Clemens Heni

Wissenschaft und Publizistik als Kritik

Schlagwort: Corona Seite 1 von 4

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Hoffnung aus Schweden: Ohne Lockdown weniger Corona-Tote als fast alle anderen europäischen Länder

Von Dr. phil. Clemens Heni, 14. Januar 2021

Der Artikel “Ist die Corona-Politik in Schweden erfolgreicher als die deutsche Strategie?” auf Telepolis zeigt, dass die Anti-Lockdownpolitik in Schweden weniger tödlich ist, als die Mainstream-Politik in Europa. Entgegen der Schadenfreude im deutschen Medien- und Politikmainstream vom Frühjahr 2020, als es in Schweden relativ viele Tote in Altersheimen gab, haben wir jetzt den Beweis: Schweden hat überhaupt keine Übersterblichkeit und prozentual weniger Tote als fast alle europäischen Länder, die letzten Wochen sogar absolut und prozentual deutlich weniger Tote als Deutschland.

Das wird zwar im wahnsinnig gewordenen Deutschland, das von irrationalen Politikerinnen und Politikern angeführt und von den entsprechenden Medien nicht rational informiert wird, in einem Land also, wo Selbstdenken und Nachhaken, Aufklärung und Reflexion, Diskussion gar nicht erwünscht sind, ignoriert werden. Das wissen wir. So wie Merkel schon im Herbst exakt wusste und das auch verklausuliert sagte, dass sie alle Innenstädte bis mindestens April völlig zerstören möchte – egal wie wenige oder wieviele Leute sterben, da die Zahlen der unwissenschaflichen PCR-Tests ja ganz sicher produziert werden, solange man testet.

Es gibt in der taz Texte, die die komplett unwissenschaftliche und irrationale “zero Covid” Kampagne anpreisen und für einen extrem totalitären Lockdown plädieren: Alles soll schließen, Fabriken, Betriebe, einfach alles bis auf Lebensmittelproduktion und Lebensmittelverkauf. Man merkt hier, wie wenig die Menschen noch denken können, denn ein Virus wie Corona oder Influenza ist nicht ausrottbar so wie Pocken. Wer das nicht gelernt hat, hat einfach seit Anfang 2020 einen Tiefschlaf genommen und jede wissenschaftliche Diskussion verpasst.

Zero Covid wird es nie geben, es wird Corona noch in 30 Jahren geben, wenn es die taz schon längst nicht mehr geben wird. Es spricht der extrem autoritäre Charakter und die Lust am Quälen und Einsperren aus der taz, für den mittlerweile vor allem Grüne und Linke stehen und grade nicht die Neo-Nazis, Neuen Rechten, Rechtsextremisten oder die AfD, von denen man bislang dachte, sie seien die einzigen und krassesten Staatsfetischisten.

Dramatisch wird das, wenn die taz im Stile der totalitären chinesischen Regierung einen solchen Total-Lockdown einfordert als Kampagne. Das wird noch mehr Tote fordern, da schon jetzt – wissenschaftlich bewiesen, wie Prof. Ioannidis aus Stanford zeigt – durch den Lockdown eher mehr als weniger alte Menschen sterben! Also wollen jene, die einen noch brutaleren Lockdown wollen wie die taz, offenkundig noch mehr alte Tote. Ob allerdings aktuell die Todeszahlen eine Übersterblichkeit bedeuten oder nicht vielmehr Teil des ganz normalen, immer erhöhten Sterbegeschehens im Winter darstellen, das wird sich zeigen. Das Beispiel von Frankfurt am Main und dessen Zahlen bis einschließlich 31.12.2020 spricht dafür, dass es 2020 aufs ganze Jahr hin gesehen überhaupt keine Übersterblichkeit gab.

Neben den mehr alten Toten WEGEN des Lockdowns gibt es auch noch mehr junge tote Unternehmer*innen, Sänger*innen, Wissenschaftler*innen und Gewerbetreibende aller Art, denn die werden sterben, wenn sie ihr ganzes Geld, ihr Geschäft und jede Perspektive sowie ihre Jobs verloren haben.

Dazu kommen – die Krankenkassen warnen seit Monaten – schwer angeschlagene Patient*innen, die nicht zur Vorsroge gehen aus Angst, dass so Panik-Hetzer*innen wie in der taz die Angst vor Corona vor jeder Haustür schüren. Also gibt es dramatisch weniger Arztbesuche gerade von chronisch Kranken. Von den verschobenen OPs wegen des Coronawahnsinns und dem – von Jens Spahn zu verantwortenden – unterbesetzten Krankenhaus- und Pflegesystem nicht zu schweigen.

Corona ist und bleibt eine “Epidemie der Alten“, wie es Prof. Matthias Schrappe und seine Forschungsarbeitsgruppe in ihrem mittlerweile siebten Thesenpapier am 11. Januar 2021 formulieren. Der Focus berichtet am 13. Januar 2021:

Seit Frühjahr 2020 kritisiert Matthias Schrappe, ehemaliger Berater des Bundes in Gesundheitsfragen, mit seinem Experten-Rat den Corona-Kurs. Seitdem fordert er auch, die Älteren besser zu schützen. Weil das noch immer nicht geschehen sei, bescheinigt er der Politik „völliges Versagen“. Medizinprofessor Matthias Schrappe und seine Arbeitsgruppe finden deutliche Worte: Obwohl von Anfang an klar gewesen wäre, dass man es mit einer „Epidemie der Alten“ zu tun habe, sei seitens der Politik auch fast ein Jahr nach den ersten Corona-Fällen in Deutschland bisher nichts geschehen, um die verletzlichste Bevölkerungsgruppe zu schützen – außer einer hilflos anmutenden Aneinanderreihung von Lockdowns, die sich gerade für die Hochgefährdeten als „völlig wirkungslos“ erwiesen habe.

 

Es ist Markus Söder oder Winfried Kretschmann zudem offenkundig völlig egal, ob ein Mensch an Isolation und Verelendung im Altersheim stirbt, Hauptsache, er oder sie stirbt nicht an Corona – de facto sterben die Alten sowohl an Isolation und dann in der Folge auch an Corona. Das wird zwar keine Übersterblichkeit in bemerkenswertem Maße ergeben, aber die Menschen sind so elendig gestorben wie in der Geschichte der BRD noch nie – ohne regelmäßige und unbegrenzte Besuche. Die Angehörigen werden um den Leichenschmaus und jedes seriöse Abschiednehmen gebracht – und das hat z.B. Markus Söder persönlich zu verantworten, wie alle anderen Herrschenden. Söder und die taz, das wäre das Traumpaar des Jahres 2021 für jede antidemokratische, irrationale, nicht evidenzbasierte und unwissenschaftliche politische Bewegung.

Sprich: Markus Söder und seine Politik sind tödlich, Bayern hat eine der höchsten Todesraten im ganzen Land und das liegt eben auch an der Lockdownpolitik, wie die weltweit führenden epidemiologischen Forscher der Universität Stanford um John Ioannidis jüngst zeigten.

Die liberale, auf Menschenrechten, der Demokratie, Verhältnismäßigkeit, Reflexion, Debatte,  evidenzbasierten Medizin und der Selbstverantwortlichkeit der Menschen basierende Corona-Politik in Schweden ist nicht nur einer westlichen Demokratie angemessen, sie ist auch in Zeiten einer Epidemie weniger tödlich als die Politik der meisten europäischen Staaten wie England, Frankreich, Belgien, Spanien, Italien.

Es gab noch nie in der Geschichte der Demokratien seit 1945 so etwas wie ein totales Zuschließen der Gesellschaft. Noch nie wurde aus politischen Gründen mit medizinischem Vorwand eine “epidemische Lage nationaler Tragweite” willkürlich festgelegt, die nicht definiert ist und somit nie existierte bzw. immer weiter existieren kann.

Alle Restaurants und Hotels, alle Universitäten, Schulen, Bildungsreinrichtungen, Theater, Opernhäuser, Diskos, Fitnessstudios, Kosemetiksalons, Frisörläden, Buchhandlungen, alle Einzelhandelsgeschäfte, Galerien, Schwimmbäder, Skilifte, Open-Air oder Indoor-Parties, Konzerte, sind geschlossen, einfach alles verboten, bis auf Lebensmittel, Arzneimittel und Benzin besorgen und die Arbeit in Fabriken und Betrieben, die die taz jetzt auch schließen möchte mit ihrem Wahnsinnskonzept von ZeroCovid.

Demokratietheoretisch haben wir uns seit Anfang der 1990er Jahre in einer Illusion selbst eingelullt, als ob ‘nur’ der chinesische und islamistische Totalitarismus die einzigen Gefahren seien – wobei grade letztere ja von vielen, wie in der 9/11- ‘Truther’-Verschwörungswahnwichtelszene nie als solche erkannt wurde. Das hat die Kritik des Philosophen und Leopoldina-Kritikers Michael Esfeld gezeigt.

Schweden hat 2020 im angeblichen Wahnsinns-Epidemie-Jahr und das OHNE Lockdown und Maskenwahsinn überhaupt keine bemerkenswerte Übersterblichkeit. Das zeigt folgende Tabelle, die in dem Telepolis-Artikel verlinkt ist:

Markus Söder hat jegliches Vertrauen in die Demokratie und die Politik zerstört.

Hingegen hat Schweden gezeigt, dass man dem unglaublichen Druck Europas und der Welt standhalten kann, indem man rational, nüchtern und demokratisch überlegt und agiert. Daher waren zu keinem Zeitpunkt die Restaurants in Schweden geschlossen, alle Schulen bis zur 9. Klasse immer geöffnet, und es gibt bis heute nirgendwo eine Maskenpflicht (seit kurzem eine Empfehlung in der Rush-Hour – die es in Deutschland gar nicht mehr gibt, weil alle Läden zu haben – im öffentlichen Nahverkehr eine Maske zu tragen, was nur dem Druck geschuldet ist, nicht der Evidenz, da Masken, wie allein auf dieser Homepage oft wissenschaftlich belegt, nichts bringen – außer Panik).

Telepolis fasst zusammen:

Betrachtet man den Verlauf der Gesamtsterblichkeit in Schweden 2020, so erkennt man, dass sie im November kumuliert etwa genauso hoch war wie im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Angesichts dieser Zahlen von einer Pandemie zu sprechen ist absurd. Trotzdem hieß es beispielsweise auf tagesschau.de am 18.12.: “In Schweden sind im vergangenen Monat sogar so viele Menschen gestorben wie in keinem November der letzten 100 Jahre.”9 Es findet sich bei tagesschau.de kein Hinweis darauf, dass die Bevölkerung Schwedens vor 100 Jahren mit 5,8 Millionen nur gut halb so groß war wie heute. Bevölkerungsbereinigt muss man nicht 100 Jahre, sondern nur zehn Jahre zurückgehen (2010), damit man ein Jahr findet, in dem es eine höhere Sterblichkeit als im November 2020 gab.10 Kann man da noch von seriöser Berichterstattung im führenden deutschen Staatssender sprechen? Ist das nicht eine interessengeleitete, irreführende Fehldarstellung im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen?

Die Gesamtmortalität pro 1.000 Einwohner bis Kalenderwoche 44, also bis etwa Mitte November, lag 2020 in Schweden ziemlich exakt auf der Höhe der Jahre 2016, 2017 und 2018. Von einer Pandemie im Sinne einer gravierenden landesweiten Gesamt-Übersterblichkeit für 2020 zu sprechen ist daher wissenschaftlich betrachtet haltlos.

Schweden zeigt, dass ein Land ohne jeden Lockdown weniger Tote hat als fast alle europäischen Länder oder die USA, die Maskenwahnsinn verbreiten und Lockdowns ohne Ende haben. Doch diese wissenschaftliche, empirisch belegbare Erkenntnis wird bei Fanatiker*innen wie in der taz nie mehr ankommen.

Doch die Erkenntnis, dass Lockdowns tödlich sind, wird ankommen müssen. Hoffen wir also auf ein Erkenntnis-Wunder, und wie schön Wunder sind, sahen wir gestern Abend in Kiel: 8:7 für Holstein Kiel gegen Bayern München im Elfmeterschießen in der zweiten Runde des DFB-Pokals und Fin Bartels war der Matchwinner – es gibt also Schönes auf der Welt und Hoffnung auf Wunder.

Gleiche Rechte für Alle. Israelische Forscher kritisieren die Lockdownpolitik

Von Dr. phil. Clemens Heni, 13. Januar 2021

Diesen Text hatte ich der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine, die vom Zentralrat der Juden in Deutschland herausgegeben wird, angeboten, die ihn, kaum verwunderlich, abgelehnt hat. Ich habe ihn leicht ergänzt.

 

Es gibt in Israel aktuell viele Ärzte und Professoren, die sich gegen die irrationale Politik Netanyahus aussprechen und einen „gezielten Schutz“ der wirklich sehr kleinen Gruppe von Schutzbedürftigen angesichts der Coronakrise fordern. Der Rest der Gesellschaft soll normal leben können, weil wir exakt wissen, für wen Corona gefährlich werden kann: Das ist eine sehr kleine Gruppe.

Wir wissen zudem von einer „randomisierten Kontrollstudie“ aus Dänemark, das ist der sog. „Goldstandard“ der Forschung, dass Masken weder einen selbst schützen, noch andere (“Landmark Danish study finds no significant effect for facemask wearers”). Das hat die Fachzeitschrift Krankenhaushygiene up2date mit einem breit gelesenen Text zur Kritik des Maskentragens von Professorin Ines Kappstein ebenso bestätigt (“Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit“).

In Israel besteht hingegen sogar im Freien überall eine Maskenpflicht, was irrational ist und keinem Menschen hilft. Die Menschen sind eingesperrt und dürfen sich nur in einem minimalen Radius bewegen (1 km von zu Hause). Das ist völlig undemokratisch, autoritär, ja chinesisch und unwissenschaftlich, es zerstört das soziale Leben von Millionen Israeli.

Es gibt aber jetzt immer lauter werdende Kritik an der Coronapolitik in Israel. Da sind zum Beispiel jene israelischen Forscher wie die Professoren für Mikrobiologie und Immunologie Udi Kimron, Ariel Munitz und Motti Gerlic von der Universität Tel Aviv. Sie sind neben dutzenden weiteren Forscherinnen und Forschern weltweit Co-Unterzeichner der Great Barrington Erklärung von Oktober 2020 aus den USA. Insgesamt haben 13.000 Forscher im Bereich Medizin diese Erklärung unterzeichnet, neben gut 40.000 Ärztinnen und Ärzten, Krankenpflegern sowie über 700.000 Bürgern. Die Great Barrington Erklärung fordert ein Ende der Lockdownpolitik und einen gezielten Schutz der Schutzbedürftigen, damit sofort und überall wieder die Menschen ein ganz normales Leben führen können.

Der private israelische TV-Nachrichtensender i24news sprach am 31. Dezember 2020 mit Dr. Adini Wiesel Bruria. Bruria ist Leiterin des Departments of Emergency Management and Disaster Medicine an der School of Public Health der Sackler Faculty of Medicine an der Universität Tel Aviv. Sie wendet sich ebenso eloquent und konsequent gegen die Lockdown-Politik in Israel und ist Teil einer größeren Gruppe von Forscher*innen in Israel, die lautstark gegen die Coronapolitik protestiert.

