen gegen die a-soziale CoronaVerordnung in Hessen verstießen. Ein Fest der Liebe und der Freiheit! Yeah!! Das gleiche Bild in London und den genannten anderen Ländern.

Jetzt hat die Seite Corodok einen skandalösen Tweet des thüringischen Ministerpräsidenten Boder der Ramelow publiziert. Darauf ist eine Polizistin (mit Maske) in Uniform und im Dienst zu sehen, die zu Anti-Coronapolitik-Demonstrant*innen mit ihren Fingern eine Geste in der beliebten Herzform macht.

Was macht nun Bodo der Ramelow? Er denunziert die Polizistin und “mobilisiert den Mob”, wie das Blog Corodok schreibt:

 

Ramelow betätigt sich als Blockwart und möchte offenbar die Polizeibeamtin denunzieren, wenn er schreibt:

Ein verstörendes Foto! PolizeiBeamtin zeigt mit Ihren Händen Herz, solidarisiert sich mit dieser Demonstrantin, die offensichtlich gegen die gerichtlichen Auflagen verstößt, die AHA Regeln missachtet und den Schutz vor der Pandemie als Wahnsinn bezeichnet.

Mich erinnert dieser autoritäre Charakter von Bodo Ramelow an das Ende der Weimarer Republik, an die KPD und die SPD. Gehen wir einfach mal davon aus, dass Bodo der Ramelow keine schönen geschminkten Lippen mag und daher Lockdowns und Masken fanatisch verteidigt. Keep that in mind.

In seinen Vorlesungen im “Club Voltaire” 1980/81 sprach der damals vom Dienst an der Universität Hannover suspendierte Professor und führende linxradikale Intellektuelle der 1968er Bewegung Peter Brückner über die legendäre Studie von Erich Fromm über “Arbeiter und Angestellte am Vorabend des Dritten Reiches, eine sozialpsychologische Untersuchung”, die Fromm 1929/30 begonnen und Anfang 1931 unter Kollegen bekannt gemacht hatte.

Brückner geht auf einige ausgewählte Aspekte ein, die anzeigen, wie weit verbreitet konservative bis reaktionäre Vorstellungen gerade unter Arbeitern und Angestellten aus dem Milieu von SPD und KPD waren. Auf die Frage:

Gefällt Ihnen die Verwendung von Puder, Parfum und Lippenstift bei einer Frau?

antworteten 8 % der SPDler, 11 % der KPDler und 14 % der Nazis (NSDAP) mit “Ja”, 86 % der SPDler sagten “Nein”, 82 % der KPDler und 84 % der Nazis.

Peter Brückner kommentiert:

Auch die Genossen sind prüde. Und: als Hauptgrund für das Nein wird von allen Befragten, ob Bürger, Nazi, Kommunist angegeben, die Verwendung usw. sei ‘unnatürlich’. Zu den Nazis und Bürgern paßt’s. Aber was soll der Reflex ‘Natur (Unnatur)’ bei den Linken?

Da Ramelows patriarchale und aggressive Sprache sich immer wieder Bahn bricht, ob er nun Antideutsche diffamiert (“Es kotzt mich an, wie arrogant ihr seid“, hier mehr zur in Rede stehender Antifa-Aktion), was die Bezeichung von Tortenwürfen auf die patriotisch-linke Sahra Wagenknecht von linken Antideutschen als “menschenverachtend und asozial” vom Linken Dietmar Bartsch ergänzt, oder aber wenn Bodo R. jüngst Merkel als “Merkelchen” bezeichnete, all das könnte man mit einem anderen Beispiel von Brückner kommentieren und gewissen Analogien im autoritären Charakter von Kommunisten, Linken und Rechten erkennen. Es wäre jedenfalls eine sozialpsychlogische und psychoanalytische Studie wert, sich mit dem Fall Ramelow zu befassen – gerade vor dem Hintergrund der Gewalt und den Demütigungen, die Heinrich Mann’s Diederich Heßling in Der Untertan erfahren hatte, ehe er zum Burschenschafter und Nationalisten wurde.

Ramelow hat nach eigenen Aussagen als Kind Peitschenschläge seiner Mutter bekommen. Das sind jetzt keine Kausalketten, aber Kindheitserfahrungen und Erlittenes haben für die Persönlichkeitsentwicklung zweifelsohne eine Bedeutung.

Zurück zur Analogie von Kommunisten und Faschisten am Ende der Weimarer Republik. Peter Brückner schreibt:

Schon der Embryo kontrolliert ja die Frau. Ernst Meyer, führendes Mitglied der KPD, schrieb nach einer erregten Parteisitzung an seine Frau Rosa Meyer-Leviné: ‘Ruth (Fischer) den Bauch voll Wut und Rache und Freude auf Abrechnung (sie sollte lieber ein Kind drin haben)’.

Wo, Genosse, Meyer, bleibt denn die Differenz zu den Faschisten?

Angesichts der Tatsache, dass aktuell nur noch 30 Prozent eine nochmalige Verschärfung der ohnehhin verfassungsfeindlichen und totalitären Lockdownpolitik von Angela Merkel, Markus Söder und Armin Laschet & Co. unterstützen, ist bemerkenswert, dass die Unterstützung für die krassesten Maßnahmen bei Unterstützer*innen der Grünen (47 Prozent), der SPD (37 %) und Linken (35 %) am höchsten ist, so eine repräsentative Umfrage von YouGov, die von der Zeit zitiert wird.

Das größte Problem stellen also die grünen Linken dar, neben der herrschenden CDU oder jedenfalls der Parteielite von CDU/CSU, bei der Basis mag es teils anders aussehen: Wobei die Übereinstimmung mit dem Staatsfetischismus und der deutschen pathologischen Liebe zum Gehorsam bei Linken und Grünen am stärksten ausgeprägt ist (wobei man nicht ganz vergessen sollte, dass Merkel in der DDR sozialisiert wurde, Söder in Bayern und Ramelow in Niedersachsen und Hessen – und sie unterscheiden sich nicht, alle sind typische Deutsche).

Die Vorliebe fürs Kontrollieren, Testen, Tracking und Überwachen ist bekanntlich beim Grünen Boris Palmer sehr stark ausgeprägt. Von diesem Milieu geht aktuell eine besonders große Gefahr aus, da sie das Testen als Alternative zum nicht minder totalitären Lockdown präsentieren. Das Testen gesunder Menschen auf ein Virus ist medizinischer Schwachsinn und totalitär – es sieht Menschen als Gefahr (für den STAAT) und hindert alle Menschen, ein ganz normales Leben zu führen, wie bis zum März 2020.

Eine rationale Analyse der Ungefährlichkeit von Corona für fast alle gesunden und immunstarken Menschen (das gilt auch für 86-jährige etc.) ist weiterhin nicht in Sicht, 12 Monate nach dem präzedenzlosen Zerstören der Demokratie von innen heraus und unter Klatschen und Anfeuern durch die gleichgeschalteten Medien und weite Teile der Bevölkerung.

Jedenfalls steht der übergroße Teil der Bevölkerung – mehr als 60 Prozent – jetzt, Ende März 2021, nicht mehr hinter der Regierung. Das ist in Dutzenden Ländern der Fall, was die Anti-Coronapolitik-Demonstrationen von gestern eindrucksvoll zeigen.

Der autoritäre Charakter jedoch, der ändert sich so schnell nicht.

Peter Brückner zitiert in seinem Text den Vertreter der Kritischen Theorie Leo Löwenthal, der 1977 über die Studie von Erich Fromm von 1929/30 sagte:

Und als wir die Resultate … bekamen, das war wohl Anfang 1931, da ist uns das Herz in die Hosen gefallen. Denn auf der ideologischen Oberfläche waren diese guten Sozialdemokraten … alle sehr liberal und republikanisch, aber auf einer tieferen, psychologischen Stufe war der größte Teil ganz autoritär, mit Bewunderung für Bismarck und strenge Erziehung und ‘die Frau gehört ins Haus’ usw. Anstatt diese Studie weiter zu betreiben, haben wir uns gesagt: Um Gottes willen, was wird hier in Deutschland geschehen?

Angesichts eines ‘linken’ Ministerpräsidenten, der Polizeibeamtinnen denunziert, so sich solidarisch zeigen mit Demonstrant*innen für Grundrechte, ja geradezu gegen diese Frau agitiert, sieht die Zukunft der offensiven Kritik an der Coronapolitik düster aus, gerade auch für Staatsbedienstete, die ja auch Menschen sind und Grundrechte haben wie alle anderen. Welches Gericht der Welt würde eine Herzgeste als unverhältnismäßig verurteilen – verglichen mit der unverhältnismäßigen, aggressiven und in Konsequenz mörderischen Politik (national wie international schaden Lockdowns extrem), für die Ramelow steht?

Aber die Ramelows dieser Welt werden zu den Verlierern gehören. Die Frage ist nur, wie viele Opfer wird die Lockdown- und Masken- sowie Testpolitik bis dahin kosten?

Der Journalist Andreas Rosenfelder schreibt in der Welt am Sonntag vom 21. März 2020 gegen die Lockdownverlängerung (“Raus aus der Endlosschleife”). Dabei zitiert er einen der Hauptverantwortlichen für das unwissenschaftliche und antidemokratische Panikpapier von Horst Seehofer von März 2020, einen Herrn Kerber. Doch selbst in diesem Kontext von März 2020 ging jener Staatssekretär Kerber von im besten Fall 126.000 Toten aus – “was einer schweren” Grippe entspräche! 126.000 Tote – wir haben aktuell maximal 74.000 an oder nur mit Corona Verstorbene. Und selbst 126.000 Tote wären laut Seehofers Staatssekretär harmlos!

Ja, Sie lesen richtig, dieser Mann, der für so viel Elend verantwortlich ist mit seinem in Auftrag gegebenen Panikpapier, der meinte, 126.000 Corona-Tote wären WENIG und würden einer “schweren Grippe” entsprechen. Rosenfelder schreibt im Leitartikel der Welt Am Sonntag vom 21. März 2021:

Am 20. März 2020 bewertete Markus Kerber, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, verschiedene Szenarien für den Verlauf der Corona-Krise. Als ‘einigermaßen tröstlichen Best Case’ bezeichnete er ein Modell, ‘das mit 126.000 Toten einer schweren Grippe entspräche’. (…)

Warum Kanzlerin und Ministerpräsidenten nicht vom Lockdown abrücken, liegt auf der Hand. Sie klammern sich an die Richtigkeit ihrer Strategie, um ihre politische Haut zu retten, zumindest bis zur nächsten Wahl.

Höchste Zeit, dass andere die ‘Notbremse’ ziehen. Sonst verwandelt sich der wachsende Unmut der Bevölkerung in eine politische Krise, die das Potenzial hat, nicht nur die für das Desaster verantwortlichen Parteien hinwegzuspülen.

‘Wir können doch jetzt nicht drei Jahre im Lockdown verharren’, sagte Horst Seehofer, Markus Kerbers Chef, letzte Woche. Der Satz lässt aufhorchen. Wenn die Politik den Ausweg aus der Sackgasse nicht findet, wird aus einer Epidemie, die bisher harmloser verläuft, als es das ‘Best-Case-Szenario’ vor einem Jahr vorsah, unter Garantie ein historisches Worst-Case-Szenario.