Seit Dezember 2020 gibt es das von Kimron, Munitz und Gerlic initiierte israelische „Common Sense Model“ für Corona, das neben den drei Initiatoren weitere 148 Wissenschaftler und Ärzte aus Israel unterzeichnet haben. Das wendet sich gegen die Lockdowns und die extremen, ja nie dagewesenen Restriktionen für die ganze Gesellschaft und fordert einen gezielten Schutz der wirklich Schutzbedürftigen.

Im August 2020 wurde auf dem Rabinplatz in Tel Aviv ein Friedhof für gestorbene Unternehmen in Israel eingeweiht, der an die „Kollateralschäden“ der Coronapolitik erinnern soll.

 

Die Presse in Deutschland spielt auch eine dramatisch affirmative Rolle was die Regierungspolitik betrifft. So sagt der Arzt Gal Goldstein aus Berlin der Jüdischen Allgemeinen:

Sie hatten bereits Anfang April eine Corona-Praxis eingerichtet, als die meisten Gesundheitsämter noch mit den Tests hinterherhinkten, und bieten auch Antigentests nach überstandener Covid-Erkrankung an. Für wie sinnvoll halten Sie einen Impfbeleg?

Für sehr sinnvoll. Denn er würde ermöglichen, dass man wieder normal leben, arbeiten, reisen, ins Kino gehen kann.

Damit plädiert er für eine Zweiklassengesellschaft und das weltweit: Geimpfte und Nicht-Geimpfte. Nur Erstere hätten demnach noch demokratische Grundrechte wie Bewegungs- und Reisefreiheit oder das Recht auf freie Persönlichkeitsentwicklung und Gewerbefreiheit. Ich könnte nie wieder nach Israel reisen.

Dabei steht in der Jüdischen Allgemeinen auch mal am Rande, wie sozial, kulturell und ökonomisch katastrophal die Corona-Politik ist, wie es sich in einem Bericht einer Schauspielerin und Zirkusfamilienfrau darstellt:

Wie wird das Danach aussehen? Kommt das Publikum zurück? Werden Varieté und Zirkus als Relikt vergangener Zeiten abgetan? Wird unser Handwerk zu einer »Delikatesse« für hartnäckige Fans? Bleiben die Menschen gemütlich eingelullt zwischen blödsinnig angehäuften Konsumgütern und Streamingdiensten in ihren vier Wänden? Kinos, Restaurants und Museen – sie alle teilen die gleichen Sorgen vor den gesellschaftlichen Nebenwirkungen des Virus: das komplette Zurückziehen – ohne erlebbare Unterhaltung. Eine traurige Vorstellung!“

In diesem Text von Rebecca Simoneit-Barum sieht man die Verzweiflung, die die Corona-Politik anrichtet und ganze gesellschaftliche Gruppen weiter marginalisiert oder in ihrer Existenz bedroht. Ich finde es wirklich ein besorgniserregendes Zeichen, dass eine Redaktion einen solchen Text wie das Gespräch mit dem zitierten Berliner Arzt publiziert, der ganz offen dafür plädiert, nur gegen Corona Geimpften Grundrechte und ein normales Leben zu gewähren. Das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun.

Es muss eine breite öffentliche Diskussion über die Verhältnismäßigkeit der gesamten Lockdown- und Coronapolitik geben, grade auch in der Jüdischen Allgemeinen. Demnach sollen nicht gegen einen respiratorischen Virus geimpfte Personen keinerlei Rechte mehr zu gewähren sein, außer sinnlose Konsumgüter bei Amazon zu kaufen. Erinnern wir uns: Corona ist weder die Pest noch die Spanische Grippe von 1918, die Infektionssterblichkeit von Corona liegt laut WHO bei 0,14 bis 0,23 Prozent, 1970 lag sie bei der Influenza in der alten BRD laut Robert Koch-Institut bei 0,29 Prozent!

Nicht zu schweigen von den Menschen, die es immer gibt, den Minderheiten. Es gibt Menschen, die können sich aus gesundheitlichen Gründen gar nicht impfen lassen, manche  können aus gesundheitlichen Gründen keine Maske aufsetzen. Dass deren Rechte ohnehin in der Gesamtgesellschaft nicht mehr erkannt werden, zeigt eine wirklich nie dagewesene Krise der Demokratie an, eine Epidemie der Entdemokratisierung. Darüber sollte endlich diskutiert werden, auch in der Jüdischen Allgemeinen.

 

Hope is in the air: the Israeli ‘Common Sense Model’ for Corona in context

By Dr. Clemens Heni, Times of Israel (TOI) Blogs | Jan 2, 2021

If Israel was a rational country and Bibi a serious politician, it should end all lockdowns and all antidemocratic measures due to Covid-19 right now. Why? Firstly: The entire crisis is based on a controversial and hardly scholarly PCR test, and not on a threat to the entire society. Secondly: Only a tiny fraction of Israeli society is older than 65 years, according to Wikipedia some 10,5 per cent. But it has already vaccinated over 10 percent of its population, more than one million people.

The main aim of this article is to show two things: On the one hand there is an irrational approach in Israel towards Covid, which is mainstream. On the other hand, there is the “Common Sense Model”.

As we know from scholarship, 99,95 percent of people under 70 will not die from Covid-19, if taken the virus. Most people will not even get the virus, though. The official numbers, however, are completely wrong – Israel has for sure not only the official 428,000 “cases”. Rather 5-10 times that number. The WHO estimated worldwide 750 million Corona cases early in October 2020, while at the time officially there were only some 55 million cases. This is because most people never were tested and never occurred in any statistic. That is also indicating the irrational test epidemic or pandemic we are witnessing.

It is much more reliable and scholarly in nature to test a representative part of society ( a so-called cohort) for antibodies, T-cells and the like – instead of testing healthy people and put them even in quarantine, based on an unscholarly PCR-test. Many millions of people had to got into 14 days of quarantine without being sick, imagine! That is among the worst public health crimes in the history of mankind. Based on these antibody-tests we know the infection fatality rate, which is completely different to the case fatality rate, like 0,20 percent compared to 3,1 percent, for example.

Contrary to the flu, most people – over 80 percent – have no or mild symptoms. The entire panic was and is irrational. It was from the outset the dream of Bibi or Merkel and Johnson, Macron or Trump to control their societies via panic driven policies, lockdowns and masks.

As a scholar, translator and publisher of the book “The Israeli Nation-State“, co-edited by Fania Oz-Salzberger and Yedidia Z. Stern, I was particularly struck by a piece of Yedidia Stern in the Jerusalem Post on October 1, 2020. Stern is a great scholar of democracy and the Jewish state, to be sure. He is an important and outspoken critic of Benjamin Netanyahu. Stern’s idea to commemorate the legacy of Yitzhak Rabin via a Rabin Memorial Day is fascinating. I would consider Stern center/center-left, more or less. But similar to my experience with center-left mainstream people in Germany, Corona seems to have taken over the brains of many people. Corona may not be a threat to our immune system in the first place, rather for our ability to still think rational and clear. Stern is the incoming President of Jewish People Policy Institute (JPPI). His voice is important, so let us take his words seriously.

The very title of Stern’s article from in the Jerusalem Post is strange, if not shocking:

An army of nine million to fight coronavirus

Well, Israel is experienced in warfare and it has to win every single war, as we know. Otherwise, it would fail. It is a fantastic achievement of 2020 that the United Arab Emirates, Bahrain, and Morocco now or very soon will have diplomatic relations with the Jewish state. That makes peace with the entire Arab world very realistic in the years to come. That is good news, very good news. For BDS and the Palestinians, Arab support for Israel is shocking and a huge setback.

But “an army of nine million” to fight nature? Would Yedidia Stern have ever written “an army of nine million to fight the flu?” “An army of nine million to fight cancer”? “An army of nine million to fight obesity”? Climate change will become the biggest threat to all of humanity in the years to come. Will there also be an “army of nine million” or more to fight it, as it will be much more dangerous to the country than any virus might be?

Stern goes on:

Let’s begin with the main point: Our country’s leadership has ceased to be relevant in the war against the coronavirus.

Again: You can never ever have a “war” with nature, to be sure. That is unscholarly in nature and panic driven, not a rational analysis of a virus.

But it gets even much worse:

It is highly likely that in the next two or three weeks more Israelis will succumb to COVID-19 than died in the four years of the Second Intifada (1,030), and that on Sukkot, the daily death toll will exceed the number slaughtered in one of the worst terrorist attacks in Israel’s history: the Passover Eve massacre at the Park Hotel in Netanya (30), after which the IDF launched an all-out assault on the terrorist infrastructure in Judea and Samaria. Already today we are grieving over a long list of those who have succumbed to the virus, twice as long as the roster of Israeli soldiers who gave their lives for us in the Six Day War (780).

That is such an unscholarly and maniac comparison. Wars are events among human beings and between countries, terrorist groups, militia, suicide bombers, countries and the like. As if SARS-CoV-2 is an antisemitic virus like the Intifada was driven by antisemitic ideology. How stupid can a commentator be? Was Covid made to destroy the Jewish State, as was the intention of the Arab armies in the Six Days War? How fanatic and truly stupid, unscholarly is such a comparison? Did Stern ever compare the typical seasonal flu with let’s estimate 781 deaths a few years ago to the Six Day War?

Was it less harmful for Israel when people died of a virus like Influenza compared to Corona? Does Stern know, that Corona viruses have always been up to 15 percent part of acute respiratory infections? This is the reason why up to 81 percent in Germany alone have T-cells to combat SARS-CoV-2. According to a University of Tubingen study, we had these T-cells against SARS-CoV-2 even before 2020, before this virus was detected (“Cross-reactive SARS-CoV-2 peptides revealed pre-existing T cell responses in 81% of unexposed individuals…“). That is proof that Corona is not at all a completely new virus. Compare this to HIV in the 1980s with an infection fatality rate of 50 to 100 percent! HIV was new and extremely more lethal at the time than Corona could ever be. Cross-immunity from T-cells are much more important, indeed crucial, than masks or “social distancing” (what a stupid and dangerous term!).

The unscholarly outburst of Stern goes on:

In countries in which discipline comes natural to their citizens, such as Japan, Singapore and South Korea, the population’s across-the-board compliance with the rules has saved lives, with no need for drastic lockdowns. In Israel, which holds the international trademark on chutzpah, the famous Israeli free spirit has led to catastrophe. At the end of the day, the coronavirus pandemic is a disease caused by the blatant flaunting of discipline, for which the penalty is death.

With no scholarly evidence and with ignorance of factors such as climate, sunshine, population immunity, T-cells, population density, age structure, political culture, and other factors, he claims that some nations have more “discipline” than others and therefore had not so many deaths. That is not a scholarly argument at all, just a hypothesis, nothing else. Epidemiologically spoken, it is also a question of deaths in previous years.

Take a country with many deaths due to the flue like two or three years ago. Perhaps that country has had less vulnerable people in spring 2020. Perhaps some countries have many more people over 80 in 2020 compared to 2016, for example? That is the case in countries such as England or Germany, for example. This is what epidemiology and public health teaches us. But we need to listen to them instead of promoting panic, and fear. The collateral damage of lockdowns and masks mandates are unbelievable high. They will kill many more people – young people and those under 80 – in Israel in the years to come than Corona. Desperation and isolation kill.

Ask any medical expert working in nursing homes will confirm to that. Desperation and isolation also kill young business people, artists, musicians. Those who are lucky move to Sweden or Florida (where there is no mask mandate and the Governor Ron DeSantis, despite his former Trump alliance, is among the most scholarly politicians when it comes to Corona, “Gov. Ron DeSantis and medical experts talk reopening at COVID-19 roundtable”).

During the crisis and because of lockdowns, though, many people became vulnerable, as immune systems are closely related to our mental health. A very unhappy and traumatized person is more likely to get sick compared to a more relaxed and not traumatized person. Every doctor will confirm that. Tens of thousands of people with dementia died all alone in their rooms, with no visitors allowed. That was a major lockdown crime. Others were not allowed to see relatives on their deathbed without masks. That was another crime of the mask maniacs.

Yedidia Stern, though, assumes that Israeli themselves made up the crisis via their behavior, and that assumption is tremendously antidemocratic, unscholarly and dangerous:

In Israel, which holds the international trademark on chutzpah, the famous Israeli free spirit has led to catastrophe.

That is out of touch with reality, just a hypothesis. And his support of “discipline” truly resembles German discipline, as Germans love discipline during the antidemocratic crisis, as we all know.

However, masks do not work, as many scholars have shown. Take an article by David Cayley in the Journal of Illich Studies from December 2020:

Having created this scarecrow, it then becomes quite easy to assimilate to it a new bogeyman called the “anti-masker.” Now you have an instant characterization for all who may question the policy of lockdown. In actual fact the question of masks is scientifically quite murky. Until last spring both the W.H.O and Canada’s chief medical officer, Teresa Tam held that they were of no utility in blocking an infectious agent as miniscule and as wily as a coronavirus. On April 20th of this year, the Ontario Civil Liberties Association released a study by retired physicist Denis G. Rancourt, in which he reviewed the scientific literature on masks and concluded bluntly that “masks don’t work.” “There have been extensive randomized controlled trial (RCT) studies, and meta-analysis reviews of RCT studies,” he wrote in his abstract of this article, “which all show that masks and respirators do not work to prevent respiratory influenza-like illnesses, or respiratory illnesses believed to be transmitted by droplets and aerosol particles.”

Rancourt refers to these studies, for example:

 

Jacobs, J. L. et al. (2009) “Use of surgical face masks to reduce the incidence of the common cold among health care workers in Japan: A randomized controlled trial”, American Journal of Infection Control, Volume 37, Issue 5, 417 – 419.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19216002

N95-masked health-care workers (HCW) were significantly more likely to experience headaches. Face mask use in HCW was not demonstrated to provide benefit in terms of cold symptoms or getting colds.

(…)

bin-Reza et al. (2012) “The use of masks and respirators to prevent transmission of influenza: a systematic review of the scientific evidence”, Influenza and Other Respiratory Viruses 6(4), 257–267.https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/j.1750-2659.2011.00307.x

“There were 17 eligible studies. … None of the studies established a conclusive relationship between mask ⁄ respirator use and protection against influenza infection.”

A Study from Denmark clearly shows that there is close to no difference in terms of getting the virus if you wear a mask or not:

A total of 3030 participants were randomly assigned to the recommendation to wear masks, and 2994 were assigned to control; 4862 completed the study. Infection with SARS-CoV-2 occurred in 42 participants recommended masks (1.8%) and 53 control participants (2.1%).

David Cayley concludes:

Here one almost has to pinch oneself when contemplating the degree to which ritualism and superstition can be disguised as science. Rancourt’s survey, and the more recent Danish study, if not definitive, should at least weigh heavily in public discussion, but instead the “anti-masker” has become the very epitome of the anti-social, anti-scientific rube.

Ignoring and not even discussing all these findings about masks, just like the German government, for example, Yedidia Stern goes on and claims:

First, advertising agencies and PR firms can launch carefully crafted and creative campaigns to help people internalize the link between their own behavior and other people’s deaths.

This reminds me of the most shocking “panic paper” ever drafted by a federal German government from March 2020. In it, the Ministry of the Interior urges politicians and decision-makers to point to little children. Why? They shall have the feeling that their misbehavior might be the reason why they see their parents or grandparents die on the sofa in the living room gasping for air.

Stern also wants to blame people – supposedly not “the other” like Arab or religious Israeli, rather all people:

Stickers such as “I pledge to maintain social distancing and always wear a mask,” should become a standard feature on every Israeli’s clothing, auto bumpers and balconies. This would result in the shaming of those who do not publicly commit to this pledge and thus put the public at risk.