Der Journalist Heribert Prantl schreibt in seinem Buch “Not und Gebot” (2021, eine Sammlung seiner Kolumnen zu Corona seit 2020), dass er überrascht oder gar schockiert ist, dass wir aktuell keine Aufstände haben – die wären nämlich mehr als not-wendig und gerechtfertigt:

Das Leben der Menschen wurde, wie man das sonst mit Geschenken und Geschenkpapier macht, in dieses Millimeterpapier eingewickelt. Noch nie in der Geschichte ist das Leben der Menschen außerhalb von Gefängnissen so strikt reguliert worden wie in der Corona-Zeit. Jede einzelne der vielen Verbots- und Kontrollregeln hätte in anderen Zeiten zu Aufständen geführt. (Herv. CH)

Heribert Prantl. Not und Gebot (Kindle-Positionen 39-41). C.H.Beck. Kindle-Version.

 

 

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Lockdownpolitik tötete bis jetzt mindestens 228.000 Kinder unter 5 Jahren in Südasien

Von Dr. phil. Clemens Heni, 17. März 2021

Die Seite Lockdownsceptics.org aus dem Vereinigten Königreich (UK) berichtet heute über die extremen Folgen der weltweiten Lockdownpolitik. Ohne die maßgebliche Rolle, die das kommunistisch-totalitäre China und vor allem die westlichen Länder Deutschland, England, Frankreich und USA, die die katastrophale, kapitalistisch-totalitäre, gesundheitshygienische, a-soziale und mörderische Lockdownpolitik seit Anfang 2020 (in Europa und den USA ab März 2020 ) spielten, hätten andere Länder auf der ganzen Welt diesen tödlichen Lockdownkurs nicht eingeschlagen.

In den Ländern Afghanistan, Nepal, Bangladesh, Indien, Pakistan und Sri Lanka sind demnach 228.000 Kinder unter 5 Jahren wegen der Lockdownpolitik an Hunger, massiv verschlechterter Gesundheitsfürsorge und weiteren Faktoren gestorben. Der Lockdownsceptics Artikel bezieht sich auf einen 57-seitigen Bericht des Kinderhilfswerks UNICEF: “Direct and indirect effectsof the COVID-19 pandemic and response in South Asia“.

Dass die irrationalen, nicht evidenzbasierten Agitator*innen, vom Spiegel über Konkret bis hin zum Bundeskanzleramt und jeder der 16 Landesregierungen sich nicht um diese durch die Lockdownpolitik getöteten Kinder scheren, ist uns bekannt. Es schockiert niemanden.

Der Lockdownsceptics Artikel betont, dass wir ebenso wissen, dass durch die Lockdownpolitik entegegen der Propaganda gerade keine Menschen geschützt wurden, das zeigen weitere Studien.

Sprich: Lockdowns töten, in Asien vor allem Kinder unter 5 Jahren.

Diese Menschenverachtung ist der Kern der Lockdownpolitik. Die Verachtung gegenüber den Kulturschaffenden, den Selbständigen, den Wissenschaftler*innen und Restaurant- wie Hotelbetreiber*innen, die ist schon verbrecherisch. Aber das Inkaufnehmen von Hunderttausenden Toten allein in einer Region der Welt, zeigt wie zynisch und verkommen alle Lockdown-Befürworter*innen sind, egal ob in Stuttgart, München, Berlin, London oder Paris und Washington, D.C.

 

 

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Ein Jahr später: Mit Adorno und Peter Brückner gegen die Coronapolitik

Von Dr. phil. Clemens Heni, 12. März 2021

Ich schrieb am 12. März 2020 meinen ersten Text zu Corona. Nach einem Jahr Corona gilt es, tief durchzuatmen und sich die Situation in Ruhe anzuschauen.

Im März 2020 hat ein ganzes Volk von 83 Millionen mit der Ausnahme von ganz Wenigen von heute auf morgen akzeptiert, dass der Staat einem das Bein brechen darf, damit wir nicht anderen eventuell den Arm brechen beim Zusammenrumpeln an einer überfüllten Ampel.

Das wurde und wird goutiert. Besonders lautstark von ‚Linken‘, die sicher keine neuen oder kritischen oder freien Linken mehr sind, eher Fans des totalitären Chinas seit Mao bis heute oder aber Nachfahren von Josef Stalin, der ja auch ein linker Staatsfetischist war.

Es gibt heute Menschen, die eitrige Verletzungen haben, aber aus Angst vor einem wahnwitzig hirnlosen Zwangs-Corona-Test nicht ins Krankenhaus gehen, da bei einem positiven Befund die ganze Firma von 20 oder 35 Mitarbeiter*innen in Quarantäne müsste und die Firma in zwei Wochen bankrottginge.

Die Coronapolitik von Angela Merkel ist lebensgefährlich und tödlich, von Anfang an. Sie persönlich ist verantwortlich für den Wahnwitz und den Irrationalismus – aber das geht nur, weil fast die ganze Gesellschaft mitmacht und keine Aufstände ausbrechen, nirgends.

Der ARD-Tatort-Drehbuchautor Dietrich Brüggemann bringt es auf den Punkt:

Wer mir vor einem Jahr erzählt hätte, daß im Februar 2021 in der Zeitung unter ‘Kriminalität’ stehen würde, daß die Polizei einen illegalen Kindergeburtstag aufgelöst hat, dem hätte ich einen an der Waffel bescheinigt. Ist jetzt aber Realität. Als Drehbuchautor kann ich da nur staunen – und mir ein Beispiel nehmen. Ab sofort geht einfach alles. (…)

11.4.2021
Die Horror-Hybride hat bisher niemanden getötet. Karl Lauterbach erläutert bei Maischberger, warum die gute Nachricht eigentlich eine schlechte ist.

14.4.2021
Ein Messebauer aus NRW, ein Reiseveranstalter aus Husum und ein Restaurantbetreiber aus Niederbayern, die ihre Betriebe und gesamtes Vermögen samt Haus und Hof und Ersparnissen verloren haben, ketten sich an den Zaun vorm Kanzleramt, übergießen sich mit Benzin und zünden sich an.

16.4.2021
Fotos von den brennenden Menschen vorm Kanzleramt verbreiten sich in sozialen Medien und Messengerdiensten.

17.4.2021
‘Selbstverbrennung’ trendet auf Twitter. BILD veröffentlicht ein Foto von drei verkohlten Leichen. Umfragen zeigen, dass die Deutschen der Regierung weiterhin voll vertrauen.

18.4.2021
Die ARD Faktencheck zu den Selbstverbrennungsbildern: Der Messebauer hatte bereits vor der Pandemie einen Kredit aufgenommen hatte, war also verschuldet, der Restaurantbetreiber war schon vor der Pandemie beim Konsum von Alkohol beobachtet worden, war also Alkoholiker, und der Reiseveranstalter hatte schon vor der Pandemie eine Scheidung hinter sich, war also aus privaten Gründen verzweifelt. Resultat: ‘Selbstverbrennung aus Verzweiflung wegen Corona’ ist Fake News. Und über Suizide soll ja ohnehin möglichst nicht berichtet werden.“

Wäre Deutschland noch eine Demokratie und hätte es noch einen moralischen Kompass und folgte einer rationalen Public Health Devise, so würden ab sofort alle anlasslosen Massentests auf SARS-CoV-2 eingestellt. Dadurch würde die völlig, wirklich völlig willkürliche „Inzidenz“ auf nahezu Null sinken. Es würde sich zeigen, dass weiterhin, wie seit März 2020 die Krankenhäuser nicht überlastet sind, weil Corona relativ harmlos ist. Es würde sich gleichwohl zeigen, dass wir einen Personalmangel in Krankenhäusern und Altenheimen haben, der von der kapitalistischen Gesundheitspolitik des Staates zu verantworten ist und von niemandem sonst.

Es gibt kein Recht auf Leben. Wenn es das gäbe, dürfte es keinen Kapitalismus geben. Punkt. Dann dürfte es keinen privaten Automobilverkehr geben, keine Bier- und Alkoholindustrie, keine Tabakindustrie, keine Zuckerindustrie, keine Extremsportarten, keine Podcasts von Christian Drosten, keine Spiegel-Kolumne für ZeroCovid-Monster Margarete Stokowski, keinen Twitter-Account für Karl Lauterbach oder für Jan Böhmermann, keinen Platz für „Volksverpetzer“ und keine Pressekonferenzen von Michael Müller und Markus Söder. Das ist alles für die Gesundheit der Menschen sehr gefährlich. Doch all das gibt es, das müssen wir aushalten. Das ist Demokratie.

Es ist aber keine Demokratie, wenn Drosten und Lauterbach dafür agitieren, 83 Millionen einzusperren und Merkel in ihrer ganzen unwissenschaftlichen, einseitigen, extrem starrköpfigen, autoritären und irrationalen Art dem Folge leistet. Seit 12 Monaten geht das ohne jede Aussicht, dass es aufhört.

Die alten Nazis wurden problemlos eingegliedert in das post-nationalsozialistische Deutschland, zumal in der BRD, aber auch in der DDR war Antisemitismus kein Thema. Ohne die alten Nazis wäre Deutschland nicht so reich geworden, wie es seit den 1950er Jahren im Wirtschaftswunderland wurde. Das sind auch Resultate der „Sekundärtugenden“, die man sowohl für den gut strukturierten Aufbau der Industrie wie auch für den Betrieb eines Konzentrationslagers benötigt: Fleiß, Unerbittlichkeit, Konsequenz, auf jedes Detail achten, preußische Akkuratesse gepaart mit schwäbischem Tüftlergeist. Das sind die 1950er-Jahre-Tugenden, die der Ex-SPDler Thilo Sarrazin in seinem Millionen-Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ gefeiert hat.

Als Antifas hatten wir früher höchstens mal Angst, dass Hooligans oder Neonazis uns angreifen, dazu natürlich die Gewalt der Polizei („Bullen“). Es gab aber immer Rückzugsorte, Veranstaltungsorte, Kneipen, Sozialzentren, Kinos, Theater, und natürlich Restaurants, Cafés, Kneipen, Clubs. Die waren auch mögliche Fluchtorte für Frauen oder Jugendliche und Kinder, die in sozial heftigen Konstellationen mit einem saufenden und schlägernden Vater oder Mann lebten.

Das war ab dem 23. März 2020 alles weg. An diesem Tag hat Angela Merkel persönlich die Demokratie für alle Zeiten zerstört. Und mitgemacht haben die gesamte SPD, CDU/CSU und die gesamte Politik, vorneweg die Grünen und die Linken, die FDP ebenso.

Das hätte niemals passieren dürfen.

Das völlig willkürliche Schließen des gesamten öffentlichen und privaten Lebens mit der geheuchelten Angst um die Gesundheit der Menschen. Dabei war zu diesem Zeitpunkt bereits klar ersichtlich, dass es keine Pest ist, sondern ein mehr oder weniger harmloses Erkältungsvirus, das wie eine schwere Influenza alte, kranke und vorerkrankte Menschen in selten Fällen auch töten kann. So war das schon immer mit respiratorischen Viren oder Grippeerregern.

Deshalb schlimmer als im Kriegsfall selbst in der neutralen Schweiz Gotteshäuser, Restaurants, Fabriken, Geschäfte, Theater, Stadien etc. zu schließen war der point of no return.

Es wird in den nächsten Jahrhunderten, so es die geben wird für die Menschheit, keine Demokratie mehr geben, wie wir sie kannten. Mit üblen Gestalten wie Helmut Kohl oder Helmut Schmidt, mit heftigen Debatten pro und contra dieser oder jener Politik, das ist alles passé – für alle Zeiten.

Warum? Der pandemic turn herrscht nun für alle Zeiten, das ist der folgenreichste aller kulturwissenschaftlichen turns, vom linguistic turn, dem spatial turn hin zum pandemic turn. Alle bisherigen turns, Wendungen oder Moden, waren läppische Spielereien.

Der pandemic turn hat nur ein Gesetz: Das Leben kann jederzeit mit der Mute-Taste der Fernbedienung der Politik stummgeschalten werden. Jederzeit. Für alle Zeiten.

So etwas gab es in der DDR nicht, nicht in der Sowjetunion, allerdings im heutigen China. Die ganze Welt wird heute zu einem China. Italien machte es in Europa vor und alle folgten. Der totalitäre Coronawahnsinn nahm seinen Lauf.

Die machthungrigen Politiker haben in Windeseile gelernt, wie unendlich Spaß es macht, Menschen zu quälen, nicht nur die paar früheren linken Spinner, sondern so richtig viele: 83 Millionen alleine in Deutschland.

Es gibt weiterhin Nazis, Rechtsextremisten und andere neue und alte Rechte, die die Feinde der Demokratie sind. Nehmen wir die AfD, die in Bayern de facto fordert, dass der bayerische Staat die Radikalfeministin, Antinatalistin und kinderfreie Publizistin Dr. Verena Brunschweiger vom Schuldienst entfernt. Der bayerische Staat hat dieses rechtsextreme Ansinnen nicht etwa als solches ad acta gelegt, sondern eine solche Attacke ernstgenommen:

Folgende Frage:

3. Beabsichtigt die Staatsregierung die Beamtin Dr. Verena Brunschweiger im aktiven Lehrdienst zu belassen?

Beantwortete die bayerische Staatsregierung ganz ernsthaft:

Die Überprüfung des Sachverhalts vor dem Hintergrund der o.g. Dienstpflichten und deren Abwägung mit der Meinungsäußerungsfreiheit ist derzeit noch nicht abgeschlossen.

Hätte Bayern eine seriöse und demokratische Regierung, hätte sie eine solche Anfrage selbstredend gar nicht beantwortet bzw. als antidemokratische und antifeministische Agitation verworfen.

Bislang hätten wir also gedacht, dass solche pro-deutsche und antifeministische Hetze wie von der AfD das einzige und größte Problem wäre, das wir haben. Das wäre zu meistern gewesen, da die AfD niemals die Mehrheit in diesem Land haben wird.

Wir haben jetzt aber eine viel größere und gefährlichere verfassungsfeindliche Bewegung: Die Volksgemeinschaft der Coronagläubigen von CDU/CSU/SPD/Grünen/FDP/Linken und allen Medien, vorneweg ARD/ZDF, aber auch alle privaten Sender und Portale.

Es gibt Corona. Es ist ein Virus wie Influenza, hat fast identische Symptome und kann im Extremfall auch tödlich enden, grade für sehr alte und kranke Menschen. Wäre es etwas wirklich Schlimmes, dann wären nicht 80 bis über 90 Prozent aller „Infizierten“ symptomlos oder hätten mehr als nur einen leichten Husten oder Schnupfen.

Jetzt gibt es sogar eine Impfung und fast alle Altenheimbewohner*innen sind geimpft. Da Alten- und Pflegeheimbewohner*innen ca. die Hälfte aller Corona-Todesfälle ausmachen und fast alle geimpft sind, wie auch Millionen andere über 80-jährigen, ist die Gefahr minimal, dass diese weiterhin an Corona sterben.

Wobei immer erinnert werden muss, dass die Sprachregelung ist: “an” oder nur “mit” Corona, also Corona womöglich nur in einem Bruchteil die Todesursache war, in den USA gab es 2020 eine offizielle Untersuchung der Centers for Disease Control and Prevention (CDC), die nur bei 6 Prozent aller “Corona-Toten” das Virus als todesursächlich klassifizierte, ansonsten sind so viele andere Vorerkrankungen involviert, dass Covid-19 eben gerade nicht die Todesursache ist, auch andere Erreger hätten in diesen Fällen zum Tode führen können.

Noch nie in der Geschichte der Menschheit wurden gesunde Menschen auf ein Virus getestet. Noch nie in der Geschichte der Menschheit wurden Millionen Menschen aus purer Willkür 14 Tage eingesperrt – weil sie gefährlich oder krank oder ansteckend seien. Viele Millionen Deutschen wurden von totalitären Gesundheitsämtern in Quarantäne gesteckt, basierend auf irrelevanten, kriminellen PCR-Tests, die ohne medizinischen, klinischen Befund aussagelos sind. Ja es wurden Hunderttausende Schulkinder in Quarantäne gesteckt, auch wenn nur ein Klassenkamerad „positiv“ getestet wurde, ohne den Hauch von Symptomen.

Es gab in Baden-Württemberg wie fast auf der ganzen Welt in der Altersgruppe von 5 bis 14 Jahren nicht einen einzigen Corona-Todesfall in 12 Monaten. Für Kinder ist die Grippe gefährlicher als Corona. Doch das lernt Merkel in ihrem Leben nicht mehr, weil sie es nicht lernen will. Das gilt auch für Kretschmann oder Söder und Dreyer.

Grade weil kein Kind an Corona gestorben ist, drehen die brutalsten Politiker, die dieses Land seit 1945 gesehen hat, jetzt noch mehr durch und wollen eine Maskenpflicht für die Grundschule. Das ist Kindesmisshandlung, gehört angezeigt, verurteilt und die Verantwortlichen ins Gefängnis gesteckt, mit Maske natürlich und zwar 24/7, da es keine Einzelzelle sein dürfte.

Es muss sofort Schluss gemacht werden mit den millionenfachen wöchentlichen und anlasslosen Massentests. Das einzige Ziel hierbei ist das Aufrechterhalten der präzedenzlosen Massenpanik. Die einzige Konsequenz ist der Lockdown, für den sich kranke Hirne die abstrusesten Namen ausdenken (“Wellenbrecher” war das Beste, denn grade in der Zeit stieg die Zahl der “Fälle” enorm an, was am Lockdown und am kommenden Winter lag). Da die Zahl während den Lockdowns so schön anstieg, grade im November und Dezember 2020, wurde er im Januar und Februar und März einfach verlängert. Die Politik hat den Irrationalismus, das Lügen und das Quälen so lieben gelernt wie noch nie seit 1949.

Die Politiker*innen wissen auch ganz genau, warum sie im Wahlkampf auf öffentliche Veranstaltungen verzichten: Weil es nicht nur eine Beate Klarsfeld geben würde, die ihre Position kund täte.

Besonders erschreckend ist das Verhalten von Lehrer*innen, die nicht nur selbst den Maskenwahn mitmachen und Kolleg*innen denunzieren, die das nicht tun, sondern auch und insbesondere Kinder und Jugendliche zwingen, eine Maske zu tragen. Das läuft unter Kindesmisshandlung und vorsätzlicher Körperverletzung. Die psychischen Schäden, die dadurch von der Politik und der Exekutive wie den Lehrer*innen und Schuldirektor*innen und Kultusministerien angerichtet werden, von den Zusammenbrüchen aufgrund Sauerstoffmangels und Panik nicht zu schweigen, sind unermesslich.

Eine ganze Generation von Menschen wird hier psychisch zerstört. Dabei sind wie gezeigt und empirisch bewiesen, Kinder und Jugendliche nicht betroffen von Corona. Wer anderes sagt, lügt absichtlich und entgegen der medizinischen Evidenz. Und die Oma ist geimpft und es war seit März 2020 ohnehin die Entscheidung der Oma, andere zu treffen oder nicht – doch im Altersheim wurden und werden die Alten isoliert, von der Politik, damit die Alten weniger Freude am Leben haben, ein geschwächtes Immunsystem bekommen und so schneller sterben. Das ist die Realität. Ein perfides Verbrechen für das uns noch die Worte fehlen.

Menschen stecken sich mit vielen Sachen regelmäßig an und nur dadurch wird ein Virus endemisch, weil es eine sehr starke Immunabwehr gibt. Das sind u.a. die T-Zellen, die uns alle schützen. Wir wissen seit Sommer 2020 von Blutproben, die lange vor 2020 genommen worden, also vor dem Auftreten von SARS-CoV-2, dass in Deutschland ca. 80 Prozent aller Menschen eine solche T-Zellen Immunabwehr haben (Uni Tübingen).

Das hängt zusammen mit der riesigen Gruppe von 80-90 Prozent asymptomatischen Fällen. Das zeigt, wie ungefährlich Corona ist. Aber die Leute wollen das nicht hören. Wie Coronagläubige beten Merkel, Kretschmann, Söder, Spahn und Laschet täglich, dass die „Zahlen“ ja nicht zu niedrig werden, da sonst wieder „Öffnungsorgien“ eingefordert würden. Als Türsteher fungiert jetzt die Antifa, die verhindert, dass überhaupt jemand ins Theater, in das Restaurant oder die Bar kommt.

Es starb auch so gut wie kein Mensch unter 60, die paar Einzelfälle, die es gab, sind auf Fettsucht, andere Vorerkrankungen etc. zurückzuführen. Wäre Corona eine schwere Krankheit, an der man einfach so ohne jede Vorerkrankung, ohne extrem geschwächtes Immunsystem erkranken könnte, dann gäbe es nicht dermaßen wenige Tote, die allein in Deutschland zu so gut wie keiner Übersterblichkeit führten im Jahr 2020, wie das Statistische Bundesamt zugeben musste. Frankfurt am Main ist ein gutes Beispiel dafür, dass es durch Corona keine Übersterblichkeit im Jahr 2020 gab. Doch diese positiven Nachrichten blockt Merkel obsessiv ab, weil sie ihre aggressive Coronapolitik beschäden könnten. Es geht ihr nicht um die Realität, sondern ums antidemokratische “Durchregieren”.

Es war eine ungeheuerliche kriminelle Energie, die die Politik antrieb, uns alle für nun fast 12 Monate einzusperren, jedes Theater zu schließen, jedes Stadion, jedes Restaurant etc., da Corona einfach nur durch „schwere Influenzawellen“ (RKI, Februar 2021) sich auszeichnet. Corona=Grippe – das sagt das RKI und bislang wurde das als “Verschwörungsideologie” von “Covidioten” bezeichnet, schauen Sie sich die entsprechenden Meldungen seit März 2020 an. Fast alle faselten und faseln bis heute, dass Corona viermal oder zehnmal schlimmer sei als die Grippe, von Hendrik Streeck über die taz bis zu den Linken.

Ich habe seit dem 12. März 2020, als ich meinen ersten Text zu Corona schrieb, über 70 Artikel, zwei Bücher und ein Working Paper publiziert.

Es wird vielleicht mal Historiker*innen geben, in 50 oder 100 Jahren, die auf diese absurde Zeit zurückschauen, diese Sachen lesen und sich an den Kopf fassen werden: Wie war so eine Politik möglich? Wieso gab es keine Aufstände? Warum haben sich wirklich alle Medien selbst gleichgeschaltet und keine Kritik geübt? Warum hat die Opposition ihre im Grundgesetz verbriefte Rolle als Kritikerin der Regierung so völlig aufgegeben?