Yedidia Stern is not even mentioning that people might have a medical certificate to not wear a mask. Take people with asthma, or women who are victims of rape and sexual violence, when the criminal put cloths on their mouths to silence them, for example.

He is not even mentioning that these are living people who cannot wear a mask without risking to get severely hurt, getting a heart attack or cannot breathe anymore. These people have medical certificates – why is he not mentioning these exceptions from the rule? Did he ever deal with diversity, handicapped people, or traumatized people (there are many people of that kind in Israel, due to terror, for example)?

Instead, Stern wants to blame these people:

This would result in the shaming of those who do not publicly commit to this pledge and thus put the public at risk.

This happens on a daily basis in Germany and I assume in Israel as well. In Germany, some teenagers have been beaten up because they did not wear a mask – in a residential area, where it was not at all mandatory (as if beating up a person with no mask would be OK if it happens in an area where masks are mandatory). Finally, asymptomatic people may not at all be infectious: Covid-19: “Asymptomatic cases may not be infectious, Wuhan study indicates”.

Why is Stern following the panic driven trope that all people shall pretend to be sick and infectious and therefore wear a mask? Why? Where does his love for irrationality and authoritarian measures come from? Love for the people? Love for those who lost all their money, everything they had build up in a restaurant, small shop or other businesses, let alone love for musicians, artists, painters, scholars in universities and cultural institutions? Just shot them all down, make a mask mandatory and kill the entire public space in Israel?

Stern has no medical experience, nor do I have. But I studied with Professor Ivan Illich 25 years ago at the University of Bremen – Illich was a leading public health scholar – and I learnt in 2020 a lot of things from medical scholars, public health experts and epidemiologists this year. I have co-written and edited two books on Corona (190 and 380 pages, published in May and October 2020, respectively) and published dozens of articles in German and English.

Take Professor Ines Kappstein, she was working in many hospitals her entire career and published an article in August 2020 where she convincingly proved that “masks do not work”. That “Journal for Hospital Hygiene up2date” is a mainstream journal, among its editors are scholars from the Charité or the Robert Koch-Institute in Berlin, for example.

Kappstein can show that the Robert Koch-Institute simply said that masks work, despite missing evidence! There might also be a huge gap in scholarship between the panic driven and extremely authoritarian head of the Robert Koch-Institute, Lothar Wieler, a veterinary surgeon, and the staff. The same holds for the Charité hospital, its panic driven poster boy Christian Drosten, and the more serious co-workers there.

Why are mask mandates and lockdowns not working, despite their devasting consequences for democracy? Take Sweden as main example: Sweden never had a lockdown, never closed restaurants and shop, never had a mask mandate, only the advice to be respectful. Advice, not order. No penalties. Israel, though, like Germany, seems to be loving penalties, orders, and, yes, police violence as well as denunciations by neighbors.

Sweden still has a lower death rate than the UK, France, Italy, the US, Spain and other countries with extreme mask mandates and lockdowns. Sweden is the only country and democracy worldwide, where adult people have been treated respectfully and as adults – not as toddler or children who need to be told what to do.

Even if Stern believes that masks do work, he should discuss that many scholars proof otherwise. He can say, that he does not believe these mainstream studies, but as a non-expert to urge the public to put “blame” on those who do not follow the Israeli mask mandate – is simply unscholarly, undemocratic and outrageous.

Stern is even getting more ridiculous or insidious:

Ultra-Orthodox leaders should follow the bold examples of Rabbi David Yosef and Rabbi Gershon Edelstein, and exploit every possible opportunity to trumpet the obligation under Halacha, Jewish law: “Be most careful of your lives.

That is simply unbelievable, to invoke religion and the Halacha to follow antidemocratic, irrational measures to stop an unstoppable natural virus, which is not at all threatening our societies – just a tiny part of them and only a fraction of that a tiny part. Again, he invokes the irrational trope that individual behavior is responsible for death of other people. Even worse, he says that a person has not the right to end his or her life. Every single adult must have the right to decide if a risk is worth taking or not, regardless what risk. Be it Covid, be it a motor-bicycle at the age of 73, as Nobel Prize Laureate in Chemistry Michael Levitt from California (a former IDF man) – a supporter of the Great Barrington Declaration – said.

Yedidia Stern ends his truly irrational article like this:

Enough with the blaming. The time has come to accept responsibility. We must drill it into our minds: It doesn’t matter what the other person does; what’s critical is what I do. We can defeat the Angel of Death that is waltzing through our streets and homes, rescue the economy and restore national solidarity by means of one simple formula: two meters and a mask. Perhaps we should name the struggle “The Two-Meter War.”

Even the two-meter rule is a joke, to be sure, as Professor Robert Dingwall from Nottingham Trent University in the UK emphasizes. He is a medical sociologist and has shown, among many other important insights, that in hospitals it was always about the one-meter rule when it comes to respiratory viruses, for example. For no other reason but panic and maniac, Boris Johnson has then introduced a two-meter distance, just like Stern promotes it. No medical evidence nowhere. We can learn a lot from Dingwall, including his take of Philip Strong about “Psychologic epidemic” from 1990. Stern could read that as well, if he is interested in a scholarly analysis of an epidemic.

Even the World Street Journal writes: “The Failed Experiment of Covid Lockdowns. New data suggest that social distancing and reopening haven’t determined the spread.”

The WHO and many scholars claimed early on that masks do not work. At some point in April and later, they changed their mind, as shown and quoted above by David Cayley – to aggravate the panic. Our entire public space and shops (the few still open) and public transport have become panic rooms. With no evidence. The Austrian head of the federal Health Organization, Franz Allerberger, said on TV that even in the underground train masks do not work and close to no one ever got infected in a train, let alone a shop or supermarket. In particular, Allerberger said, “masks in open-air space are completely useless”.

What is most striking for me is the following: the authoritarian character of many people out there. Those people, many from our political and cultural elites among them, who have literally no idea about medical affairs, but follow irrational policies and urge the entire country to put blame on those who do not wear a mask or who put not enough “distance” between themselves and a possible “victim”.

To assume, every single person is a threat to each other, is the most maniac idea in the history of mankind since the end of the World War II.

Did Stern ever deal with the Ct-value of PCR-tests? How many positive PCR tests in Israel are reliable, taken the fact that only a Ct-value below 30 or below 27 or less can indicate a more serious virus load? Does he know? Did he at least more recently follow a court rule like from Portugal, where it was judged, that a PCR test cannot justify quarantine, as a PCR test is not able to confirm if a person has enough a virus load at all?

The PCR test “is unable to determine, beyond reasonable doubt, that such positivity result corresponds, in fact, to the infection of a person by the SARS-CoV-2 virus”, said the Lisbon Court of Appeal.

Although this court rule is from November, and Stern’s comment from October 2020, there was much evidence before, internationally, that PCR-tests are not valid at all. The unreliability of any PCR-test on Corona by Drosten et al. has been shown more recently as well by 22 international experts and Professors in infectiology, biology, immunology, virology, and related fields (“Review report Corman-Drosten et al. Eurosurveillance 2020“, Pieter Borger(1), Bobby Rajesh Malhotra(2) , Michael Yeadon(3) , Clare Craig(4), Kevin McKernan(5) , Klaus Steger(6) , Paul McSheehy(7) , Lidiya Angelova(8), Fabio Franchi(9), Thomas Binder(10), Henrik Ullrich(11) , Makoto Ohashi(12), Stefano Scoglio(13), Marjolein Doesburg-van Kleffens(14), Dorothea Gilbert(15), Rainer Klement(16), Ruth Schruefer(17), Berber W. Pieksma(18), Jan Bonte(19), Bruno H. Dalle Carbonare(20), Kevin P. Corbett(21), Ulrike Kämmerer(22).)

We know from the WHO that the Infection Fatality Rate of Corona is between 0.14 and 0.23 percent. The average age of death is almost everywhere about 80 years or more.

Stern loses touch with reality, again, and writes:

Second, the media should publish the obituaries of COVID-19 victims on a daily basis. Instead of the obsessive attention focused on our disgraceful politics, the media should be unmasking the devastating price we are paying for the national fiasco; not as yellow journalism, not to defend the prime minister or to force him out of office, but rather to save lives.

If most people are just tested by a non-reliable test, how does Stern know for sure that all victims had no comorbidities and would not have died anyway this year? Professor Nida-Rümelin from Germany said in a talk-show to a representative of Merkel’s government, that the tiny number of 0.8 percent of the first 2000 deaths in Italy had no serious preconditions. Read: most people were already were sick and would have died very soon.

There is an answer to this not evidence based trope by Irish philosopher Sinead Murphy from the University of Newcastle in England, just a few days ago, on December 30:

The Guardian newspaper ran a headline for months this year – So Much Living Left To Do – under which were written accounts of those who had died with COVID-19. Yet the average age of Covid death in England and Wales is more than 82 years. Older than the average life expectancy. And of those who died younger than this, almost all had co-morbidities. Those who died with COVID-19 this year did not have so much living left to do. They had, almost universally, very little living left to do. Their lives were not unimportant. But their lives were coming to an end.

But when life is merely non-death, there is no nuance, no context, no qualification. There is not more life and less life, there is not better quality of life and worse quality of life. There is simply life – absolute life. And therefore no limit to the amount of living left to do.

When life is no longer life-towards-death, when life is a matter of life or death, life loses its vital metre. There is no rise and fall. There is no time to die. There is just life. Which is to say, non-death.

That is exactly the case in that fascinating and tremendously important article by Sinead Murphy, without following her Heideggerian tropes in that paragraph (and her pro-Heidegger ideology can also be found in her book “Zombie University”).

Maniacs in 2020 have defined life as non-death. But life is much more, without universities, sports, culture, pubs, restaurants, beaches, public life – there is no life at all. To be sure, no lockdown has saved a single life. But lockdowns destroyed uncounted lives and businesses, both in Israel and mainly in the non-industrial countries, where people suffer and die from hunger, as the World Food Programme, the Nobel Prize Laureate for Peace in 2020, said.

While close to no one in sub-Saharan Africa died of Corona, hunger is a huge topic, the same holds for vast parts of Asia. These countries were victims of their elites and politicians, and they were influenced by Western panic policies of the EU, Israel, of America, as World Food Programme Executive Director David Beasley says:

What kind of impact has COVID-19 had on global hunger, and what are you expecting to come down the line?

After COVID, the number of people we projected to be marching to the brink of starvation went from around 135 million to 270 million. That’s a brutal number. As economies contract, particularly western economies, that has a ripple effect through the Middle East and Africa. Then there are the unintended consequences of decisions made in a vacuum. At the peak of the COVID crisis in May, you had 1.6 billion kids out of school—370 million of those missed out on school meals. For many of them, the school meal is the only meal they receive in a day. So they are now going to be more vulnerable to not just COVID but also measles, cholera, diphtheria, and malaria. You won’t believe how many ministries of health, or presidents or prime ministers I’ve had to call and say: if you shut down that port, or this distribution point, or that border, I’m not going to be able to get the food in.

More recently, on Dec. 13, 2020, Professor in Philosophy Nida-Rumelin was again on German TV and urged politicians to stop lockdowns, mainly because the economy will be not just harmed, but completely destroyed. Already now, Nida-Rumelin said, we fear “30 million deaths” in the non-industrialized countries, as “supply chaines are interrupted” etc.

If people in Thailand, the Philippines (a general view on the dramatic collapse of tourists in the Philippines be found here) or Indonesia and India had built a tiny economy based on young Israeli tourists, who want to flip out after their IDF service, these economies just faded away in 2020/2021.

Ramesh Thakur, an emeritus professor in the Crawford School of Public Policy, Australian National University; a senior research fellow with the Toda Peace Institute; a fellow of the Australian Institute of International Affairs; and a former United Nations assistant secretary-general, already wrote on May 29, 2020, in the Japan Times:

In low-income countries dominated by daily wage laborers working in the informal economy, people “fear hunger may kill us before coronavirus.”

In India millions of interstate migrant laborers were caught unprepared by the lockdown imposed with four hours’ notice on March 25. Especially after it was extended in mid-April, many decided that with no jobs and wages, and public transport shut, they would rather walk hundreds of miles to home in groups, and die in their home villages than in lonely conditions on foreign soil. Sadly, many have died along the way. The story of 12-year old girl Jamlo Madkam is one of the few to make it into the national and international press.

Not all critics of hard lockdown policies are motivated by greed. Conversely, the self-virtuous can sometimes climb so far up the moral high horse that they lose sight of the ground reality. This crisis finally confirms just how disconnected inner-city elites are from the values of liberal international solidarity that animated their intellectual forebears.

Stern is not even pointing to these international consequences of lockdowns and mask mandatory panic industries. It is easy for very rich people and countries to implement such measures, but it is an existential threat to many people, hundreds of millions of people, in the not-industrialized countries.

In addition, mask mandates are destroying all or so-called democracies into hygiene-state regimes.

Almost no people under 60 died of Covid, very few under 70 and most people who died of Covid where 80+ and would have died in 2020 anyway. That is not cynicism, but reality. Old people know that. The University of Munich (LMU) emphasized a few days ago, that Germany has no substantial excess mortality at all. Euromomo, a page dedicated to analyze excess mortality in most European countries, also shows that Germany has close to no excess mortality. The official 34,000 or more Covid-19 deaths in Germany so far are mainly rather deaths of natural causes. If Covid was dangerous for the entire society, many people under 60 would have died. And they did not. Nowhere on earth.

Instead of promoting authoritarian measures, we shall focus on both fighting antisemitic conspiracy myths concerning Corona, as well as on fighting antidemocratic policies in Western countries. We even know from Merkel and other politicians that they embrace the totalitarian style of China. In particular, Merkel said, that in China or South Korea people are “not rallying” against Corona policies, and “wear masks”. Such a support of a dictatorship – China is a one-party dictatorship with no free press, with a huge catalogue of human rights violations – speaks volumes. So much for ‘democrats’ who embrace both China and the mask.

Contrary to Yedidia Stern’s panic driven and authoritarian, antidemocratic bumper-stickers to shame those who do not follow his order, there are other Israeli who are true experts when it comes to viruses: professors at Israeli hospitals and Universities. There is a sub-group of co-signers of the Great Barrington Declaration (from Oct. 4, 2020) in Israel.

A part of that group is now performing a specific Israeli wing of that declaration, called “Common Sense Model”:

Common Sense Model

The alternative model aims to breach what has become a wall-to-wall consensus of government non-pharmaceutical interventions. It was conceived by three Tel Aviv University faculty members: Profs Udi Kimron, Ariel Munitz, and Motti Gerlic; and now has the backing of 148 scientists and physicians.

Similar in essence to the US-based Great Barrington Declaration (signed by more than 50,000 scientists and medical practitioners to date), the Israeli model calls to handle the coronavirus pandemic in a rights-respecting approach that cuts back government’s coercive measures to the bare minimum.

Last week, in what may be the harshest criticism yet penned, more than 100 Israeli physicians signed a letter excoriating the government’s policies employed to combat the coronavirus.

“We, male and female physicians in Israel, strongly object to the coercive measures against the spread of the coronavirus, including lockdown, curfews, closure of the education system, digital surveillance and movement restrictions,” the letter stated, published first by broadcaster Channel 12.

“The coercive measures now deliberated constitute a destructive infringement of fundamental civil rights, and their enforcement lacks medical justification with a black flag raised above them.”