Es hat sich im März 2020 gezeigt, dass die Demokratie, die den Deutschen vor allem von den Amerikanern nach 1945, bevor 1947/48 „der Russe“ zum neuen Hauptfeind stilisiert wurde, aufgedrückt wurde, nur oberflächlich da war. Bis heute haben wir in Deutschland keine seriöse demokratische Coronapolitik, sondern nur autoritäres und “verfassungswidriges” Exekutieren, so das Amtsgericht Ludwigsburg bezüglich der CoronaVerordnungen des Landes Baden-Württemberg bis mindestens 18. November 2020, an sich bis heute.

Das betrifft alle CoronaVO bundesweit. In den USA gibt es hingegen eine viel tiefere demokratische Tradition und wenigstens jetzt schon 17 Bundesstaaten, die die irrationale und fanatische Maskenpflicht und weitere Corona-Maßnahmen ausgesetzt haben, vorneweg Florida und Texas. Dabei hat gerade Florida prozentual weniger Tote als New York oder New Jersey, zwei Bundesstaaten mit besonders brutaler Lockdownpolitik.

Schweden ist und bleibt das europäische Beispiel, dass ohne jeden Lockdown die Todeszahlen niedriger sind als in den Lockdown-Hotspots England, Frankreich, Spanien oder Italien und Belgien. Weltweit haben Studien gezeigt, wie sinnlos, ja gefährlich und kontraproduktiv Lockdowns sind. Doch die Medien, die Politik und die politische Klasse, flankiert von einer brutalen NGO-Szenerie, zu der zu ihrer größten Schande auch die Antifa gehört, bei der ich früher selbst war und noch 2017 mit der Antifa gegen den Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag in Berlin demonstrierte, ignorieren die Realität zwanghaft. Jene, die sich heute als Antifa aufspielen, unterstützen die irrationale und mörderische Coronapolitik der Regierungen.

Es gab seit 1945 kein größeres Versagen der Linken als angesichts der aktuellen Coronapolitik. Mitmachen, mitklatschen, und das Ignorieren der depressiv gemachten Dutzenden von Millionen Menschen, der zerstörten Seelen von Kindern und Jugendlichen, den eingesperrten, vergewaltigten und geschlagenen Frauen, den zerstörten ökonomischen Existenzen von 1,2 Millionen Kulturschaffenden und vielen Millionen Selbständigen und Angestellten – all das juckt diese „Linken“ so wenig wie die kapitalistisch-staatsfetischistische Klasse um Angela Merkel und Jens Spahn.

Und dann hat auch noch Israel, das ich seit Jahrzehnten gegen Möllemann-like, antizionistisch-antisemitische, postkoloniale, Süddeutsche Zeitung-style, linke oder BDS- Hetze in Schutz nahm und nehme, an vorderster Front mitgemacht beim Corona-, Lockdown-, Masken- und Impfwahnsinn. Eine Schande für den Zionismus ungeahnten Ausmaßes.

Ich habe den Coronawahnsinn von Merkel, Kretschmann, Drosten und Wieler dokumentiert, deren nicht evidenzbasierte Verhetzung des Volkes und deren brutalste Politik seit dem Ende der Nazi-Zeit. Ich habe ebenso den Antisemitismus von Teilen der Corona-Kritiker-Szene detailliert kritisiert und nicht wie manch andere die gesamte Szene als rechtsextrem oder gar von „Coronaleugnern“ bestimmt, dargestellt. So gut wie kein Mensch aus dieser Szene leugnet das Virus – sondern kritisiert die Politik. Dabei gab es schon vor Jahren wie in der Frankfurter Rundschau selbstverständlich Kritik an Bill Gates und seiner imperialistischen „Gesundheits“politik und weiteren Facetten seiner Aktivitäten. Das läuft heute alles unter „Verschwörung“, wo dann die echten Verschwörungsmythen wie aus Iran, aus China, von brasilianischen antizionistischen Cartoonisten oder von Palästinensern und amerikanischen Neonazis verharmlost oder ganz ignoriert werden.

Wie unglaublich ich-schwach waren die Menschen im Frühjahr 2020? Und wie ich-schwach und manipulierbar sind sie es bis heute, am 12. März 2021? Ja, viele werden jetzt noch panischer und die Politik zeigt mit keiner einzigen Handlung, dass sie kapiert hat, dass sie verfassungswidrig handelt und dafür so oder so zur Rechenschaft gezogen wird.

Es gibt schon jetzt Millionen Tote im Globalen Süden, die es ohne den Lockdown-Wahnsinn nicht gegeben hätte. Doch das schert die Deutschen nicht. Sie haben weiter Panik vor einem Grippevirus und lachen über Menschen, die ihre Grundrechte einfordern.

Neben Herbert Marcuse, Max Horkheimer und Wilhelm Reich war niemand so bedeutsam für das Einfordern von Subjektivität, Selbstdenken und für eine Kritik an der Demokratie wie Theodor W. Adorno. Und zu keinem Zeitpunkt war folgendes Diktum von Adorno wichtiger als heute:

Ich betrachte das Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie als potentiell bedrohlicher denn das Nachleben faschistischer Tendenzen gegen die Demokratie.

(„Was bedeutet Aufarbeitung der Vergangenheit“, Nov. 1959).

Das zweite Diktum stammt aus der 1968er Zeit Frankreichs und war noch nie so relevant wie heute und zwar gleichermaßen in Paris wie in Berlin:

Der Faschismus von heute bedeutet nicht mehr die Eroberung des Innenministeriums durch extrem-rechte Gruppen, sondern die Eroberung Frankreichs durch das Innenministerium.

(Gauche prolétarienne, zitiert in der Vorbemerkung zu Peter Brückner/Alfred Krovoza (1972): Staatsfeinde. Innerstaatliche Feinderklärung in der BRD, Berlin: Wagenbach (Rotbuch 40)).

Wir nennen die heutige Situation eher einen „Hygienismus“ oder eine “Gesundheitsdiktatur” (so der Philosoph Markus Gabriel, der kein Linker ist und auch den ersten und entscheidenden Lockdown unterstützte, wie auch die heutige scharfe Lockdown-Kritikerin und Professorin für Politikwissenschaft Ulrike Guérot).

Das entscheidende Moment ist die völlige Preisgabe des Subjekts, des Individuums und der Freiheit zugunsten der neuen Hygiene-Volksgemeinschaft. Das obsessive Abwehren jeder positiven Nachricht durch Merkel seit März 2020 kann nicht anders als pathologisch bezeichnet werden oder aber als Indiz für einen autoritären Charakter, der wirklich auf das Ende seiner Tage lernte, wie es sich anfühlt, Menschen willkürlich zu beherrschen und zu quälen.

Es gilt, Adorno oder Peter Brückner vor ihren staatsfetischistischen, irrationalen und unwissenschaftlichen Epigon*innen zu schützen.

Adorno wäre gegen jeden Lockdown gewesen, wie auch Peter Brückner. Sie hätten darauf bestanden, dass es eine gesamtgesellschaftliche Debatte geben muss. Public Health heißt die Gesundheit der ganzen Bevölkerung, ja der ganzen Welt im Blick zu haben und nicht nur egoistisch auf ein paar wenige kranke und alte Menschen zu schauen, die dann gerade durch die Lockdown-Politik nicht geschützt, sondern alleine und völlig isoliert in den Tod getrieben wurden.

Darauf hätten Adorno und Brückner hingewiesen und sich nicht dem Staat gebeugt ohne nachzuhaken, wie es heute unzählige selbst ernannte Linke und Leser*innen von Adorno tun.

Politik muss sich wieder der Freiheit widmen, denn das sollte das zentrale Anliegen von Politik sein, so Hannah Arendt, auch wenn von anarchistischer Seite dieser sehr sinnvolle Gedanke als etwas naiv bezeichnet werden dürfte.

Nur eine neue “Emanzipationsbewegung” (Gerhard Lampe, 1983)

wird die totalitäre Coronapolitik beenden können, von selbst wird die Politik diese unfassbaren biopolitischen Herrschaftstechniken, vom heimlichen Impfzwang oder den „Freiheiten“ und der “Würde”, die Merkel, Söder oder Scholz und Maas den Menschen oder nur den Geimpften evtl. „wieder zurückgeben“ wollen, über Maskenwahnsinn, a-soziale Abstandsregeln, das Leugnen jedweder Selbstverantwortung und Verhältnismäßigkeit, über elektronische Handfesseln für neu Angekommene am Flughafen Ben-Gurion in Israel (um die obligatorische Quarantäne zu garantieren) bis hin zum militärischen Abschirmen ganzer Städte wie jetzt in Österreich oder eine Art Einlasskontrollen für Besucher*innen aus Gegenden mit zu krasser „Inzidenz“, wie sie Tübingen plant, nie wieder aufgeben.

Es geht weiter um eine „Alternative zu Deutschland“, eine Alternative zur AfD wie auch zur Herrschaft der Exekutive und der Innenministerien im Zeitalter des pandemic turn und der Coronagläubigen.

Wir linken Coronapolitik-Kritiker*innen sind die Erben Adornos und Peter Brückners.

 

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Hilflose egomanische Coronagläubige, denen der Tod von Frauen und Kindern im Trikont und das Leiden der Menschen hierzulande offenkundig völlig egal ist: Der Fall Antje Schrupp

Von Dr. phil. Clemens Heni, 6. März 2021

Update: Freunde schickten mir Folgendes: “Steckt euch euren Polizeistaat in den a.”

In den a. von Noisy Nancy:

Sowie von Gerald Grüneklee: Zero Covid. Eine Polemik

 

Es gibt Menschen, die jetzt, nachdem wir wissen, das die Infektionssterblichkeit von COVID-19 bei ca. 0,23 Prozent liegt, noch mehr durchdrehen als 2020. Das ist ein ganz anderer Wert als die Fallsterblichkeit und liegt gerade nicht bei 3,4 oder 4,3 Prozent, wie die WHO und das Robert Koch-Institut in ihrer bestellten Massenpanik auf unwissenschaftliche Weise propagierten. Nein, die Letalität oder Infektionssterblichkeit liegt bei weltweit bei ca. 0,23 Prozent, so Prof. John Ioannidis für die WHO im Oktober 2020. Dabei bezog sich seine Meta-Studie auf Lokalstudien, die großteils aus sog. Hotspots stammten.

Nochmal, für die Langsamblicker*innen unter Ihnen, die sich durch die Massenmedien die Wirklichkeit haben zurechtlügen lassen: Corona ist so harmlos oder gefährlich wie „schwere Influenzawellen“ (RKI, Februar 2021). Wie gefährdet Sie sind kommt darauf an, wie stark Ihr Immunsystem ist, wie geschwächt Sie durch die größte Massenpropaganda-Show der ganzen Welt seit 1945 sind oder wie alt und schwer vorerkrankt Sie sind, wie fett Sie sind, wie wenig Sie sich im Alltag schon vor Corona bewegten und jetzt durch die Politik von Kretschmann, Merkel, Laschet, Söder sich noch weniger bewegen, wieviel Vitamin D Sie aufgenommen haben, und natürlich wieviel Glück oder Pech Sie haben.

Bei einer Seuche wäre das alles kein Thema. Da besteht viel weniger Hoffnung.

1918 gab es für die meisten Menschen keine bestehende T-Zellen oder sonstige Immunität gegen die Spanische Grippe – daher starben 50 Millionen Menschen, evtl. sogar bis zu 100 Millionen Menschen weltweit. Da hatten Sie als 28-jährige Feministin kaum eine Chance. Die Menschen, die 1918 28 Jahre alt waren, hatten die ebenfalls sehr heftige Influenzawelle von 1889/90 aus Russland nicht miterlebt. Sie konnten daher auch keine T-Zellen Immunabwehr aufbauen. Daher lag das durchschnittliche Todesalter bei der Spanischen Grippe bei 28 Jahren. DAS war eine tödliche Seuche – es gab aber keine Lockdowns, die Menschen waren froh, dass der Erste Weltkrieg zu Ende war.

Ich schrieb schon vor einigen Wochen in einem Working Paper:

Teilweise überfüllte Intensivstationen gibt es in jedem Winter oder jeder schwereren Grippewelle, grade in Italien oder den USA, aber auch in Deutschland. Eine echte und wirkliche medizinische Krise sieht anders aus: Während 1918 bei der Spanischen Grippe das durchschnittliche Todesalter bei 28 Jahren lag, liegt es heute in Deutschland bei ca. 82 Jahren. Das Medianalter der aktuellen Covid-Toten liegt in Deutschland am 19. Januar 2021 bei 84 Jahren. Es sind 1918 von ca. 1,5 Milliarden Menschen auf der Welt zwischen 50 und 100 Millionen an der Grippe gestorben. Das sind nicht weniger als mindestens 3,3 Prozent (bei 50 Mio Toten) der Weltbevölkerung. Heute starben von 7,8 Milliarden auf der Erde nur 2 Millionen an – oder „mit“ – Corona. Das sind 0,025 Prozent der Weltbevölkerung.

Wenn man also die Weltbevölkerung in Beziehung setzt zu den Grippetoten 1918 und den Coronatoten 2020/21, dann starben 1918 132 Mal mehr Menschen an der Grippe (Influenza) als heute an Corona starben und sterben. Das zeigt, wie harmlos Corona ist. Es kann jeden treffen, aber die Wahrscheinlichkeit ist extrem gering, namentlich im Vergleich zu echten Seuchen wie der Pest im Mittelalter oder der frühen Neuzeit oder auch verglichen mit der Spanischen Grippe von 1918.

1970 bei der Hongkong-Grippe starben in der alten BRD 40.000 Menschen an der Grippe, die Infektionssterblichkeit – also der Prozentsatz derjenigen, die sich infizierten und daran starben – lag laut Robert Koch-Institut bei 0,29 Prozent. Laut WHO liegt die Infektionssterblichkeit von Corona, basierend auf über 60 internationalen Studien, bei 0,23 Prozent. Es mag sich jede und jeder nun selbst Gedanken darüber machen, wie seriös die tageszeitung (taz) arbeitet, die jüngst in einem von der NGO und den Kampagnenmacher*innen von Campact gepushten und vertriebenen Dossier fabuliert, „Covid-19 ist im Schnitt aller Altersgruppen zehnmal so tödlich als die Grippe“.

Die Chefredakteurin der taz Ulrike Winkelmann, die für die Kampagne mit ihrem Namen im Impressum steht, scheint es so zu sehen. Wird es nach Covid wieder einen einigermaßen seriösen Journalismus geben oder ist der für alle Zeiten gestorben?

Diese Fakten sollten also bekannt sein. Doch nicht so bei der Feministin Antje Schrupp, deren anti-radikalfeministische, natalistische und evangelische Agenda sie ohnehin schon zuvor in einem trüben Licht erscheinen liessen (sie ist offenbar ernsthaft im „Präsidium Evangelischer Frauen in Deutschland“, wie man sich als Frau oder Mensch so geistig eingeengt definieren kann, ist mir schleierhaft).

Schrupp schreibt im Januar 2021:

Wie vermutlich die meisten habe auch ich damals vielmehr aufgeatmet, als klar wurde, dass Corona im Fall einer Infektion sehr viel weniger tödlich ist als Mers (mit einer Sterblichkeitsrate von um die 25 bis 50 Prozent) oder gar Ebola (50 bis 90 Prozent). Corona hingegen hat eine Sterblichkeitsrate von grade mal 2 bis 4 Prozent, was zwar viel mehr ist als bei der Grippe, aber insgesamt nicht so furchterregend, oder?

Da zeigt sich leider, wie wenig Ahnung Schrupp von Medizin und Epidemiologie hat, was selbst mir Politikwissenschaftler sofort auffällt: Hätten wir tatsächlich eine Sterbequote von 2 oder 4 Prozent, wäre das sehr heftig und sehr gefährlich. Wir haben aber – das ist wissenschaftlich erwiesen – ca. 0,23 Prozent Sterblichkeit, Infektionssterblichkeit. Schrupp schreibt allen Ernstes, das Grippevirus „Corona“ sei „tödlicher“ als „Ebola“!!

Jetzt, im Februar 2021, dreht Schrupp noch mehr durch und unterstreicht ihre totalitäre Zustimmung zu ZeroCovid und ihre unwissenschaftliche Agitation:

Es kommt nämlich noch ein Faktor hinzu: Im Winter waren zwei Drittel bis drei Viertel der Infizierten alte Menschen über 80, sehr viele davon lebten in Pflegeheimen. Es war also ziemlich unwahrscheinlich, beim Einkaufen zufällig neben ihnen an der Kasse zu stehen oder mit ihnen im Straßenbahnabteil zu sein. Die Neuinfektionen in den kommenden Wochen und Monaten sind aber nun genau nicht diese Alten – weil diese größtenteils ja geimpft sind – sondern, um es mal so zu sagen: Leute wie du und ich.

Das heißt, selbst wenn die Inzidenzen, also Neuinfektionen, ungefähr so wie im Winter sind, wird ihr Anteil an normalen Alltagssituationen größer und damit natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken.

Antje Schrupps Seele wurde von der Panik aufgefressen, Christian Drosten, Karl Lauterbach, Lothar Wieler oder Winfried Kretschmann, Markus Söder und vorneweg Angela Merkel haben die Seele von Antje Schrupp aufgefressen: Angst essen Seele auf. Und diese Angst war ja produziert und gewollt, von Horst Seehofer persönlich, die WELT hat über das bestellte Panikpapier des BMI und die chinesische-totalitäre Dimension darin berichtet.

Davon, dass bis zu 80 Prozent hierzulande schon VOR Corona gegen Corona teilweise immun waren und eine massive T-Zellen-Immunität hatten und weiterhin haben, hat Schrupp noch nie etwas gehört. Dabei ist das eine Studie der Universität Tübingen. Warum sollten plötzlich nicht mehr 80 bis über 90 Prozent aller „Infizierten“ keine oder schwache Symptome aufweisen? Das liegt an der Teil-Immunität vorwiegend durch T-Zellen. Muss man wissen, wenn man sich zu Corona äußert, auch wenn man evangelisch ist…

Man spürt leider, wie angegriffen, geistig angegriffen Antje Schrupp ist. Sie glaubt den Wahn, dem sie verfallen ist.

Doch sie ist nicht primär Opfer, sondern Täterin. Sie unterstützt eine Politik, die schon jetzt 2,5 Millionen Frauen und Kinder im Globalen Süden zu Tode gebracht hat, die an der Lockdownpolitik elendig starben und verhungerten. Die unsagbaren psychischen und sozialen und ökonomischen Qualen von Dutzenden Millionen Menschen in Deutschland allein sind ihr keine Träne wert. Sie suhlt sich im Selbstmitleid.

Da gibt es eine Lösung, Frau Schrupp: Bleiben Sie zuhause, sperren Sie sich bis Anfang 2025 in ihre Wohnung oder ihr Haus ein. Lassen Sie sich alles liefern. Das geht. Aber bitte, lassen Sie uns mit ihren unwissenschaftlichen, irrationalen, nicht evidenz-basierten, ja a-sozialen, geradezu kriminellen ZeroCovid-Fantasien in Ruhe.

ZeroCovid hat verloren und auch der Lockdownwahnsinn von Merkel wird verlieren – aber unfassbare Opfer gefordert haben, hier und im Süden. Wahrheitskommissionen oder Public Health-Kommissionen etc. werden dieses Versagen und diese Opfer der Corona-Politik aufdecken. Aber gerade die Frauen und Kinder im Trikont und hierzulande so dermaßen zu verraten und sich weiter als Feministin zu begreifen und gar als Motto Ihrer Homepage anmaßend zu behaupten: „Aus Liebe zur Freiheit“, das geht zu weit. Sie, Frau Schrupp, haben gerade keinerlei Liebe zur Freiheit. Sie vertreten die totalitäre Coronapolitik-Unfreiheit. Sie wollen sogar noch mehr Corona-Totalitarismus, nämlich ZeroCovid, ein völliger, sorry, Schwachsinn, einen Grippeerreger wie Influenza ausrotten zu wollen.

Ein Glück gibt es Florida und Texas, zwei riesige Bundesstaaten in den USA, die beide mit dem Maskenwahnsinn und der Unfreiheit aufgehört und erkannt haben, dass Corona als eine „schwere Influenzawelle“ einzuschätzen ist, also: Nichts besonderes. Nur Menschen, deren Hirn von Corona angegriffen wurde, die stellen eine Gefahr dar, nicht nur für sich selbst, sondern vor allem für andere.

Und noch was: Nur A-Soziale finden, “Sie sind mit Abstand die besten Kunden”, wie es jetzt systemaffirmative Coronatrottel auf Zetteln an ihre Einzelhandelsgeschäfte hängen.

Selbstverantwortung und rationale Risikoeinschätzung sind angesagt. Und das Risiko beim Anblick eines Wahlplakats von Winfried Kretschmann oder Thomas Strobl vor Panik auf die Straße zu rennen und überfahren zu werden, ist größer, also durch Corona zu sterben.

 

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Die Grünen und der Philologenverband Baden-Württemberg zerstören die Gesellschaft

Von Dr. phil. Clemens Heni, 5. März 2021

In Schweden sind in 12 Monaten “Corona-Pandemie” keine Kinder an diesem für fast alle Menschen völlig harmlosen Virus gestorben. Nicht ein einziges Kind starb an COVID-19 in Schweden. Dabei hatte dieses Land keinen Lockdown, keine die Kinder misshandelnde Maskenpflicht und die Schulen waren immer geöffnet. Schweden hat eine nachvollziehbare und seriöse Politik betrieben. Davon können die Menschen in Baden-Württemberg nur träumen.

Von den 1,8 Millionen Schülerinnen und Schülern in Schweden wurde auch so gut wie kein Kind krank. Nicht ein Lehrer und keine einzige Lehrerin starb an dem Grippevirus Corona. Dass Corona so etwas wie eine schwere Grippe ist, sagen Kritiker der Massenpanik seit März 2020 – doch sie werden bis heute als “Coronaleugner” diffamiert. Dabei stammt die Aussage, dass Corona nichts als eine “schwere Influenzawelle” ist, vom Robert Koch-Institut (RKI).