One of the signers of the Israeli „Common Sense Model“, is Dr. Tomer Cooks:

Dr Tomer Cooks is a faculty member at the Department of Microbiology, Immunology and Genetics at the Ben-Gurion University of the Negev, who has been against lockdowns from the start.

Cooks makes many tremendously important points in my view, according to the report of i24news:

“Even though I’m used to being out of the mainstream, in scientific and medical issues I’m always surrounded by peers who would see ‘eye-to-eye’ with me. Climate change, risk factors for cancer, vaccines; these are all part of my ‘day-to-day’ milieu. Suddenly, here, many well-educated and experienced friends were embracing the draconian lockdowns as the savior from a monstrous plague.”

He further hit back at the excessive government spending to implement the lockdown policy, reaching as high as $68 billion, according to financial outlet Globes, whereas “if we took NIS10 billion [$3 billion] eight months ago and smartly spent them on creating a system that allowed the virus to spread in the young and healthy population — like we always do — then we would not be facing such a disaster,” he warned, referring to the high figures of unemployment, increase in national debt and deficit, which could take decades to pay off.

“Simply look at the numbers,” Cooks continued. “Sixty million people were projected to die worldwide in 2020. We are already at the end of December and we can safely determine that this number is stable. No excess mortality — no matter what measures were taken.”

“Lockdowns are never a good answer, so no. There is no excess death in Israel currently. There was an uptick that lasted two months, very similar to a typical Israeli winter and I don’t remember us shutting down society then. If the vaccine is efficient, we can protect the elderly for a short while without locking down the entire population. It has been a harsh year for many, mostly from the weaker parts of society which will need a lot of support in the coming years, and since we already cut down civil budgets, I feel like we are heading to a very tough period.”

I just can hope that the political and cultural elite in Israel, represented by someone like Yedidia Stern, is listening to the professors and doctors at Israeli universities, hospitals and other medical institutions. There is no war of 9 million Israeli against a virus. Period. Stop this panic and finally, after almost 10 months, start listening to the real scholars in public health, epidemiology, medicine, immunology – and first and foremost to the social scientist and intellectuals to urge our societies to immediately stop all lockdowns, curfews and mask mandates.

Otherwise many more people will die. Many more. Our leaders are already responsible for those thousands and tens of thousands and millions of deaths caused by postponed surgeries, cancer treatments, heart treatments, suicides and destroyed businesses and university careers, theater careers etc., and most urgently, postponed measles vaccinations like in Africa, and hunger (‘usually’, a 23,000 people die of hunger on a daily basis – is there a war against hunger?, this number has increased due to the consequences of lockdowns.)

In my view, at the core of the entire crisis lies a huge lack of self-confidence and the love for authoritarianism, even a joy to order people what to do. “We are at war – are you a traitor?”

Why are so many people frightened of death, despite the fact – early on – that almost exclusively very old and sick people are targeted?

Why have so many people not the slightest idea of life and death as part of life? There was never a life without risks and there will never be. A few weeks before I first came to Israel there was an attack on an Israeli aircraft in Kenya, in late November 2002. My flight was mid-December from Vienna. Of course, I took my flight, but not all international speakers came to that important conference of the Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA), headed by Prof. Robert S. Wistrich (1945–2015). A few years later there was an alarm in Ben Yehuda street, when I was in my hotel at Zion Square in Jerusalem, in the famous and historically “Jerusalem hostel”. Happily, the “bomb” was not a bomb. But there was a risk, that is for sure. We always take risks. Where does this completely unprecedented panic vis-à-vis Corona come from? Is it the a-social media complex of Twitter and Facebook alone? Or rather the aim of politicians to rule over people, to make the entire world a kind of China?

We can all die on a daily basis, be it an accident, a heart attack, cancer, fire, a thunderstorm, heat wave, a respiratory of another virus, wars, terror attacks and the like. Israel has huge experience with these kinds of daily threats.

Where does this unprecedented panic come from? Why do adults have so less mental and metaphysical strength? Did they never experience that during a crisis the most important thing is to gather and debate, to listen to others, to enjoy art, music, or drinks and food – and to never ever isolate? Isolating is the worst thing a society can do when it comes to what crisis ever, as human beings are social beings. Life with masks and no gatherings is in fact no life – it does not protect a single person – but it destroys everything our societies are all about: smiles, to stick out one’s tongues, to cry or laugh and uncounted other human feelings we can find in our faces and those of “the other”.

We have the biggest panic epidemic in the history of mankind. Even scholars and political activists and commentators in big newspapers succumb to that panic and stopped thinking rationally, evidence based and scholarly.

But the Israeli Common Sense Model can show the Jewish country a way into a great future. A future of rational discourse, only protection for the very few who need it and completely normal life for all others. As “normal” life in Israel never was “normal”, but it was great and will be even greater taken the huge advantage of a possible peace with the Arab world and a tough fight of Iran alongside the Arabs. Life in Germany never was great, but since the end of Nazi Germany it was never as bad as today.

Things have to become better and they will become better. Perhaps. Otherwise we will no longer live in democracies, but in hygiene states with complete digital control of fever at airports, restaurants, shops, universities, with total control of whom we met for how long and where, with mandatory masks everywhere, most people walk with a stoop, there would be no smile at Ben Gurion Airport anymore (at least every winter, when Influenza will kill, as usual, hundreds or 1000 people in the Jewish state, which is part of life, no drama nowhere), so why should I ever return to Israel in the first place? I shall return, because there are serious people out there, like the Common Sense medical scholars and practitioners, or because of Yoram Lass, who gave the Robert S. Wistrich Memorial Lecture 2020 at the Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA) on May 26, 2020.

I am a public intellectual, political scientist and publisher. I never sold so many books as in 2020, I am not happy about that, as these books were about Corona and the panic industry. There has never been such an important time for that kind of scholarship, but most people fail, almost all Universities embrace authoritarian measures. Still, for book authors in the social sciences and humanities this is the time to speak out.

However, never has there been such a bad time for dystopian fiction writers.

About the Author
Dr Clemens Heni is director of The Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA)

Protest gegen die Leopoldina: Professor der Uni Tübingen tritt aus Akademie der Wissenschaften aus

Von Dr. phil. Clemens Heni, 27. Dezember 2020

Als ehemaligem Studenten der Universität Tübingen ist es mir eine besondere Freude, dass jetzt ein weiterer Forscher sich vehement gegen die nicht evidenzbasierte Corona-Panikindustrie wendet.

Es gibt nach Prof. Michael Esfeld aus der Schweiz (siehe meinen Bericht hier) einen weiteren scharfen Protest gegen das skandalöse Panikpapier der Leopoldina, das von Merkel und der Politik als Rechtfertigung für den Lockdown herangezogen wird:

Professor Thomas Aigner, Geologe an der Universität Tübingen, hat einen offenen Brief an den “Präsidenten der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz Herrn Prof. Dr. Reiner Anderl” verfasst.

Thomas Aigner erwähnt auch Mediziner wie den Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung aus Hamburg, Dr. Andreas Gassen oder Prof. Matthias Schrappe, die mit ihrer ganzen Fachkenntnis schon jetzt das völlige “Scheitern” des “Lockdown” konstatieren und jeden weiteren Lockdown ab dem 10. Januar als katastrophal betrachten.

Wir alle wissen, dass es keinen größeren Traum von Söder, Lauterbach, Drosten und Wieler (die beiden letzteren führen de facto – ohne Mandat – die antidemokratischen Regierungsgeschäfte), Kretschmann & Co. und Merkel gibt, als bis mindestens 31. März (2021? 2022? JahrX?) alles Leben stillzustellen und noch viel mehr Kollateralschäden zu produzieren, ohne eine einzige 101-jährige vor dem viel zu frühen Tod zu bewahren – indem 43-jährige Angestellte, 61-jährige Selbständige, 27-jährige Unternehmer*innen oder 17-jährige Schülerinnen in den Abgrund oder den Suizid gestoßen werden, um das mal sarkastisch zu wenden.

Bekanntlich haben sich die letzten Jahre grade auf Skipisten, beim Rodeln, Skifahren oder Liftfahren oder auch beim Spazierengehen nach 20 Uhr, in Fitnessstudios, Universitätsbibliotheken, Galerien, bei Demonstrationen oder beim Bäcker unzählige 88-jährige oder 101-jährige mit tödlichen Krankheiten angesteckt. Damit soll jetzt für alle Zeiten Schluss sein. Schluss mit lustig, jetzt kommt Klabauterbach.

In dem offenen Brief des Geologen Thomas Aigner heißt es:

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen

Mit grösstem Erstaunen, mit tiefster Sorge, ja Fassungslosigkeit habe ich die ‘7. ad hoc Stellungnahme’ der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina vom 8.12.2020 zur Kenntnis genommen. Nach meiner Auffassung ist dieses Papier einer ehrlichen, kritisch-abwägenden, am Dienst und am Wohle des Menschen orientierten Wissenschaft nicht würdig.

(…)

2. Der PCR-Test stellt die Basis der Rechtfertigung zur Ausrufung einer ‘Pandemie’ dar, und RKI, Politik und Medien vermelden täglich die positiven Testergebnisse als sog. ‘Neuinfektionen’. Laut den 22 unabhängigen Gutachtern enthält der Test ‘several scientific inadequacies, errors and flaws’. Kipp und klar wird festgestellt: ‘the test (is) unsuitable as a specific diagnostic tool to identify the SARS-CoV-2 virus and make inferences about the presence of aninfection’. Ist es nicht offensichtlich, dass hier ein äusserst ernsthaftes Problem vorliegt, welches eigentlich die gesamte ‘Pandemie’ erschüttern müsste ?

(…)

Wo bleibt ein früher üblicher breiter Diskurs mit einer ausgewogenen Würdigung der teilweise sehr konträren Wortmeldungen von Wissenschaftlern und Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Juristen, Psychologen, Soziologen, Ökonomen und Philosophen ? Warum gibt es keine Reaktion der Akademien, wenn in den letzten Monaten immer wieder Stimmen von ausgewiesenen Fachleuten (oftmals von internationalem Rang), die eine vom Einheits-Narrativ abweichende, ja teilweise diametral widersprechende Einschätzung artikulieren, ignoriert, ausgegrenzt, ja sogar diffamiert, zensiert, und in sozialen Medien gelöscht werden ? Warum keine Reaktion der Akademien, wenn das im Grundgesetz verbürgte Recht auf Freiheit der Wissenschaft und Freiheit der Meinungsäusserung, sowie weitere Grundrechte mit Füssen getreten werden ?

Hat Deutschland nichts aus der Geschichte gelernt ? (Herv. CH)

Aigner resümiert:

Nachdem sich die Regierungen bei der Verhängung eines erneuten ‘harten Lockdowns’ auf dieses, aus meiner Sicht verhängnisvolle Papier der Nationalen Akademie der Wissenschaften beziehen, sowie aufgrund der oben aufgeführten Punkte, habe ich mich nach reiflicher Überlegung zu dem sicherlich ungewöhnlichen Schritt entschlossen, als Ausdruck meines persönlichen Protestes aus der Akademie der Wissenschaften zu Mainz auszutreten. Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, ein Teil dieser Art von Wissenschaft zu sein. Ich möchte einer Wissenschaft dienen, die einer Fakten-basierten Aufrichtigkeit, einer ausgewogenen Transparenz, und einer umfassenden Menschlichkeit verpflichtet ist.

Den ganzen Brief kann man hier finden.

 

Tatort-Regisseur kritisiert die Corona-Panikindustrie

Von Dr. phil. Clemens Heni, 21. Dezember 2020

Der ARD-Filmregisseur und Drehbuchautor Dietrich Brüggemann kritisiert die Corona-Panikindustrie eloquent, differenziert und scharf. Brüggemann (Jg. 1976) hat u.a. die Drehbücher für die Tatorte “Stau” (2017) und “Murot und das Murmeltier (2018) geschrieben und führte jeweils Regie.

Auf seinem Blog hat er jüngst einen Text publiziert – “Brief an keinen Freund” -, der sehr lesenswert ist und von vielen Menschen, nicht nur Tatort-Schauspieler*innen, gelesen werden sollte, weil er zum Nachdenken anregt.

Brüggemann schreibt in seinem Brief:

Die jetzige Lage ist dilemmatös. Wir sitzen also wieder zwecks Virusbekämpfung zuhause. Wir wollen da aber immer noch Licht anschalten. Und duschen und heizen und was essen und im Internet einkaufen und Fernsehen gucken. Und die Müllabfuhr soll auch kommen. Und die Krankenhäuser müssen weiter funktionieren, dafür muß die Krankenschwester ihr Kind in die Kita bringen können, dafür muß die Erzieherin an den Arbeitsplatz kommen, dafür muß die U-Bahn fahren, und den Rettungswagen muß auch jemand betanken und reparieren, und der muß wiederum zur Arbeit kommen und das benötigte Material muß da sein und so weiter. Und unsere Internetbestellungen wollen wir ja auch ausgeliefert haben.
Vielleicht fällt uns an dieser Stelle auf, dass all die Leute, die jetzt weiter zur Arbeit gehen müssen, eins gemeinsam haben: Sie haben größtenteils nicht studiert. Eine Schicht von Intellektuellen und (teilweise immer noch) Besserverdienenden setzt sich also in ihre Wohnungen und läßt sich von den weniger Privilegierten bedienen. Letztere tragen die ganze Infektionsgefahr. Das ist noch kein Argument für oder gegen irgendwas, aber man sollte sich es in aller Deutlichkeit vor Augen halten. Ein gewisses Element von religionstypischer Doppelmoral steckt da schon drin, würde ich sagen.

Brüggemann kritisiert diese Arroganz, diesen Zynismus und das Motto: ‘Sollen sich doch die deutsch-türkischen oder syrischen DHL-Auslieferer, deutsch-russischen Autobauer, bulgarischen Arbeiter*innen beim Knorr-Soßen-Hersteller oder die deutschen Pflegekräfte in Altersheimen mit Corona anstecken und eine Herdenimmunität aufbauen, von der dann die Reichen und ach-so-dermaßen-Gebildeten auch profitieren’.

So läuft es und das bringt auch Professor Jay Bhattacharya aus Kalifornien auf die Palme. Daher hat er mit Prof. Sunetra Gupta und Prof. Martin Kulldorff am 4. Oktober 2020 die Great Barrington Declaration verfasst, die ich als vermutlich erster Verleger weltweit am 20. Oktober 2020 in einem Buch publiziert und gedruckt habe. Es muss ausschließlich um den Schutz der Alten und Gefährdeten gehen und diese Gruppe ist sehr klein (ca. 1 Mio Pflegheimbewohner*innen plus jene Alten, die ambulant gepflegt werden). Das ist der gezielte Schutz (“focused protection”), den die Great Barrington Erklärung meint – damit sofort alle Lockdowns aufgehoben werden und wir wieder ein ganz normales Leben führen können. Corona ist ein Virus, das jetzt eben dazugehört wie die Influenza, kein Grund zur Panik, so ist das Leben, nicht schlimm, nicht besorgniserregend, nicht dramatisch.