Des Lesens und kritisch Denkens kaum mächtig scheinen die Grünen Baden-Württemberg, vorneweg Winfried Kretschmann, die die verfassungsfeindliche Lockdownpolitik fortführen. Er nimmt auch an den vom Grundgesetz nicht vorgesehenen, ergo nicht verfassungskonformen Bund-Länder-Beratungen unter der Führerschaft von Merkel teil.

Da stellt sich die Frage: Ist nur die AfD eine Gefahr für die Demokratie und die Verfassung oder stellen nicht vielmehr alle aktuell regierenden Parteien eine solche Gefahr dar?

Wer Demokrat ist, kann jedenfalls folgende Parteien, die an der Bundesregierung sowie an Landesregierungen und somit am nicht evidenzbasierten Coronawahnsinn aktiv teilhaben, nicht wählen, da sie nicht auf dem Boden des Grundgesetzes zu stehen scheinen:

CDU/CSU (Coronagläubige)

SPD (Coronagläubige)

Grüne (Coronagläubige)

FDP (Coronagläubige)

Linke (Coronagläubige)

AfD (rechtsextrem).

Besonders deutlich zeigt sich das nicht-evidenzbasierte Raunen oder Geschwätz beim Philologenverband Baden-Württemberg:

Weitaus kritischer sieht der Philologenverband Baden-Württemberg den geplanten Öffnungsschritt für Fünft- und Sechstklässler. Es sei absehbar, dass wegen der Virusvariationen die Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen wieder schnell ansteigen würden, sagte der Landesvorsitzende Ralf Scholl am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. “Solange wir das nicht in den Griff kriegen, fliegt uns das um die Ohren, und wir gehen zu Ostern in einen noch härteren Lockdown, als wir ihn bisher hatten.” Der geplante Präsenzunterricht in der Unterstufe ab 15. März führe dazu, dass wieder zigtausende Schülerinnen und Schüler unterwegs seien.

Dieser Mann – Ralf Scholl – hat seit März 2020 nicht gelernt, dass Corona eine “Pandemie der Alten” ist und Kinder davon nicht betroffen sind. Er ignoriert diese Tatsache offenbar absichtlich. Er möchte Kinder weiter im psychischen Ausnahmezustand einsperren.

Diese Kinder werden dann in Jahren und Jahrzehnten auf unsere Gräber pissen – wenn denn die heutige Generation der Jugendlichen und Kinder überhaupt jemals wieder wird selbst denken können und nicht noch früher ihre totalitäre Fratze zeigen wird, als es aktuell alle Regierenden in diesem Land tun…

Die möglicherweise in einigen Jahren und Jahrzehnten kritisch, aufgeklärt und selbst Denkenden, die heute noch Kinder sind, könnten also sagen:

Wie konntet ihr es wagen, uns so dermaßen die Lust am Leben zu nehmen, uns so psychisch zu quälen, uns mit Tests in Todespanik zu versetzen, mit Masken uns die Luft zum Atmen und Späßle machen, flirten zu nehmen, uns jede Chance auf eine Public Health Perspektive zu versprerren, die die ganze Gesellschaft im Blick gehabt und nicht ein paar 86-jährige schwer Vorerkrankte oder 43-jährige Fettsüchtige, die eben auch bei einer schweren Influenzawelle gestorben wären, uns vorgezogen hätte? Wie konntet ihr dermaßen perfide und brutal sein?

In Texas gibt es noch Demokraten und – Menschen. Dort werden ab sofort alle Zwangsmaßnahmen, insbesondere die Maskenpflicht, ausgesetzt.

Die Worte und Begriffe Verhältnismäßigkeit, Rechtsstaatlichkeit, Würde, Kinderrechte, vorsätzliche Körperverletzung, Verfassungsbruch, Eigenverantwortung, Schutz der Schutzbedürftigen, Verantwortlichkeit, Fürsorgepflicht und Demokratie kennt der Philologenverband Baden-Württemberg nicht.

 

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Stufenpläne und Merkels totalitäre Willkür: Polizeistaat und Hygienediktatur

Von Dr. phil. Clemens Heni, 02. März 2021

Wer gesehen hat, wie ein Hubschrauber über einen zugefrorenen Binnensee kreiste, das Steinhuder Meer ist im Schnitt 1,35 Meter tief, um die Menschen zu vertreiben, wer sah, wie in Hamburg ein Polizeiwagen fast zwei Kollegen überfahren hat und einen Jugendlichen, der andere lebenshungrige Jugendliche abgeklatscht oder umarmt hatte, wie einen Jihadisten oder Neo-Nazi jagte und fasste, wer gesehen hat, wie regelrecht geil Uniformierte in den Innenstädten oder Parks darauf warten oder lauern, eine Person ohne mit Schleim, Keimen, Bakterien und Viren vollgerotzter “Maske” vor der Fresse zu erwischen, wenn das dort wie in fast jeder Stadt Pflicht ist – Ausnahme zum Beispiel: Ludwigshafen am Rhein, die Stadt von Ernst Bloch, spürt: wir leben in einem Polizeistaat. Das ist kein verhältnismäßiger Rechtsstaat mehr.

Fotos: Privat

Wer dann auch noch gesehen hat, wie solche Beamten kleine verschneite Hänge hinaufsprinteten, weil ein Mensch ohne Maske den Schnee und die Wintersonne genießen wollte, wer das alles gesehen hat, weiß: Wir leben in einem Polizeistaat. Das ist die Hygienediktatur.

Die politische Kultur zeigt den Untertanengeist der Deutschen, das Buckeln, Geschlagenwerden und dann Treten gegen andere Opfer. Diese “Anderen” gibt es immer, jetzt sind es “Covidioten”, “Corona-Leugner”, oder “Querdenker”, auch wenn so gut wie kein Mensch das Virus leugnet, Kritik wird im Neusprech als “Leugnung” übersetzt, “Dank” der ARD- und ZDF-Anstalten, der Politik und der kulturellen Elite.

Alle werden ja durch das Eingesperrtsein getreten und gequält, durch die völlig sinnlose Maske gedemütigt und durch die a-soziale Distanz zu allen anderen Menschen im Mensch-Sein gehindert, absichtlich.

Dieses Buckeln und dann Treten – in dieser Reihenfolge -,  wie es Heinrich Mann schon zu Zeiten des Ersten Weltkriegs wie kein anderer analysiert hat, hat jetzt ein Revival wie noch nie seit 1945. Das ist Deutschland. DU bist Deutschland. Nie wieder Deutschland!

Manche Städte verbieten jetzt das “Verweilen” am Rheinufer oder an der Alster, aber nur zu bestimmten Zeiten, z.B. am Wochenende von 10 bis 20 Uhr oder freitags von 14 bis 21 Uhr – warum? Weil wir ja von der Medizin wissen, dass Coronaviren Langschläfer sind und vor 10 Uhr am Wochenende oder 14 Uhr an einem Freitag nicht aktiv sind! Das nennen wir Wissenschaft! Die Stadt Düsseldorf und die Freie und Hansestadt Hamburg machen das nicht nur, weil sie die genialsten Virologen und Epidemiolog*innen des ganzen Landes haben, sondern weil sie wissen, dass es verfassungswidrig und illegal ist, was sie tun. Und hoffen, dass immer noch kein Richter diesen Verfassungsbruch verurteilt. Und damit werden sie vermutlich weiterhin durchkommen.

Wer sich alleine auf eine Bank setzt, handelt kriminell. Wer das aber nachts um halb fünf macht, handelt völlig legal. Wer im Stehen ein Eis schlotzt und die Sonnenstrahlen, das glitzernde Wasser des Rheins und die blühenden Krokusse am Rheinufer genießt, handelt illegal – wer schnellen Schrittes läuft, handelt legal.

Die Deutschen werden sich das noch Jahre oder für immer gefallen lassen. Keine Konzerte, keine vollen Stadions, keine Diskos – sie machen mit. Keine echten Randale nirgends, was einen deshalb nicht verwundert, weil die Linken ja zu den aggressivsten Merkel-,  Lockdown- und schrittweise-oder-nie-öffnen Fans gehören.

Kein Volk der ganzen Welt ist so staatstragend und dumpf wie das deutsche Volk, inklusive seiner Migranten, die häufig noch die am wenigsten aggressiven und kontrollierenden oder am seltensten blockwartmäßig denunzierenden Zeitgenoss*innen sind. Aber auch die machen keinen Aufstand.

Wer stehenbleibt und sich am Rheinufer oder an der Außenalster küsst – handelt illegal. Was sind das für Menschen, die auf solche Ideen kommen? Wie krank sind solche Menschen? Wie irrational, unwissenschaftlich, unmenschlich sind solche Monster in unseren Verwaltungen, die von den Mainstreammedien und von Merkel, Scholz, Kretschmann, aber auch der FDP angeheizt werden, staatstreu und affirmativ zu handeln, höchstens mal stufenplanmäßig ab Mai auch samstags das innige Küssen und Stehenbleiben am Rheinufer erlauben, aber sonntags wird das erst ab August möglich sein?

Zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat sich die Polizei lächerlicher gemacht, hat vulgärer und brutaler ihr Gesicht gezeigt, als seit März 2020 und der Corona-Krise. Und diesmal ist die Polizei Erfüllungsgehilfe der totalitären linken Monster, die ZeroCovid schreien, und alle nonstop einsperren wollen, während die Frauen und Kinder im Globalen Süden elendig WEGEN der Lockdownpolitik verrecken (schon jetzt 2,5 Millionen Menschen, wie eine schwedische Studie zeigt).

Und diese seit dem Ende des Nationalsozialismus nie dagewesene Polizeigewalt zeigt am Ende ihrer Kanzlerschaft den Kern von Angela Merkel: Autoritarismus, Irrationalismus, Unwissenschaftlichkeit und Totalitarismus.

Ich habe Merkel 2015 ff. verteidigt, ich sagte es bereits, und Merkel gegen die Nazis, gegen Pegida und die Nationalisten, Neuen Rechten, Orbán und Seehofer-Fans, gegen die Rassisten und Anti-Flüchltingsaktivisten in Schutz genommen.

Ich habe sogar meinen Hauptgeldgeber aus den USA verloren, als ich bei einer Busrundfahrt einer Reisegruppe eines ThinkTanks ein Graffito am Rathaus Neukölln in Berlin verteidigte („Angela Merkel ist Mutter Theresa“).

1968 und dann die Zeit der RAF von 1970 bis 1977 und darüber hinaus, die Hetze gegen die radikale Linke, die sich “klammheimlich” über Gewalttaten oder zumindest über die Attacke auf den bürgerlichen Staat freute oder auch nur mit der Freude kokettierte, diese Zeiten  waren gegen die heutigen Polizeistaatsmethoden, die heute Millionen und nicht nur ein paar Dutzend oder Hunderte betreffen, geradezu läppisch.

Heute wird nicht gedroht, heute wird gehandelt, fast alle Geschäfte einfach geschlossen, Universitäten, Jugendclubs, Diskotheken, Kneipen, Bars, Restaurants, Zoos, einfach alle Orte, wo sich Widerständige verabreden könnten, werden schlichtweg über Monate geschlossen – das wäre 1977 undenkbar gewesen, absolut undenkbar. Zumal 1977 gab es “Sympathisanten”, eine linke Gegenöffentlichkeit gegen Helmut Schmidt (SPD), ohne dass diese Leute Fans der RAF gewesen wären – zumal der Antisemitismus der RAF hat auch viele 68er angewidert, es gab auch zionistische 68er, von Ernst Bloch über Herbert Marcuse hin zu Günther Eich und Wolfgang Hildesheimer.

Was die heutige Zeit noch viel krasser und brutaler, mörderischer macht als 1968/1977, ist die Tatsache, dass jene, die früher nicht nur antiamerikanisch hetzten, sondern auch großmaulig “Wir wollen keine Bullenschweine” (Slime, 1980) schrien, jetzt selbst das “Schweinesystem” (O-Ton des Kängurus) unterstützen und das Aussetzen von Grundrechten als völlig normalen Vorgang betrachten. Der zumal geistig offenbar alt gewordene Punk-Rocker Dirk Jora von “Slime” (am 30. Juli 2020 verließ er Slime) sagte Ende Mai 2020 dem Neuen Deutschland:

Seit mehreren Wochen demonstrieren verschiedene Bündnisse gegen die Corono-Einschränkungen. Was halten Sie von diesen Protesten?
Ich finde ihn hirnrissig, für mich sind das komplette Idioten, egal ob sie nun von rechts oder von links kommen. Solche Leute sind für mich auch gar nicht links. Haben die nicht gesehen, wie in Bergamo oder New York die Leichen abtransportiert wurden?

Und auch in folgender Passage zeigt Jora, dass er die irrationale, nicht evidenzbasierte Agitation der Bundes- und Landesregierungen, ja so gut wie aller Medien seit März 2020 völlig internalisiert hat und nicht selbst denken kann:

Also kein Verständnis dafür, dass sich gegen die Einschränkung von Grundrechten Widerstand regt?
Ich bin der Letzte, der Eingriffe in die Grundrechte verteidigt, Slime hat immer dafür gestanden, dass staatliche Behörden nicht zu weit in unser Leben eingreifen. Nur frage ich mich heute: Was ist die Alternative? Die Leute, die dort jetzt demonstrieren, sollen die etwa die Pandemie in den Griff kriegen? Und ist denen bewusst, dass sie einen großen Teil der Gesellschaft ausschließen? Ich finde, zu Beginn der Coronakrise haben sich linke Zentren wie die Rote Flora in Hamburg korrekt verhalten, indem sie gesagt haben: Wir schließen, weil wir ansonsten Risikogruppen und ältere Mitbürger von den Veranstaltungen ausschließen müssten. Das ist Solidarität. Die Leute, die jetzt auf die Hygiene-Demos gehen, glauben vielleicht auch, sie würden solidarisch handeln, für mich sind sie aber absolut unsolidarisch. (Herv. CH)

Es war gerade a-sozial von der Roten Flora und den Linken, ohne jede Evidenz eine mittlerweile selbst vom Kern der Panikindustrie, dem Robert Koch-Institut (RKI) als lediglich “schwere Influenzawelle” kategorisierte Corona-Epidemie als nie dagewesene Gefahr zu stilisieren und Grundrechte auszusetzen.

Für Jora war also das Aussetzen von Grundrechten alternativlos, wie für Merkel und die gesamte Elite des Landes. Dass die sog. Infektionen schon vor dem ersten Lockdown am 22. März 2020 gefallen waren – schert sie nicht. Dass nur einige alte und schwer erkrankte Menschen überhaupt gefährdet waren – wie bei einer schweren Grippewelle wie 2018 oder 1970 – schert sie nicht.

Besonders peinlich ist folgende Stelle von Dirk Jora:

Die Situation ist sehr bitter, sowohl für die Band als auch für die einzelnen Mitglieder. Ich selbst habe eine Vorerkrankung und habe mich deshalb schon frühzeitig in Schutzquarantäne begeben.

Es ist traurig, wenn ein Mensch vorerkrankt ist. Aber das ist sein Problem, wenn er eine Vorerkrankung hat, das ist ein privates Problem, wirklich traurig, aber so ist es. Er ist nicht der einzige, der vorerkrankt ist (was immer das heißt). Es gibt Menschen, die ihr Leben lang extremes Asthma haben, Allergien, Behinderungen aller Art – ob die jedoch von Corona schwerer gefährdet sind, ist wissenschaftlich noch nicht mal erwiesen, dafür gibt es viel zu wenige Tote unter 70 bzw. unter 80.

Ich kenne 85-jährige Verwandte mit Kehlkopfkrebs (seit ca. 20 Jahren), die weiterhin Raucher sind und die Coronapolitik von Anfang an katastrophal, antidemokratisch und unverhältnismäßig empfinden. Das ist souverän, würdevoll und selbstbestimmt.

Jora möchte wie die Tagesschau, Merkel, Söder, Kretschmann das ganze Land einsperren, damit es einer mini-kleinen Gruppe von Menschen nicht zu gefährlich wird. Dabei ist eine Grippe genauso gefährlich für angeschlagene Menschen und auch für nicht angeschlagene Menschen – DAS ist das Leben, wer das nicht begriffen hat, hat gar nichts begriffen. Kriminell wird es aber, aus dieser persönlichen Todespanik und Unsicherheit, dieser metaphysischen Hilflosigkeit andere Menschen in den Tod zu treiben, Menschen verhungern zu lassen im Trikont, und hier Geschäfte, die Innenstädte, die Kulturszene etc. sterben zu lassen.

Dass dabei andere sterben würden, die sozial am Ende sind, die im Globalen Süden verhungern, nicht mehr in die Schule können, wo sie ein Essen bekommen hätten und Schutz vor Gewalt – das juckt diese fanatischen Corona-Gläubigen nicht.

Der Publizist Peter Heller analysiert, wie dramatisch die Situation ist:

Der Stufenplan ist der neue Fetisch einer pandemietrunkenen, sich leidenschaftlich immer neuen Restriktionsorgien widmenden Obrigkeit. Ausgerechnet die FDP hat hier einen frühen Impuls gesetzt und feiert sich nun selbst deswegen. Glaubt sie doch, nach einem Jahr des passiven Eskortierens autoritären Regierungshandelns endlich den Spagat zwischen der angestrebten Funktion eines allseits beliebten Mehrheitsbeschaffers und dem gleichzeitig zu pflegenden Markenbild als Freiheitsverteidiger geschafft zu haben. Tatsächlich lassen sich die meisten Bundesländer durch diesen Denkanstoß treiben.

Der ganze irrationale Wahnsinn zeigt sich ja aktuell in Regensburg, wo der Trainer des Fußballvereins positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, ja sogar auf eine ach-so-angeblich-noch-tödlichere-Variante (de facto weniger gefährlich) und offenbar bereits die Beerdigung des armen Mannes vorbereitet wird – daher kann das für heute angesetzte DFB-Pokalspiel gegen Werden Bremen nicht stattfinden. Verstehen Sie? Der Mann hat kein Problem, er ging nicht zum Arzt, weil er das Ende nahen sah.

Nein, er wurde routinemäßig, wie es im Hygienestaat Pflicht ist, getestet. Für Public Health Expert*innen: So etwas gab es noch nie in der Geschichte der Menschheit. Noch nie wurden pumperlgesunde Menschen auf eine Krankheit getestet und bei positivem Test eingesperrt (!). Ja, noch wahnwitzig krasser: Das ganze Team von Jahn Regensburg wird eingesperrt, 10 Tage Minimum, was den Spielplan massiv durcheinander wirbelt und das Team als solches in seine Einzelteile zertrümmert. Wer mag da noch von Chancengleichheit sprechen in der Zweiten Bundesliga? 10-14 Tage kein Training und kein Wettkampf, während alle anderen Teams trainieren und spielen dürfen? Das ist Freiheitsberaubung, vorsätzliche Körperverletzung, Wettbewerbsverzerrung.

Aber alle jubeln, vorneweg die Verantwortlichen von Bremen und auch die Sportschau berichtete am 1. März voller Verständnis für die Absage.

Und noch ein Vorschlag zur Güte:

Sollen doch diejenigen, die auch noch 12 Monate nach Beginn des größten Wahnsinns, der irrationalen und von Horst Seehofer und Angela Merkel orchestrierten und bestellten Panik (!), jene, die diese perfide Panik und Todesangst internalisiert haben, Panik vor einer schweren Grippewelle, sollen die alle doch  zu Hause bleiben. Einfach zu Hause bleiben. Es gibt Lieferservice für alles. Das mögen von mir aus 50 Millionen Menschen sein in diesem Land. Oder 70 Millionen.

Aber lasst die paar wenigen, die noch denken können, ein Leben leben, ihr Leben leben. Bleibt Zuhause und lasst uns in Ruhe, bleibt mit Merkel, Söder, Kretschmann, Strobl, Dreyer, Laschet und Spahn im 24/7 Zoom-Quarantäneclub. Bleibt einfach Zuhause.

Aber lasst uns, den denkenden Teil der Bevölkerung, ein ganz normales Leben ohne euch, ohne Maskenwahnsinn, ohne Polizeistaat, ohne Hygienemaßnahmen, ohne “Maske”-Geschreie von Verkäuferinnen, einfach ohne all die irrationalen, und nur aufs Quälen bedachten totalitären Maßnahmen, lasst uns ohne euch totalitären Monster in Ruhe. Lasst uns einfach alleine.

Wir wissen, dass es denkende Menschen gibt, die längst erkannt haben, dass Corona so harmlos ist wie eine schwere Grippewelle – schauen wir nach Florida oder nach Schweden.

Peter Heller resümiert:

In Wahrheit gibt es für das Vorgehen gegen einen Erreger geringer Letalität, der Menschen als Vektoren nutzt und sich durch die Luft verbreitet, nur zwei Stufen, zwischen denen man sich zu entscheiden hat.

Die eine verlangt den Massensuizid durch kollektives Luftanhalten. Niemand mehr würde an Covid-19 erkranken, niemand mehr daran sterben.

Die andere verzichtet grundsätzlich auf alle Einschränkungen und akzeptiert den Keim als ein unvermeidbares Lebensrisiko neben vielen anderen.

 

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Corona ist so harmlos wie “schwere Influenzawellen” sagt das Robert Koch-Institut (RKI). Grüne planen Ende des Lockdowns und Fortführung der totalitären Biopolitik

Von Dr. phil. Clemens Heni, 01. März 2021

Angela Merkel möchte an ihrer totalitären Lockdown-Politik festhalten.

Sie hat mehrfach gesagt, dass sie am Wahnsinn der “Inzidenz”-Werte festhält und dass es erst unter einem Wert von 35 “Infektionen” (die fast alle keine sind) pro 100.000 EW “Lockerungen” geben könnte.

Das sagt eine medizinische und sozialwissenschaftliche Analphabetin.

Merkel hat vor allem auch noch betont, dass sie erst Ruhe geben wird, “wenn jeder Mensch geimpft” ist.

Dass sich niemals alle Menschen, noch nicht mal in Berlin, im Regierungsviertel, geschweige denn in Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen, ja in keinem Bundesland und in keinem Land der Welt jemals alle gegen ein so harmloses Virus wie Corona impfen werden, das ignoriert diese irrationalste Bundeskanzlerin aller Zeiten ganz gezielt.

Damit stellt sie sich gegen die Demokratie, gegen die Rechtsstaatlichkeit und zumal gegen die Resolution 2361 der Parlamentarischen Versammlung des Europarates vom 27. Januar 2021.