Weiter heißt es in diesem bemerkenswerten Brief von Dietrich Brüggemann:

Zu meiner eigenen Position in dieser Debatte: Ich finde vieles, was gerade hierzulande geschieht, nicht gut. Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der Kritik an politischem Handeln selbstverständlich war. Neuerdings ist man aber, wenn man Kritik äußert, anscheinend ein Menschenfeind. Oder psychisch krank. Oder gar „rechts“. Ich bin ein wenig verwundert, mit was für Begriffen hier hantiert wird. Nur kurz zu den zwei häufigsten Vorwürfen, nämlich Verharmlosung und Verschwörungstheorie: Verharmlosung ist das Gegenstück zur Panikmache. Eine Giftschlange streicheln ist nicht gut. Vor einer Fliege schreiend davonrennen auch nicht.

Zentral ist folgende Erkenntnis:

Ich fürchte aber, die bittere Wahrheit ist: Man hat diese „focused protection“ bisher nicht umgesetzt (ganz allmählich gibt es zaghafte Ansätze), ja noch nicht mal ernsthaft diskutiert, weil die damit verbundene Aussage eine Kehrseite gehabt hätte. Und die hätte gelautet:
Für die Jüngeren ist es nicht ganz so gefährlich wie für die Alten.
Was ja zweifellos stimmt. Aber das auszusprechen ist undenkbar.

Natürlich sagen Merkel, Scholz und Spahn nicht die Wahrheit, dass Corona für Menschen unter 70 so unwahrscheinlich ist wie ein tödlicher Autounfall – sie wollen das nicht sagen, weil das die gesamte Panikindustrie seit Februar 2020 von heute auf morgen zusamenbrechen ließe. Angenommen, es wäre möglich (ist es nicht), dass 83 Millionen Menschen, die seit Februar 24/7 indoktriniert wurden, von heute auf morgen wieder gesunden könnten – das wird viele Jahre brauchen.

Brüggemann hat aber mal ausgerechnet, wie wenige Menschen unter 70 in 10 Monaten an Corona gestorben sind:

An Corona sind bisher hierzulande 2772 Menschen unter 69 Jahren gestorben. Nehmen wir mal an, die sind alle wirklich an diesem Virus gestorben und hatten nicht außerdem noch Krebs im Endstadium. Das statistische Risiko für gesunde Menschen bis 69, an Corona zu sterben, wäre dann im Bereich eines Autounfalls (wir haben jedes Jahr ca. 3000 Verkehrstote). Das ist nicht nichts. Unfälle sind grauenhaft. Dreitausend Verkehrstote würden uns sehr unangenehm auffallen, wenn wir vorher null gehabt hätten. Diese dreitausend sind außerdem nur die Spitze eines Eisbergs von Schwerverletzten, deren Leben nie wieder so sein wird wie zuvor. Wir haben uns daran gewöhnt. Wir haben es in unser psychisches Immunsystem integriert. Ob das gut oder schlecht ist, mögen andere entscheiden, aber bei Corona wird es ähnlich laufen. Die Menschen schultern das Risiko und leben ihr Leben weiter. So sind sie, die Menschen. Andere gibt’s nicht.

Wer kennt eine Person, die dieses Jahr mit dem Auto tödlich verunglückte und keine 70 Jahre alt war? Siehste!

Am Ende empfiehlt er noch den auch von mir geschätzten und häufig verlinkten Prof. Matthias Schrappe und dessen Arbeitsgruppe mit Prof. Klaus Püschel.

Auch folgender Gedanke von Brüggemann besticht:

Die Idee der Reinheit, also der Seuchenabwehr, steckt in vielen Religionen drin, und umgekehrt liegt man wohl nicht falsch, wenn man in unseren Seuchenabwehrstrategien auch eine religiöse Komponente sieht.

Es ist sehr bemerkenswert, dass ein anerkannter, erfolgreicher und kritischer Drehbuchautor und Regisseur wie Dietrich Brüggemann den Mut hat, öffentlich seine Kritik an der Corona-Panikindustrie kund zu tun. Danke!

Es wird einige Schauspieler*innen und Mitglieder der kulturellen Elite (neudeutsch: Präkariat) geben, die ganz ähnlich denken wie Dietrich Brüggemann, aber sich nicht trauen. Jetzt ist die Zeit, sich zum Selbstdenken und zur Kritik an der Panikindustrie, die nicht evidenzbasiert ist, zu bekennen.

Daher ist es eine geradezu Sensation, dass ein ARD-Tatort-Drehbuchautor und ARD-Tatort-Regisseur jetzt Klartext spricht, differenziert und radikal durchdacht, kritisch und dissident.

Wer Brüggemann bislang nicht kannte, kennt ganz sicher DIE Ode an Berlin schlechthin, eine Story, wie “wir” sie alle erlebt haben: “Drei Zimmer Küche Bad” (2012).

“Wir”, die wir alle irgendwann mal aus der Provinz, Freiburg oder Malente, nach Berlin zogen und eine Stadt erlebten, Vielfalt, Dramen, Spaß, Komik, Liebe, Umzüge, Robben (nicht der Fußballer, der Autoverleiher), Wohnungssuche, Schnee, Eltern, Geschwister, Seen, Wasser, Knatsch, Fahrradfahren, Euphorie, Fantastisches, Häuserschluchten, WG-Küchen… Berlin.

 

“Freiheitsrechte” und die “Würde des Menschen” schützen: Leopoldina-Philosoph attackiert Leopoldina-Papier und den Lockdown

Von Dr. phil. Clemens Heni, 13. Dezember 2020

Update, 14.12.2020: Prof. Michael Esfeld, Mitglied der Leopoldina, hat seine wissenschaftliche Kritik an der Leopoldina und der Lockdown-Politik der Regierungen in einem ausführlichen Papier erweitert, das hier eingesehen werden kann, und resümiert:

Es erweist sich somit wiederum als fatal, die in der Aufklärung angelegte Spannung zwischen Freiheit und Szientismus zugunsten des Szientismus und seiner politischen Verwendung aufzulösen. Die Rolle von Wissenschaft darf nicht die der Staatsreligion in vor-aufklärerischer Zeit sein: Es gibt kein Wissen, mit dem sich eine Planung der Gesellschaft rechtfertigen liesse, die sich über die Freiheit der Individuen hinwegsetzt. Aufklärung ist auch heute der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit, in die unsere Gesellschaft diesbezüglich hineinzulaufen droht.

 

 

Die Lockdown-Politik der Bundesregierung und den 16 Landesregierungen wird mehr Menschen töten als Corona. Woher wissen wir das? In UK gab es im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 acht Prozent mehr Tote durch Herzkreislauferkrankungen. Dabei starben 10 Prozent weniger Menschen in Krankenhäusern, dafür 10 Prozent mehr zu Hause. Darüber berichtet der schwedische Arzt und Publizist Sebastian Rushworth. Er betont, dass weltweit keine Regierung eine wissenschaftliche Abwägung gemacht hat, was Lockdowns an Menschenleben kosten können.

Es ging und geht ausschließlich um das völlig irrationale Ziel, eine einzige Krankheit und ihr Vorkommen zu reduzieren. Ob unterm Strich mehr Menschen sterben, ist der Politik völlig egal. Es geht nur darum, dass die Zahl der positiv auf SARS-CoV-2 Getesteten zurückgeht.

Das ist mörderisch, zynisch und menschenverachtend.

Auch der Philosoph und Suhrkamp-Autor Michael Esfeld, Professor für Wissenschaftsphilosophie in Lausanne in der Schweiz, der seit 2010 Mitglied der Leopoldina ist, ist völlig schockiert.

Esfeld ist Teil des Establishments, was seine frontale Attacke auf die Leopoldina von innen heraus so enorm bedeutsam macht.

In einem offenen Brief schreibt er:

Diese Stellungnahme verletzt die Prinzipien wissenschaftlicher und ethischer Redlichkeit, auf denen eine Akademie wie die Leopoldina basiert.

Im Gegensatz zu Merkel, Kretschmann, Laschet, Scholz und Müller hat Esfeld Empathie mit den alten Menschen, die gezielt geschützt gehörten.

Esfeld vertritt eine wissenschaftliche Position, die sich bewusst ist, dass es immer mehrere Seiten gibt, die gehört werden müssen. Wissenschaft besteht gerade darin, sich weiter zu entwickeln, gerade die Physik, von der Angela Merkel so wenig Ahnung hat, ist ein Beispiel dafür. Es gibt nicht “die” wissenschaftliche Wahrheit, man sollte schon kontrovers Annahmen der Antike über Newton, Einstein oder Heisenberg diskutieren, um nur dieses Beispiel der Physik zu nehmen. Wenn Merkel tatsächlich gut studiert hat, sollte sie wissen, dass es Diskurs und Debatte braucht, dass es Abwägungen benötigt und nicht autoritäre “Wahrheiten”, die exekutiert werden, ohne Kompromiss, ohne Anhörung, ohne Abwägung der Pros und Contras.

Was das gesamte Land in 10 Monaten nicht verstanden hat: Es ist sehr gut, wenn sich der Großteil der Menschen mit Corona ansteckt, da es eine für fast alle sehr harmlose Sache ist, ein Virus neben vielen anderen eben. Das nennt die Wissenschaft Herdenimmunität, die wir auch bei unzähligen anderen Viren haben – die haben wir nur, weil wir uns tagtäglich mit irgendwelchen Viren konfrontieren, andere Menschen umarmen, mit ihnen reden, Sex haben etc. pp., nur dadurch, durch Kunst, Kultur und soziale Interaktion sind wir erstens soziale Wesen und zweitens bauen wir nur und ausschließlich durch den Kontakt mit anderen Menschen eine Herdenimmunität auf. Wer ein Jahr allein zu Hause eingesperrt ist, wird danach massive Probleme bekommen und kann beim ersten Zusammentreffen mit anderen Menschen in schwere Not geraten, von der psychischen Belastung nicht zu schweigen.

Corona hat eine Infektionssterblichkeit von 0,14 bis 0,23 Prozent, sagt die Weltgesundheitsorganisation, die ihre eigene Mega-Panik von Februar und März 2020 wissenschaftlich revidiert hat – das ist Forschung.

Die Infektionssterblichkeit von Corona ist also sehr gering, ohne zu ignorieren, dass jeder einzelne von uns daran sterben kann. Das kann man nie ausschließen, das wäre ja lachhaft zu behaupten, dass man nicht jeden Tag sterben kann, egal an was.

Woher aber kommt diese unfassbare Panik vor dem Tod? Das mag daran liegen, dass die meisten Menschen nie wirklich lebten und ihre Sinnlosigkeit jetzt erkennen und sich an dieses sinnlose Leben so unsagbar brutal klammern, dass man Nicht-Maskenträger am liebsten an die nächste Wand stellen würde und abschießen (ich kann Gedanken lesen, liebe Spiegel-, Tagesspiegel- oder ARD-, DLF-Redaktion etc.).

Michael Esfeld ist hingegen nicht Teil der Panikindustrie, sondern kann selbst denken und mahnt:

Innerhalb des engeren Kreises der Experten von Virologie und Epidemiologie ist die Strategie zum Umgang mit der Ausbreitung des Coronavirus umstritten. Der Seite von Virologen und Epidemiologen, die scharfe politische Maßnahmen fordern, steht eine andere Seite von Virologen und Epidemiologen gegenüber, die mit Gründen einen nur auf die Risikogruppen fokussierten Schutz empfehlen, ausgedrückt zum Beispiel in der von führenden Medizinern verfassten Great Barrington Declaration.

Der denkende Teil der Bevölkerung weiß, wie gering das Risiko ist, an Corona schwer zu erkranken und zu sterben, nochmal: laut WHO für Menschen unter 70 Jahren liegt das Risiko an Corona zu sterben bei 0,05 Prozent, das ist weniger als bei einer Grippe. In vielen Landkreisen starb seit März 2020 nicht ein einziger Mensch unter 60 an Corona und auch nur wenige, die älter sind und ohnehin bald gestorben wären. Corona ist jetzt endemisch und gehört ganz normal zu den Viren, die wir bislang schon hatten. Kein Problem, keine Panik, das ist Teil des Lebens.

Was die Öffentlichkeit auch nicht wissen möchte, sind die vielen “Kollateralschäden”. Warum? Weil die Medien es nicht sagen – Ausnahmen sind die als Komiker ignorierten Richling, Nuhr oder Monika Gruber, deren Positionen wären in einer politischen Sendung in der ARD undenkbar – und weil kein Mensch mehr weiß, wie Aufklärung geht und was Denken ist:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung. (Immanuel Kant)

Was ignoriert und entwirklicht wird, sind die Toten hierzulande, die am vorzeitigen Herzinfarkt mit 56 sterben, weil sie alles verloren haben, was sie sich als Geschäfteinhaber aufgebaut haben, weil sie isoliert sind und 80 Jahre alt, im Rollstuhl sitzen und nicht mal mehr mit dem Zivildienstleistenden zweimal die Woche Essen gehen dürfen. Die Millionen Singles in Hamburg, Berlin, Köln oder München, in jeder Stadt und auch auf dem Land.

Diese Isolierten und in das Elend oder den Tod Getriebenen haben Kretschmann, Laschet, Müller, Merkel & Co. und die Medien und namentlich die Leopoldina zu verantworten – und dazu kommen die unzähligen Verhungerten in den Nicht-Industrieländern.

Anti-Leopoldina Leopoldina-Mitglied Michael Esfeld hat sie jedoch im Blick:

Im weiteren Kreis der Wissenschaftler ist höchst umstritten, ob der Nutzen scharfer politischer Maßnahmen wie ein Lockdown die dadurch verursachten Schäden aufwiegt – und zwar Schäden an zukünftigen Lebensjahren, die in Deutschland und anderen entwickelten Ländern infolge eines Lockdown verloren gehen, Todesfälle durch einen erneuten Anstieg der Armut in den Entwicklungsländern usw.

Es ist auf viele Jahrzehnte die größte Schande der politischen Linken, nicht mal auf diesen Aspekt der Millionen “Kollateraltoten” hingewiesen und die mörderische Lockdown-Politik abgelehnt zu haben.

Wenn nicht mal der zu erwartende Tod von vielen Kindern und Erwachsenen in den Nicht-Industrieländern beachtet wird, ist es mit der Würde des Menschen hierzulande auch nicht besser bestellt.

Es gab keine Bundesregierung und keine Landesregierung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die der Würde des Menschen mehr Schaden zugefügt haben, als Angela Merkel und die Bundesregierung und die 16 Landesregierungen.

Der Philosoph Michael Esfeld, Lehrstuhl für Wissenschaftsphilosophie der Universität Lausanne, hält erschüttert fest:

Ethisch gibt es insbesondere in der auf Immanuel Kant zurückgehenden Tradition Gründe, grundlegende Freiheitsrechte und die Würde des Menschen auch in der gegenwärtigen Situation für unantastbar zu halten. Zur Würde des Menschen gehört dabei insbesondere die Freiheit, selbst entscheiden zu dürfen, was die jeweilige Person als ein für sie würdiges Leben erachtet und welche Risiken sie für diesen Lebensinhalt einzugehen bereit ist in der Gestaltung ihrer sozialen Kontakte.

Esfeld fordert:

In einer solchen Situation wissenschaftlicher und ethischer Kontroverse sollte die Leopoldina ihre Autorität nicht dazu verwenden, einseitige Stellungnahmen zu verfassen, die vorgeben, eine bestimmte politische Position wissenschaftlich zu untermauern. Ich möchte Sie daher höflichst bitten, die entsprechende Stellungnahme umgehend als Stellungnahme der Leopoldina zurückzuziehen.

 

 

Corona decline: Great Barrington Declaration works – The case of the German University town of Tubingen!

The Times of Israel (Blogs) | Dec. 9, 2020

Corona decline: Great Barrington Declaration works

The case of the German University town of Tubingen!

Most people have heard of Tubingen, the 89,000 inhabitants old and famous university town, located in the south-west of Germany in the state of Baden-Wurttemberg, 50 km south of Stuttgart. You might recall Hegel, Hölderlin, Schelling, the strange Protestant spirit or even the late Ernst Bloch and many others, including myself, just kidding – seriously: I was a student there and a member of local antifascist groups in the early 1990s.

On Oct. 10./11. 2004, Jerusalem’s Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA, Prof. Robert S. Wistrich, Dr. Simcha Epstein, Dr. Schaul Baumann) held a conference in Tubingen: “The Cultural Side of Antisemitism between Enlightenment and the Shoah“. The entire book of that event is now online available for free.

In 2020 the German and Israeli establishment runs riot and proofs its irrational agenda, mainly Bibi’s closure of the economy and culture, or Merkel’s and Bavarian prime minister Soder’s equally irrational and antidemocratic policies. Politicians all over the world failed to realize that it is a good sign when young people (under 60) go to work, take the harmless virus, establish a herd immunity, as we all do every winter with all kinds of viruses.

Young people do not get sick and even if, after a few days they are fine again, just look at the data from the World Health Organization (WHO): The tiny number of 0,05 percent of people under 70 infected with Corona, die (Prof. John Ioannidis, WHO Bulletin: “Infection fatality rate of COVID-19 inferred from seroprevalence data“).

People without serious preconditions have close to no risk from Corona – without ignoring the fact that we all can get sick or injured or die every single day, life is a risk. Smoking, obesity might be dangerous, too – and being intimated 24/7 ever since March 2020 by the politics of propaganda, irrationalism, anti-hope and panic, might be the most dangerous result of the year 2020 and the years to come. The flu is more dangerous for that part of the population, while Corona is more dangerous to the elderly.

However, take Nobel Prize Laureate (2013) in Chemistry, Prof. Michael Levitt from Stanford University. Alongside with Prof. Martin Kulldorff and Prof. Jay Bhattacharya he was one of the experts Florida’s Governor Ron DeSantis spoke to on Sept. 24, 2020, when DeSantis planned lifting Corona restrictions in his state the following day. Levitt’s father was from Lithuania, his mother from the Czech Republic, he once served a few weeks in the IDF in 1985 and is against lockdowns. During the roundtable with DeSantis, Levitt was pretty cool and said, that he knows about the risks of life. Being 73 years old now, he just bought a motor bicycle, because it is fun, it is his life, his decision and his well-being. Our governments worldwide, though, have become nanny-states who dictate us our daily life. I say this not as a capitalist libertarian, but as a left-winger, to be sure.

Contrary to the antidemocratic policies of Germany or Israel, the UK and America, there is another approach that really seems to be working: The city of Tubingen.

Take this: while the number of Corona infections (the so-called 7-days-incidence, a fake number, as the huge amount of asymptomatic cases, which is 6-10 fold the official number, is not counted!) in the age group 60+ in all of Germany currently is 128 cases per 100,000 people, in Tubingen the number for people 65+ it is 10 (ten) and for people over 75 years – the most vulnerable group – it is zero (0)! This is what the Bild boulevard newspaper reports on December 8, 2020. Many German newspapers report about this remarkable Tubingen story how to fight Corona!

How has this come? Well, ever since April 2020 there exist taxis for the elderly instead of public buses. More recently, they introduced reserved shopping hours for the old and elderly, 9-11 am. Tests for all medical health workers and staff in nursing- and elderly homes are done on a regular basis, a PCR test every 14 days and in between every 3 or 7 days a flash test. Cost-free FFP2 masks for all people 65+ are distributed by the town (with no or not much support by the federal or regional government). Equally cost-free rapid tests for relatives, who want to visit their loved ones.

This translates pretty much to the measures promoted by the famous Great Barrington Declaration by Prof. Jay Bhattacharya (Stanford), Prof. Sunetra Gupta (Oxford) and Prof. Martin Kulldorff (Harvard). They signed the Great Barrington Declaration on October 4 and ever since 38,154 medical practitioners, 12,717 medical & public health scientists alongside 686,184 concerned citizens have signed that document.

Tubingen’s major Boris Palmer urges chancellor Merkel and all politicians to change course. While the number of infected elderly and old people (most with pre-conditions, to be sure) in all of Germany even rose during the latest and ongoing lockdown, Tubingen is different and has much lower numbers.

Merkel’s Corona policies will ruin the entire country, it will kill many more people than Corona ever could. Lockdowns kill, they destroy businesses, but even more importantly, they destroy us as social-beings, they deny that human beings are social beings and not machines. You can put your car in your garage for a few weeks and after that it will just roll like before. Human beings are not machines. I just remind my readers to Erwin Chargaff (born 1905 in Czernowitz, he died 2002 In New York City), who argued in 1990 (during a series of lectures by several contributors, given in Hannover in Germany) against the change of our portray of human beings ever since the modern times, and against the comparison of human beings and machines. Already then, Chargaff, who was a chemist, argued against mass testing in the US and the maniac to control all aspects of our life. He said this in 1990, as if he anticipated 2020!!

The mainstream Corona policies are completely out of touch with reality: We have plenty of ICU beds in Germany (almost the same number ever since August 2020, many thousands beds still empty). Look at the dark blue area in this graph below, this indicates hospitalized people in Germany in ICU beds. Pretty much the same number ever since August 2020, between 21,000 and 22,000 patients. However, look at the strange decline of the free beds still available, the light blue area: a decline from some 9000 free beds to some 5000 free beds, while the occupied beds just vary smoothly.

That is irrational! It will be result of the failure of the German government to have enough staff and medical health workers available. That might be a severe and not surprising, but shocking long-term failure of German Minister of Health Jens Spahn.

Thanks to the panic driven, antidemocratic Corona policies of Merkel and the establishment, we have millions of people with mental health problems, people get stomach ache, headaches, physical problems as all swimming pools in town are closed, no culture, no events, no cinema, no theater, no concerts, no pub, nothing. That destroys people without saving a single  83-year-old from a severe flu like Corona. For people under 70, Corona is less dangerous than Influenza, says the WHO.

You cannot put people in their prison cells like students in tiny apartments or small families in a two-bedroom with no escape from the violent father or husband etc. Merkel did not learn the lesson from Corona. She acts like a religious fanatic, the same holds for all prime ministers of the 16 German lands, headed by Bavarian Soder, or for Bibi, Macron, Johnson, Biden.

Tubingen, though, indicates that there is a serious way to deal with Corona.

However, we are not sure, if the much more liberal and protective measures taken by the local government are the reason for the tiny numbers of Corona cases there. Perhaps it is the environment near the small but nice river Neckar or the old philosophical spirit of the town, or even the good Swabian food (with restaurants closed, not really convincing an argument).

Focused protection as promoted by the Great Barrington Declaration might indeed be the realistic solution to our maniac Corona world.

As it is unlikely that German courts rule against the unscholarly PCR-test. On the other side,  the Lisbon Court of Appeal ruled against the PCR test and against quarantine, based on that dangerous test:

The PCR test ‘is unable to determine, beyond reasonable doubt, that such positivity result corresponds, in fact, to the infection of a person by the SARS-CoV-2 virus’, said the Lisbon Court of Appeal“.

As we all know by now, the cycle threshold of the PCR test is crucial, the Ct-value. If it is above 26 or maximum 30, it indicates that a person is not only not sick, but also will not at all make another person sick. Most laboratories worldwide use a Ct-value of 35, 37 or even 40, without indicating this to the people!

German courts, though, so far refused to rule against the not validated and unscholarly PCR test. They also reject to rule against the equally unscholarly 7-days incidence and the unconstitutional shutting down of theaters, restaurants, public life etc. Why is the 7-days incidence stupid? Because we have 6-7 times more asymptomatic cases in all countries, as Prof. Matthias Schrappe and his working group point out. Schrappe spoke before the Health Committee of the German Parliament about the failure of the German Corona policies. If people run riot, like in Germany today, about incidences of 200 or more, that is ridiculous – the real number is 6-7 times higher! That is very good news, as we still have so few cases of Corona. Most people these days just die with and not of Corona. This is a rather criminal and not ethical or scholarly way of categorizing a patient as Corona patient – a simple positive PCR test might be enough, regardless if that person is in hospital due to a heart attack, a car crash or a lethal cancer disease and became PCR positive just in his or her ICU bed, for example.

The official Corona cases are around 65 million, which is nonsense. In fact, we have over 750 million Corona cases worldwide, says the WHO. Got it? The more people are touched by Corona, the better – because most people not even get slightly sick, but build herd immunity, which is essential when it comes to a new virus. Corona is mainly an asymptomatic disease, which almost exclusively is a threat to the old and very old people with pre-conditions.

Despite the fact, that we do not have a medical crisis at all, no excess mortality in Germany, this Tubingen solution might be our only answer at hand to fight the Biden-, Trudeau-, Merkel-, Macron-  Bibi- or Johnson-style hygiene or vaccination state…

For my English and New England friends: V-Day will always remain May 8/9, 1945, the unconditional surrender of Nazi Germany, and not that day in December 2020, when the UK started vaccinating its population. Just saying.

Finally, Zionists should be on the forefront to attack authoritarian, anti-working class and irrational policies, taken by Bibi or the entire Western world these days. Zionists could align with the Tubingen approach, without ignoring the previous anti-Israel stance of the major of that university town.

About the Author
Dr Clemens Heni is director of The Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA)

Panik haben macht Spaß, denken nicht

Gastbeitrag von Rebecca Niazi-Shahabi, 06. Dezember 2020

Es ist erstaunlich, wie viele Menschen auf ihrem Panikmodus beharren, es muss ein Wunsch nach Konformität dahinterstecken, so unermesslich groß, wie schon lange nicht mehr. Denn nicht nur viele Leser der Zeitungen und Zuschauer der Nachrichtensendungen hinterfragen nicht, was ihnen über Covid 19 erzählt wird, ja selbst Journalisten verbieten denjenigen, die am Sinn der Maßnahmen zweifeln und/oder sie kritisieren, das Wort.

Dummheit kann es nicht sein, das weiß ich spätestens seit dem 5. Dezember 2020, als ich auf tagesschau.de las, Merkel habe verkündet: “Mit dem Impfstoff verteilen wir Lebenschancen.” Nun ist endgültig bewiesen, wer darauf einschwenkt, diese Aussage befürwortet, sie lobt und zitiert usw., verleugnet die Wahrheit GANZ BEWUSST.

Es weiß ja jeder, dass nicht Hunderttausende in Deutschland an Corona sterben und nicht jeder, der nicht geimpft wird, des Todes ist. (Es ist offensichtlich, denn es fallen keine Menschen auf der Straße um und es liegen auch noch nicht 30% der Berliner im Kühlhaus, nicht einmal in der unmittelbaren Umgebung gibt es Menschen, die plötzlich an Corona – und zwar nur an Corona – verstorben wären.)

Man spielt also mit, tut so, als würde es sich um eine bewiesene Tatsache handeln, dass außergewöhnlich viele Menschen an Corona versterben – was die Voraussetzung für den Sinn des Satzes unserer Kanzlerin wäre – und suhlt sich in dem Gefühl “auf der richtigen Seite zu stehen”. Und zwar zum Preis seines Verstandes. Jeder, der nicht gegen diesen Satz Einspruch erhebt, zahlt diesen Preis ganz BEWUSST. Deswegen helfen auch keinerlei logische Argumente mehr – man will keine Argumente, man WILL die Panik.

Aber warum?

Auch Gunnar Kaiser stellt in seinem letzten Video vom 05.12.20 fest („Es ist ein Kult!“):

Es handelt sich um einen Kult, … um eine ideologische Erzählung, die dem Ganzen einen Sinnzusammenhang gibt. Bei diesen Erzählungen kommt es überhaupt nicht an auf den Bezug zur Realität, er ist überhaupt nicht wichtig.

Geht man dieser Frage nach, warum man diese Erzählung aufnimmt und weitergibt, kommt man auf mehrere mögliche Antworten. Eine davon könnte mit der völligen Bedeutungslosigkeit zu tun haben, die viele Menschen fühlen, sie vermissen in unserer Gesellschaft den Sinnzusammenhang, der eben nicht nur einfach im freien Wirtschaften bestehen kann.

Keine Gemeinsamkeit mehr, keine Rituale, kein Aufgehobensein, auch das Glücksversprechen des Konsums (mit all seinen Gemeinsamkeitssurrogaten wie Freunde, die einem im Garten zuprosten, weil man das richtige Bier gekauft hat oder der Mann, der einen liebt, weil man sich die Beine epiliert hat usw.) ist schal geworden.

Keiner interessiert sich für den anderen, alles ist sinnlos geworden und man versucht noch mit den so genannten “Sozial-Pornos”, d.h. der eigenen Benachteiligungsgeschichte auf Facebook oder Instagram ein bisschen Anteilnahme und Gemeinsamkeit zu ergattern.

Aber auch da ist die Konkurrenz groß. Und plötzlich gibt es Corona. Da kann man zeigen, dass man doch noch eine Nation, eine Wertegemeinschaft ist. Die zusammenhält und etwas bewirken kann. (Wenn nicht die blöden Arschlöcher wären, die ausscheren und alles zerstören wollen.)

Dieser Zipfel im Gesicht, der ein Zeichen ist, “dass man ein Guter/eine Gute ist und mitmacht, dass man ein Mensch ist, dem andere nicht egal sind”.

Und die ganz Eifrigen zeigen, dass sie wirklich mit ganzem Herzen dabei sind durch besonders korrektes Einhalten des Abstands zum Vordermann im Supermarkt. Da wird der Einkaufsgang plötzlich zum politischen Statement (woanders darf man ja nicht mehr hin), da wird dann gewartet, bis der Vorgänger auch noch den letzten Artikel eingepackt hat, egal, wie lange das dauert, dann tritt man an die Kasse, tauscht ein Lächeln mit der Kassiererin aus, mit der man sich in derselben Wertegemeinschaft weiß.

Da sind soziale Unterschiede mit einem Mal völlig gleichgültig geworden, denn mit der guten Kassiererin hat man im Zweifelsfall mehr gemein, als mit dem intellektuell aussehendem Idioten, der hinter einem steht und kaum seine Genervtheit unterdrücken kann. Soll der doch was sagen, man wartet ja nur darauf! Denn es wäre einem eine Freude, ihn in die Schranken zu verweisen und sich dafür den Applaus der anderen Kunden abzuholen!

Wenn man auf die Idee kommt, dass es sich um lauter einsame Einzelbürger handelt, die einfach versuchen, sich ein winziges Stückchen Bedeutung abzupressen, dann wird klar, warum da keiner mehr Argumente hören will. 2006 gab es die Fußballweltmeisterschaft, das war schöner und außerdem im Sommer. Da ging es auch um nichts, um Fußball eben.

Nun geht es um etwas, was vorher auch niemanden interessiert hat – und plötzlich entdecken alle ihr Mitleid mit den Alten und Kranken. Aber natürlich nur ihr abstraktes Mitleid. Denn der Mensch direkt vor einem – ohne Maske aber mit Attest z.B. – der bekommt den ganzen Hass zu spüren, den die Konformisten ob ihrer Bedeutungslosigkeit in sich tragen.