Doch die “Opposition” ist nicht weniger antidemokratisch. Nehmen wir Habeck von den Grünen, der jetzt fordert, auch Kindergärten und Schulen zweimal die Woche mit Schnelltests zu versorgen. Das ist schon deshalb Wahnsinn, weil Kinder überhaupt gar nicht von Corona betroffen sind. Schweden hatte seit März 2020 alle Kindergärten und Grundschulen offen und nicht ein einziges Kind ist an Corona gestorben und nur eine Handvoll wurde kurzfristig krank. Das sind viel weniger Fälle als bei einer schweren Grippe. Und diese medizinischen Erkenntnisse schlagen auch Habeck und die Grünen in den Wind, sie sind kein bisschen weniger irrational oder totalitär wie Merkel, Spahn, Scholz und Söder.

Dass zu keinem Zeitpunkt das Gesundheitssystem überlastet war, wird schon gar nicht erwähnt. Es ist lächerlich, wie wenige Menschen wegen Corona in Krankenhäusern liegen. Es ist in jedem einzelnen Fall tragisch – aber nicht weniger tragisch als die Dutzenden Millionen Menschen, die psychisch zerstört sind und deren Lebenserwartung um mindestens 17 Millionen Lebensjahre geschmälert wurde – während Corona nur ca. 300.000 Lebensjahre gekostet hat, so die internationale Forschung vom RKI bzw. von einem Forscherteam der Universität Bern.

Habeck und ein Janosch Dahmen, MdB der Grünen, fordern eine totalitäre Totalüberwachung der ganzen Gesellschaft, vollkommen lückenlos, was der KP Chinas und allen anderen biopolitischen Staatsfetischisten Tränen der Rührung in die Augen treiben wird. Der Spiegel ist völlig aus dem Häuschen – gegen den Lockdown und doch totalitär bleiben, das geht, Dank Habeck und den Grünen:

  • Alle Kindergärten und Schulen seien mit Schnelltests auszustatten. Nicht nur das: »Ziel muss aber sein, dass sich absehbar für die Dauer der Pandemie alle Bürger*innen mindestens zwei Mal in der Woche testen können«, heißt es im Papier. Die Tests sollen laut Habeck und Dahmen kostengünstig sein und für Menschen, die Sozialleistungen beziehen, kostenlos sein.
  • Sie fordern, die Corona-Warn-App entweder mit Kontaktverfolgungsmöglichkeiten auszustatten oder sie durch die App »Luca« zu ersetzen, die laut ihrer Website »schnelle und lückenlose Kontaktnachverfolgung im Austausch mit den Gesundheitsämtern« verspricht.

Weiter heißt es im deutschesten der deutschen Nachrichtenmagazine:

Besonders interessant ist der vorletzte Punkt, den Habeck und Dahmen notiert haben. Darin fordern sie ein einheitliches System, über das Negativtests künftig nachgewiesen werden sollen, und verbinden das mit einer konkreten Öffnungsperspektive. »Wer ein negatives Testergebnis nachweisen kann, kann bestimmte Tätigkeiten wieder aufnehmen, Veranstaltungen, Besuche, Eintritt kann wieder möglich sein«, schreiben sie.

Über den Corona-Impfpass wollen sie im »Zusammenspiel mit der Ausweitung von Tests« diskutieren, denn damit sei eine »faire Lösung für den Einsatz eines digitalen Impfnachweises« möglich. Die Idee von Habeck und Dahmen: »Digitale Nachweise eines aktuellen Negativtests, der Nachweis von aktueller Immunität durch überstandene Krankheit (aktueller Antikörpertiter) und Impfungen sind dann gleichzustellen.« Damit würde den Autoren zufolge eine »rechtliche Ungleichbehandlung von Geimpften und Nichtgeimpften vermieden«. So sollten »Freiheiten so schnell und so umfassend, wie es geht, wieder ermöglicht« werden.

Totalitäre Überwachung heißt jetzt “Freiheit” ermöglichen.

Während zumindest Teile des Robert Koch-Instituts seriös arbeiten und konstatieren, dass Corona nicht schlimmer ist als “schwere Influenzawellen” (“Die Analyse der Übersterblichkeit legt aber nahe, dass die COVID-19-Pandemie am Ende des Jahres 2020 etwa das Niveau schwerer Influenzawellen erreicht hat“), aufgrund derer es noch niemals Lockdowns, Ausgangssperren, das Zerstören von Existenzen im globalen Maßstab, das Einsperren von Menschen und das Schließen von allen Cafés, Restaurants, Theatern, Bibliotheken, allen Fitnessstudios, allen Einzelhandelsgeschäften bis auf die Supermärkte gab, setzen die Grünen in einer nicht weniger totalitären Grundhaltug wie die CDU/CSU/SPD/FDP/Linke nicht mehr nur auf Lockdowns, sondern auf die viel gründlichere Totalüberwachung.

Wer Kinder im Kindergarten oder der Grundschule und allen anderen Schulen mit solchen Test terrorisiert, ist so ein Mensch ein Kinderfreund oder eher eine Person, die vorsätzlich Körperverletzung betreibt? Wer kann die psychischen Schäden, die Millionen Kindern, Teenagern, Jugendlichen und allen Erwachsenen durch die Politik von Merkel, Habeck, Laschet, Söder, Kretschmann & Co. entstehen, abschätzen? Sie sind unermesslich.

Und das alles wegen einer Art Grippevirus, wie selbst das RKI jetzt endlich im Februar 2021 zugibt. Aber Merkel und Habeck hören nicht mal auf das RKI, sondern sind gefangen im totalitären Kokon des Gruppendenkens.

Sie spielen auf der Klaviatur des Paternalismus, wie kein Mensch in diesem Land seit 1949. Ja, sie machen alle Menschen zu Mittätern im totalitären System, wie man sehr wohl mit Hannah Arendt sagen kann (“Anleitung zum smarten Totalitarismus“).

Der Lockdown wird also enden. Was nicht enden wird, ist der Wahnsinn der Totalüberwachung, die Kindes- und Erwachsenenmisshandlung, die Nötigung, die vorsätzliche Körperverletzung via Schnell- und Massentests – Tests auf ein so harmloses Virus, dass fast nur sehr alte und sehr kranke Menschen sterben und jene wenigen, die gar nicht krank waren und nur wegen Corona starben, die gibt es immer, bei jeder Grippewelle. Das ist und bleibt unvermeidbar, traurig, aber so ist das Leben, es kann jeden von uns erwischen.

Aber die vorsätzlich organisierten Tode durch die Lockdownpolitik, die schon jetzt mindestens 2,5 Millionen Tote gefordert haben, wie schwedische ForscherInnen herausbekommen haben, die sind auf alle Zeiten unverzeihlich. Das sind aber vor allem Frauen und Kinder im Globalen Süden – und wer von der herrschenden Elite kümmert sich um diese Menschen? Wen juckt es im Kanzleramt oder im Bundestag, ob 2,5 Millionen Menschen alleine wegen der Coronapolitik verhungern, zwangsverheiratet und verstümmelt werden, weil die Schulen in Afrika zwangsgeschlossen wurden? Wen kümmert das, wenn es um das Leben der 89-jährigen Omi geht, das Merkel wiederum gezielt nicht geschützt hat durch die panische, obsessive und irrationale Lockdownpolitik?

Der Regionaldirektor der WHO für Europa, Hans Henri Kuge, sieht das Ende der Pandemie kommen.

Logischerweise sollte das dann das Ende aller Maßnahmen bedeuten. Doch das will Merkel nicht, ihr Lebensziel ist die Impfung aller Menschen, das hat sie ja selbst gesagt, das ist keine Ideologie von Verschwörungswahnwichteln (die es ja in der Tat massenhaft gibt, von denen, die 9/11 und den Jihad leugnen, über jene, die hinter jeder linken NGO den Juden George Soros sehen und die Einwanderung mit “weißem Genozid” übersetzen und ihr völkisch-nationalistisches Gedankengebäude bloßlegen).

Merkel fantasiert, dass “Die Pandemie erst beendet ist, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind”.

Aus diesem Satz spricht der ganze irrationale Wahnsinn und vor allem die Weltbeglückungsideologie der Kanzlerin. Sie will nicht loslassen, sie will nie mehr eine Rückkehr zur Demokratie, weil dieses Ziel des Impfens aller Menschen ohne Gewalt niemals erreicht werden wird. Niemals. Allein von “allen Menschen” zu reden, ist bereits totalitär, da es immer Ausnahmen gibt. Es gibt immer Menschen und wenn es nur drei oder vier wären auf der ganzen Welt (es sind allein in Deutschland ca. 34 Prozent, die sich nicht impfen lassen wollen, so die Bertelsmann-Stiftung), die sich nicht impfen lassen wollen, dann dürfte nirgendwo auf der Welt auch nur eine einzige Maßnahme herrschen, die es nicht gegen ein Grippevirus wie Corona geimpften Menschen verböte, dies oder jenes zu tun, wie ein Besuch in einem Restaurant, Theater, Café, einer Bibliothek, einem Flugzeug etc. pp.

Merkel hat demnach den Grundsatz der Gleichheit der Menschen nie verstanden.

Sie erwähnt auch gar nicht, dass in Afrika so gut wie kein Mensch an Corona erkrankt ist oder starb, weil es eine europäische und somit auch amerikanische Grippewelle ist, nichts anderes, die Todeszahlen belegen das ja eindrücklich. Es ist eine Pandemie der Alten, keine Pandemie der ganzen Welt, das war es zu keinem Zeitpunkt. Es war eine “schwere Influenzawelle”, wie sie Europa und Amerika schon öfters gesehen haben.

Es war 2020 möglich, einfach so in Restaurants zu essen. Jetzt will die Politik dies auf unabsehbare Zeit verhindern und nur noch Wahnsinnigen und Panischen Grundrechte geben.

Um das ganz deutlich zu sagen: Wer alt ist oder krank, soll sich impfen lassen, das ist eine persönliche Entscheidung. Doch 83 Millionen Menschen zu zwingen, sich entweder impfen zu lassen oder tagtäglich beim Gang ins Restaurant testen zu lassen, das ist Ausdruck des a-sozialen, totalitären Hygienestaates und hat mit Gesundheit und Prävention nichts zu tun.

Ja mehr noch: Wer ‘vorerkrankt’ ist und deshalb alle 83 Millionen eingesperrt oder kontrolliert wissen will, zeigt nur wie wenig Demokratieverständnis er oder sie hat. Wer Panik hat, soll sich meinetwegen selbst einsperren.

Aber zu fordern, wie es seit März 2020 passiert, dass nicht die ganz kleine Gruppe von Gefährdeten (Durchschnittsalter der “Corona-“-Toten ist 82-84 Jahre in Deutschland) geschützt werden soll, sondern alle auf brutalste Weise beherrscht, kontrolliert und eingesperrt gehören, das zeigt, wie a-sozial und undemokratisch grade auch die Linken und Minderheiten in diesem Land sind.

Der Lockdown wird also enden. Die totalitären biopolitischen Herrschaftsmethoden werden durch Habeck und die Grünen fortbestehen und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und dann umgesetzt, ja durchgepeitscht werden. Das ist der pandemic turn, das Ende der Demokratie, wie ich es schon im März und April 2020 analysierte. So wie der Gelegenheitsphilosoph Günther Anders hätte ich auch lieber Unrecht mit meinen Prognosen.

 

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