Mitleid hat man natürlich immer nur mit den Abwesenden. Den ganz Alten, den Risikogruppen. Mit den konkreten Alten dann aber wieder nicht, die sagen, Corona sei ihnen egal und sie wollen Besuch und Tanztee und Weihnachten mit der Familie. Mit denen will man nicht mitfühlen, auf die ist man nämlich im Zweifelsfalle noch neidisch, wie auf jeden Menschen, der es noch versteht, sein Recht auf Freude und Spaß einzufordern.

DAS ist das Geheimnis hinter dem Ganzen: Die vielen freud- und bedeutungslosen Existenzen, die jetzt ihre Chance sehen, aufzumucken und ihre kleine Macht auszuspielen, da sie ja die Mehrheit und Merkel hinter sich wissen.

Nur die beharren auf den “Lebenschancen”, die endlich verteilt werden müssen (in Form von ungetesteten Impfungen) und spielen, als würden sie sich fürchten. (Einmal wünscht man sich nämlich, diese Menschen würden das in echt erleben, was sie behaupten, denn da würden nicht wenige von ihnen mit echter Panik in die Psychiatrie eingeliefert werden müssen, zu moralischer Auftrumpferei wären dann die meisten gar nicht mehr fähig.)

Wie viele aufklärerische Texte mit belastbaren Fakten müssen noch geschrieben werden, wann wird die Vernunft wieder über die Ideologie siegen? Wann wird es den Menschen keinen Spaß mehr machen, sich wenigstens in der (gespielten) Panik vereint zu wissen?

Ich hoffe bald, und bevor ich zu meiner „Lebenschance“ gezwungen werde.

 

 

 

 

Wie antidemokratisch und ‘chinesisch’ denkt Angela Merkel? (Teil 1)

Von Dr. phil. Clemens Heni, 03. Dezember 2020

Die Tageszeitung Die Welt des Springer-Konzerns berichtet am 2. Dezember 2020 vom “Online-Digital-Gipfel der Bundesregierung” Folgendes und zitiert Bundeskanzlerin Angela Merkel:

Wo kommen wir da raus? Wo kommt China raus? Wo kommt Südkorea raus? Wenn die alle mal viel besser die Masken tragen und nicht so viel ,Querdenker‘-Demos haben, sondern derweil schon wieder wirtschaftlichen Aufschwung, dann fragt sich, wo Europa landet nach dieser Pandemie.

Das ist der Kern des Jahres 2020 und aller folgenden Jahre, die noch kommen werden.

Das ganze antidemokratische Denken von Merkel und der Politik zeigt sich in diesem Zitat.

Die Kanzlerin mag keine Diskussionen, keine Kritik und keine freie Meinungsäußerung, keine Demonstrationen.

Gab es seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland eine antidemokratischere Äußerung eines Kanzlers in diesem Land?

Merkel spricht nicht nur für die gesamte politische Klasse, sie spricht auch für fast alle Medien, vorneweg ARD, ZDF, Deutschlandfunk, RTL, Spiegel, Zeit, Süddeutsche, FAZ, Frankfurter Rundschau, linke Blogger*innen und Aktivist*innen, die ihr Links-Sein im März 2020 abgelegt haben und staatsfetischistisch und irrational wurden. Weite Teile des deutschen Volkes lieben Merkel für diese antidemokratische Äußerung, die ja nur widerspiegelt, was die politische Klasse seit März 2020 in diesem Land unter tosendem Applaus der Mainstreammedien und des pöbelnden Mobs auf der Straße treibt.

Als Antisemitismusforscher habe ich auch den Antisemitismus der Querdenken-Bewegung und von KenFM analysiert und kritisiert. Aber diese Leute haben keine Macht, jedoch die Fakten in diesem Fall hinter sich. Der PCR-Test ist wissenschaftlich unhaltbar, wie jetzt 22 internationale Wissenschaftler*innen in einer Kritik an Drosten & Co. darlegen, die Todesrate ist so gering wie bei einer Grippe, sagt die WHO (Todesrate für Menschen unter 70 liegt weltweit bei  0,05%), die ihre Meinung seit Februar 2020 massiv geändert hat und wieder der Wissenschaft zuhört, die “Alltagsmaske” ist unnütz (aber schürt eine Massenpanik weltweit wie kein Vorgang in der Geschichte der Menschheit), wie es in der Zeitschrift für Krankhaushygiene up2date aus dem führenden medizinischen Fachverlag Thieme aus Stuttgart heißt (“Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit”).

Merkel ignoriert die Wissenschaft und hetzt das Volk gegen ein Virus regelrecht auf und möchte dazu keinerlei Kritik, keine Demonstrationen, eine Volksgemeinschaft der Hörigen, Ruhigen, Hinnehmenden und Klatschenden. Das scheint das Demokratie-Verständnis von Angela Merkel zu sein.

Aber selbst wenn die Todesrate extrem hoch wäre (sagen wir 30 Prozent Letalität wie bei der Pest im 14. Jahrhundert statt 0,14 Prozent bei Corona, basierend auf ca. 750 Millionen “Infizierten” weltweit), wäre das Allerwichtigste, dass es Demonstrationen, Zusammenkünfte, nochmal köstliches Essen im Restaurant, Musik, Theater, Satire, Lesungen, Sport, Kunst, Ausstellungen, meinetwegen Gottesdienste, vor allem aber Debatten und Versammlungen gibt.

Das hätte selbst eine Physikerin und Ex-DDR-Bürgerin seit 1989 lernen müssen: Freie Meinungsäußerung und Demonstrationen sind der Kern der Demokratie.

Ohne Versammlungen, Diskussionen und Kritik an der Regierungspolitik können wir alle gleich die halbe Welt “China” nennen, turbokapitalistisch die Natur zerstören und damit weitere Virenübertragungen von Tieren auf Menschen evozieren und danach jammern und die Welt totalitär zusperren. Kritik wird apriori eskamotiert. Nie hat das ein Politiker so deutlich und schamlos offen gesagt wie Angela Merkel in diesem Zitat.

Schauen wir uns nochmal das Zitat von Angela Merkel an, lassen das sacken und reflektieren wir den Rest unserer Tage darüber, wie dieses Land an diesen Punkt kommen konnte, dass eine Kanzlerin einer “Demokratie” so etwas sagt:

Wo kommen wir da raus? Wo kommt China raus? Wo kommt Südkorea raus? Wenn die alle mal viel besser die Masken tragen und nicht so viel ,Querdenker‘-Demos haben, sondern derweil schon wieder wirtschaftlichen Aufschwung, dann fragt sich, wo Europa landet nach dieser Pandemie.

Keine Sorge: Der Kapitalismus wird diese Krise gestärkt überstehen. Die Demokratie ist bereits zerbröselt. Sie wurde zerbröselt und da gibt es Täterinnen und Täter. Das war und ist kein subjektloser Prozess, wie manche Foucault-Anhänger*innen raunen, die viel zur Analyse von Macht beitragen können, aber wenig zur Verteidigung der Demokratie oder gar der Erkämpfung einer befreiten Gesellschaft.

Für einen Aufstand der Denkenden

In Portugal urteilt ein Gericht gegen den PCR-Test und die Quarantäne, in Deutschland wird die wissenschaftlich unhaltbare 7-Tage-Inzidenz zur Verlängerung der Gesundheitsdiktatur herangezogen und ein 14-jähriger Junge ohne Maske wird brutal zusammengeschlagen

Von Dr. Verena Brunschweiger und Dr. Clemens Heni

Update, 24. November 2020, abends: Wenige Stunden nach der Publikation unseres Textes wurde Prof. Matthias Schrappe in einer ZDF-Heute live Sendung interviewt. Er attackiert die unwissenschaftliche Arbeitsweise der RKI frontal: Die Zahlen des RKI sind “vom Nebel nicht weit entfernt”, sprich: nutzlos, nicht erkennbar.

 

1. Virologische Defizite

Ein Berufungsgericht in Portugal hat die Anordnung der Quarantäne für vier Deutsche auf den portugiesischen Azoren als illegal erklärt. Ein Deutscher war positiv auf SARS-Cov-2 getestet worden, in dessen Folge mussten er sowie drei weitere Deutsche in eine 14-tägige Quarantäne. Dieses weltweit übliche Verfahren, das sich ohnehin nach Polizei- und Hygienestaat anhört, wurde jetzt als illegal verurteilt. Was urteilt das Gericht? Das Gericht kritisiert die ganze Herangehensweise der Quarantäne-Verordnung frontal – das hat weltweite Auswirkungen bzw. sollte es haben, würden in anderen Ländern die Juristen ähnlich seriös arbeiten wie diese Juristen in Portugal.

  1. Völlig zu Recht argumentieren die Richter*innen, dass ohne die klinische Beurteilung, also die Untersuchung durch eine/n Ärztin/Arzt, ein Mensch niemals lediglich aufgrund eines Tests als krank definiert werden darf.
  2. Der PCR-Test wiederum basiert auf der Vervielfältigung von Gen-Material des Virus, sogenannten Zyklen, die den Ct-Wert ausmachen. Bei Werten bis ca. 25/26 oder maximal 30 kann davon ausgegangen werden, so die internationale Forschung, an der sich der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis orientiert, dass womöglich eine ausreichend große Viruslast in einem Menschen vorhanden ist, dass die Person krank oder infektiös sein könnte. Ob eine Person krank ist, kann die Person erstmal selbst feststellen, wer sich nicht krank fühlt, wird nicht zum Arzt/zur Ärztin gehen, von Kranken und Hypochondern natürlich zu schweigen, die es in Coronazeiten noch mehr gibt als sonst – jedes Husten wird ja privat als Panikattacke wahrgenommen und in der Öffentlichkeit als Mordversuch gewertet, das gilt auch vom Niesen oder bei erhöhter Temperatur.
  3. Insofern ist es von entscheidender Bedeutung, und darauf weist das Gericht in Portugal hin, dass bekannt ist, mit wie vielen Zyklen ein Test durchgeführt wurde. Laut Berichten arbeiten sehr viele Labore in Europa mit 37 oder mehr Zyklen, sprich: Ergebnisse dieser PCR-Test sagen aller Voraussicht nach überhaupt nichts aus, sie sind nutzlos. Aufgrund eines PCR-Tests, der mehr als 30 Zyklen durchlaufen hat, eine Quarantäne anzuordnen, ist höchst problematisch und vermutlich illegal.
  4. Also handeln auch hierzulande fast alle Gesundheitsämter kriminell, wenn sie Menschen mit einem positiven PCR-Test bzw. deren „Kontaktpersonen“ in Quarantäne schicken (z.B. ganze Schulklassen oder Betriebe etc.), ohne anzugeben, wie viele Zyklen der PCR-Test durchlaufen hat. Die Gesundheitsämter handeln doppelt illegal oder kriminell, wenn sie – wiederum basierend auf dem Urteil des Gerichts in Portugal – die positiv auf SARS-Cov-2 getestete Person nicht zu einem Arzt/einer Ärztin schicken und somit keine klinische Diagnose vorliegt, ob die Person krank oder und ansteckend ist.
  5. Es gibt zudem eine Unzahl von PCR-Tests, sie sind nicht alle gleich, sprich: Es ist nicht mal klar, welches mini-kleine Teilchen der Erbsubstanz des SARS-Cov-2 Virus der jeweilige Test sucht und wie oft es dann vervielfältigt wird, damit man sagen kann, es liege eine große Viruslast vor.

Der Wissenschaftsjournalist Dr. Peter F. Mayer schreibt zu dem Urteil aus Lissabon:

Die Zusammenfassung des Gerichts zur Entscheidung gegen die Berufung der regionalen Gesundheitsbehörde lautet wie folgt:

‚Angesichts der von Experten, d.h. denjenigen, die eine Rolle spielen, geäußerten wissenschaftlichen Zweifel an der Zuverlässigkeit der PCR-Tests, angesichts des Mangels an Informationen über die analytischen Parameter der Tests und in Ermangelung einer ärztlichen Diagnose, die das Vorhandensein einer Infektion oder eines Risikos belegt, kann dieses Gericht niemals feststellen, ob C tatsächlich ein Träger des SARS-CoV-2-Virus war oder ob A, B und D einem hohen Risiko ausgesetzt waren.‘

Mayer resümiert treffend:

Dieses Urteil sollte massive rechtliche Auswirkungen in Portugal haben. Dazu gibt es noch ein früheres Urteils des Verfassungsgerichts, das eine Entscheidung der Regionalregierung der Azoren, jeden Passagier, der auf einem Flughafen des Territoriums landet, in eine 14-tägige Quarantäne zu zwingen, als unrechtmäßige Freiheitsberaubung erklärt hat.

Zu erwarten ist wohl auch, dass Gerichte in anderen EU-Ländern diese Urteile zum Anlass nehmen könnten sich auch mit den wissenschaftlichen Grundlagen zu befassen, die für diese Urteile ausschlaggebend waren.

Diese virologischen Defizite bestimmen auch das gesamte Massentest-Regime in Deutschland. Es wird nirgendwo angegeben, ob die getesteten Personen bei einem Arzt/einer Ärztin waren, was bei einem riesigen Anteil vermutlich nicht der Fall ist. Zweitens wird nirgendwo prominent oder überhaupt angegeben, wie hoch der Ct-Wert ist, also wie viele Zyklen die Probe durchlaufen hat, ob überhaupt eine ausreichende Viruslast vorhanden ist. Bei Quarantäne-Bescheiden für Kontaktpersonen, die selbst überhaupt nicht getestet wurden, ist diese hygienediktatorische Maßnahme noch himmelschreiender.

Doch wie schaut es überhaupt mit der „Epidemie“ aus? Also nicht mit der Panik-Epidemie, die seit März 2020 die ganze Welt in ihren Grundfesten erschüttert und die demokratische Welt in weiten Teilen politisch zerstört hat, sondern wie sieht es mit der „Epidemie von nationaler Tragweite“ bzgl. dem Virus SARS-Cov-2 aus?

2. Epidemiologische Defizite

Das berüchtigte Infektionsschutzgesetz legt in §5 fest:

Eine epidemische Lage von nationaler Tragweite liegt vor, wenn die Bundesregierung eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Bundesrepublik Deutschland festgestellt hat, weil

  1. die Weltgesundheitsorganisation eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen hat und die Einschleppung einer bedrohlichen übertragbaren Krankheit in die Bundesrepublik Deutschland droht oder
  2. die dynamische Ausbreitung einer bedrohlichen übertragbar Krankheit über mehrere Länder in der Bundesrepublik Deutschland droht.

Die Bundesregierung hat die Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite unverzüglich aufzuheben, wenn die Voraussetzungen für ihre Feststellung nicht mehr vorliegen.

Das ist offenkundig keine Definition. Das ist ein Freifahrschein für eine beliebige Festlegung einer bedrohlichen Situation. Was ist eine gefährliche Krankheit? Ein Grippevirus, gegen das weite Teile der Bevölkerung offenkundig teilweise immun ist, da es sonst nicht so dermaßen wenige Todesopfer geben würde?

Vielmehr hört sich diese „Definition“ eher nach Louis XIV an: „L‘etat c‘est moi!“ Oder, treffender noch, nach Carl Schmitt:

Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet. (…) Der Ausnahmefall offenbart das Wesen der staatlichen Autorität am klarsten (…) die Autorität beweist, dass sie, um Recht zu schaffen, nicht Recht zu haben braucht.

Die Bundesregierung und die 16 Landesregierungen sind also „souverän“, schaffen Recht, ohne notwendigerweise Recht zu haben.

Dass weder Merkel noch Malu Dreyer, Kretschmann oder Söder Recht haben, zeigt die epidemiologische Forschung. Professor Matthias Schrappe von der Universität Köln, Experte in Klinischer Epidemiologie und Evidence-Based Medicine, hat zusammen mit acht weiteren Forscher*innen und Expert*innen im Bereich Medizin, Epidemiologie, Demokratietheorie und Krankenhauswesen, darunter Professor Klaus Püschel, Rechtsmediziner vom Klinikum Hamburg-Eppendorf und Prof. Dr. rer. pol. Philip Manow, Universität Bremen, SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, seit April 2020 sechs „Thesenpapiere“ zur Coronakrise publiziert. Schrappe sprach bereits mehrfach im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages über Corona. Im Thesenpapier 6.1 vom 22. November 2020 geht es um Epidemiologie. Darin attackieren die neun Expert*innen die Bundesregierung frontal:

These 1: Ein Strategiewechsel ist notwendig. Der asymptomatische Infektionsweg und der Stand der (sporadischen) Ausbreitung macht eine Kontrolle der Infektion allein durch Kontaktvermeidung und -nachverfolgung unmöglich. Als wichtigste Voraussetzung gelten valide, reliable und erreichbare Zahlenwerte, die zur Gestaltung spezifischer Präventionsangebote für die verletzlichen Gruppen der Bevölkerung herangezogen werden können. (…) Vor diesem Hintergrund ist das Festhalten am Narrativ einer Bedrohung à la Bergamo mit modernen Methoden der Risikokommunikation und –bewältigung nicht vereinbar.

 

Klaus Püschel hat unendlich mehr Ahnung von Corona als Merkel, Spahn und alle Politiker*innen zusammen. Er hat die ersten 100 Corona-Toten in Hamburg obduziert und ist dafür weltweit bekannt. Ohne Vorerkrankung war keiner der Toten. Auch der Philosoph Julian Nida-Rümelin betonte in einer ZDF-Talkshow, dass unter den ersten 2000 Corona-Toten in Italien extrem wenige Menschen ohne Vorerkrankung waren, exakt 0,8 Prozent.

Direkt neben Nida-Rümelin saß Kanzleramtsminister Braun, sprich: die Bundesregierung weiß wie ungefährlich Corona ist, sie sagt aber der Bevölkerung absichtlich nicht die Wahrheit. Denn die Wahrheit würde ihre Macht schwächen.

Die Pointe von einem Virus wie Corona ist die Asymptomatik, sprich: Corona ist für fast alle Menschen ganz oder relativ ungefährlich, nur für eine kleine oder sehr kleine Gruppe von Menschen kann es gefährlich werden. Diese Gruppen gilt es gezielt und auf demokratische Weise zu schützen, immer in Absprache mit den betroffenen Gruppen und Menschen und nicht so, wie das Merkel, Söder, Kretschmann und Laschet & Co. ab März 2020 exekutiert haben: menschenverachtend und in Isolationshaft.

Die Tatsache, dass die übergroße Mehrzahl aller mit SARS-CoV-2 Infizierten nicht erkannt werden und nicht spüren, dass sie krank sind, führt dazu, dass die offiziellen Zahlen nicht stimmen können. Das ist mathematisch und epidemiologisch ausgeschlossen.

Vielmehr werden mit geradezu krimineller Energie im Bundeskanzlerinnenamt Höchstwerte festgelegt, die jenseits der Realität liegen. Schrappe, Manow, Püschel und ihre Arbeitsgruppe schreiben:

These 3: Der Begriff der Inzidenz wird in der Berichterstattung falsch verwendet. Bei den Häufigkeitsangaben des RKI handelt es sich um unsystematisch gewonnene, anlassbezogene Prävalenzwerte, die über 7 Tage hinweg addiert werden (am ehesten als Periodenprävalenz zu bezeichnen). Der durch den Begriff ‚Inzidenz‘ bzw. ‚7-Tages-Inzidenz‘ geweckte Eindruck, man wisse über den Stand der Epidemie und die tatsächlich in einem Zeitraum auftretenden Neuerkrankungen Bescheid, täuscht und untergräbt die Glaubwürdigkeit des politischen Handelns.

Das Robert Koch-Institut (RKI) tut so, als ob es sagen könnte, wie viele Menschen täglich oder wöchentlich mit SARS-CoV-2 infiziert seien. Das ist eine epidemiologisch völlig unsinnige, absurde Annahme.

Folgende Tabelle von Schrappe, Manow, Püschel et al. ist höchst aufschlussreich und zeigt, dass wir in Deutschland enorm viel mehr Fälle von SARS-CoV-2 haben, als die Politik, das RKI und die Medien uns suggerieren. Das hier ist seriöse epidemiologische Forschung. Folgende Abbildung zeigt, wie stark sich das Testergebnis verändert, sobald wir in der nicht-getesteten Bevölkerung von 81,5 Millionen pro Woche davon ausgehen, dass mindestens 0,5 Prozent davon auch infiziert sind. Eine Annahme von 0 Prozent SARS-CoV-2 Fälle bei 81, 5 Millionen Menschen und 9 Prozent „Positive“ der 1,5 Mio. Getesteten ist unwissenschaftlich und kann nicht ernst genommen werden.

Quelle: Thesenpapier 6.1, Schrappe et al., 22.11.2020

Diese Abbildung zeigt somit, dass bei einer sehr geringen und unwahrscheinlich niedrigen Verbreitung des Virus von 0,5 Prozent in der nicht getesteten Bevölkerung bedeutet, dass zwischen 75 und 86 % aller Fälle vom RKI nicht erkannt werden, weil das gar nicht geht.

Was heißt das? Das heißt, die von Bundeskanzlerin Merkel und allen Ministerpräsidenten plus Ministerpräsidentin Malu Dreyer in das Infektionsschutzgesetz geschriebene Inzidenz von 50/100.000 bzw. 35/100.000 ist ein niemals erreichbarer Wert zur Zeit einer Ausbreitung eines Virus.

Aktuell haben sehr viele Landkreise oder Städte die Marke von 50 längst überschritten. Am 23.11.2020 liegen die sog. Inzidenz-Werte der letzten 7 Tage nur in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mit jeweils 46,5 unter 50, aber über 35, alle anderen Bundesländer haben viel höhere Werte, Berlin mit 219 den höchsten. Die Pointe ist nun – und man könnte darüber lachen, wäre die Coronapolitik nicht so tödlich für viele Menschen, Geschäfte, die Kultur, die Entwicklungsländer etc. pp. – diese Zahlen werden in jedem Bundesland vermutlich um den Faktion 6-7 höher liegen! Berlin hat nicht 219, sondern vermutlich 1300 „Fälle“ im 7-Tagesschnitt, und auch Meck-Pomm hat vermutlich ca. 300 Fälle / 100.000 Einwohner*innen.

Das zeigt die ganze Absurdität dieser unwissenschaftlichen Höchstgrenzen, die ja extrem in die Persönlichkeitsrechte aller Menschen eingreifen. Mit diesen Höchstwerten werden Grundrechte ausgesetzt, Berufsfreiheit, Bewegungsfreiheit, Unverletzlichkeit der Wohnung und viele Grundrechte mehr.

These 5: Eine einfache Abschätzung zeigt die quantitative Dominanz der Infektionen in der nicht-getesteten Population (‚Dunkelziffer‘ unter verschiedenen Annahmen) über die Zahl der bekannten, neu gemeldeten Infektionen. Legt man die Prävalenz von 1% aus der Gesamterfassung der Bevölkerung der Slowakei zugrunde, erhält man für Deutschland gegenüber 130.000 bekannten Meldungen in einer Woche weitere 815.000 Infektionen in der nicht-getesteten Bevölkerung. In der Konsequenz kann damit den Grenzwerten, die lediglich auf den Meldungen der Infektionen nach Testungen (Melderaten) beruhen, keine tragende Bedeutung zugemessen werden.

 

Die folgende Zusammenfassung ihrer Kritik an den Inzidenz-Werten von Schrappe, Manow, Püschel et al. zeigt auf dramatische Weise, wie völlig falsch die Bevölkerung von der Bundesregierung, den Landesregierungen, den Medien und vorneweg dem RKI und den sog. wissenschaftlichen Experten informiert bzw. besser: indoktriniert wird. Wir haben es mit einer Desinformationsepidemie zu tun.

Schrappe, Manow, Püschel et al. schreiben also:

3. Erreichbarkeit: Noch im Beschluss der Bkin/MP/innen-Konferenz (Anonymous 2020B Nr. 3) vom 6.5.2020 wurde ein Grenzwert (Melderate) von 50 neu gemeldeten Infektionen auf 100.000 Bewohner pro Woche genannt, um Einschränkungen einzuführen, und es wurde völlig richtig darauf hingewiesen, dass dieser Grenzwert nicht bei Auftreten eines Herdgeschehens gelte. Im Beschluss der Bkin/MP/innen-Konferenz (Anonymous 2020C) vom 14.10.2020 wurde faktisch eine Verschärfung auf 35/100.000 Einwohner vorgenommen, von der Differenzierung von Herden und sporadischer Ausbreitung fand sich kein Wort mehr. Faktisch ist jedoch jeder dieser Grenzwerte völlig außer Reichweite geraten, das neuerliche Festhalten an dem Grenzwert von 50/100.000 in der Konferenz vom 16.11.2020 entbehrt bei einer gegenwärtigen Melderate von knapp 150/100.000 für die gesamte Bundesrepublik jeder realistischen Grundlage (Anonymous 2020D). Die Forschung und praktische Erfahrung zu diesem Thema gibt eine klare Auskunft: wenn es irgendein Mittel gibt, um die Steuerung durch Zahlenwerte und Grenzwerte untauglich zu machen, dann ist es das Gefühl der Bürger (genauso: Mitarbeiter), dass die Grenzwerte sowieso außerhalb der Erreichbarkeit liegen und sie trotz aller Anstrengungen nicht zu erfüllen sind (sog. crowding out).

Sprich: Es muss sofort Schluss gemacht werden mit diesen irrationalen 7-Tage-Inzidenz-Werten des RKI. Sie sind wissenschaftlich unhaltbar und unerreichbar.

Es sollte im Gegensatz sogar betont werden, dass es gut ist, wenn sich weite Teile der Bevölkerung, die nicht gefährdet sind, mit SARS-CoV-2 anstecken und somit die Immunität der Gesellschaft, Herdenimmunität, aufbauen. Denn nichts anderes wird das Ziel sein: eine Immunität aufbauen.

Die Konsequenz des Maskenwahnsinns der Regierung wird hingegen sein, dass die Toten nur ins Frühjahr verschoben werden (eine Impfung bringt überhaupt gar keine Sicherheit, das weiß jeder Mediziner, die Grippeimpfung hat eine sehr geringe Relevanz, 2018 gab es sie auch schon und trotzdem gab es 25.000 Tote, was wiederum kein Problem war, das gehört zum Leben). Darüber hinaus wird die Immunität gegenüber der Grippe und vielen anderen Erregern massiv geschwächt, wer sich nicht mit anderen trifft, sich nicht allen möglichen harmlosen Viren aussetzt, hat auch weniger Immunität, was wiederum für die geschwächten Teile der Bevölkerung sehr wohl gefährlich werden kann.

Eine seriöse Regierung, die evidenzbasiert arbeitet, würde der Bevölkerung sagen, dass Corona erstens nicht sehr gefährlich ist und für Menschen unter 70 Jahren weniger tödlich als die Grippe, das zeigen die Zahlen der Weltgesundheitsorganisation. Sodann würde eine seriös argumentierende Regierung sagen, dass jeglicher Lockdown aufgehoben wird, weil die Kontaktverfolgung unmöglich und auch unnötig ist, weil es ausschließlich um den Schutz der Schutzbedürftigen ankommt: Alte und schwer vorerkrankte Menschen (dazu gehört auch Fettsucht, Herr Braun oder Herr Altmaier).

Wenn wir schon jetzt, vor dem Beginn des Winters, der eigentlichen Saison für Coronaviren, in Berlin bei 1300 Fällen / 100.000 EW liegen dürften und 35 der Grenzwert ist, ab dem massive Einschränkungen des Lebens vom Staat brutal durchgesetzt werden, dann ist das eine Wahnsinnspolitik, die niemals Erfolg haben kann (außer dass Menschen sich in den Tod stürzen, verzweifeln, jegliches Vertrauen in die Demokratie verlieren, Beziehungen und Freundschaften zerstört werden etc. pp.). Das wäre so, als wenn ein Sportlehrer des Abiturjahrgangs festlegt, dass nur jene das Sportabitur bekommen, die in der Lage sind, einen 100-Meter-Lauf unter 8 Sekunden zu schaffen. Der Weltrekord liegt bei 9, 58 Sekunden (Usain Bolt, 2009).

3. Demokratische Defizite

Nehmen wir abschließend einen ganz typischen Text eines deutschen Autors und Bloggers, der sinnbildlich steht für fast 100 Prozent der deutschen Presselandschaft von der Zeit über den Spiegel, die Süddeutsche Zeitung, die FAZ, die junge Welt, Freitag, jungle world, Konkret, Frankfurter Rundschau und jede einzelne sonstige Tages- oder Wochenzeitung: Heinrich Schmitz von den Kolumnisten, einer kleinen Gruppe von Bloggern, die sich häufig durch eine besondere Obercoolness auszuzeichnen vermeinen, abgeklärt, aufgeklärt und kritisch. Hören wir erstmal, was Heinrich Schmitz schreibt:

Dazu müssen wir einen kleinen Exkurs in das allgemeine Verwaltungsrecht machen. So was lernt man ja aus unerfindlichen Gründen nicht in der Schule, obwohl es vielleicht wichtiger zu wissen wäre, als manche chemische Verbindung, der man im Laufe seines Lebens außerhalb der Schule nie mehr begegnen wird. Aber gut. Ich mach‘s ja möglich. (Hervorhebung d.V.)

Dieser unerträglich selbstgefällige Tonfall durchzieht den gesamten Text. Hierzu ein weiteres Beispiel:

Wenn Sie in Mengenlehre gut aufgepasst haben, dann sehen Sie, dass die Handlungsmöglichkeiten des Bürgers wesentlich weiter gehen als die der Verwaltung. Wenn Sie sich gerne die Haare blau färben möchten, dann können Sie das tun; eine Verwaltung darf Ihnen aber nicht vorschreiben, sich die Haare färben zu lassen, nur weil ihr das Spaß macht.

Das könnte man doch mal auf die Masken anwenden! Wer meint, sich und anderen etwas Gutes zu tun, indem er einen schlecht sitzenden, vollgerotzten Stofffetzen tagelang vor sein Gesicht schnallt, bitteschön. Aber warum muss man Menschen, die Püschel, Schrappe und Co. gelesen und verstanden haben, dazu zwingen? Zumal viele schlichtweg medizinische Gründe haben, keine Maske zu tragen. Einwandfreie Atteste bestätigen ihnen das – dennoch erfahren diese Leute ein Mobbing, das so bislang nicht existiert hat und für die Idealist*innen unter uns nicht mal imaginierbar war. So wurde in Regensburg kürzlich ein Vierzehnjähriger von einem wütenden Mob zusammengeschlagen, weil er keine Maske trug.

Wer eine Grunderkrankung hat, leidet schon genug, der braucht wahrlich keine Maßregelung seitens selbsternannter Blockwarte. Man sieht vielmehr an diesem unfassbaren, relativ neuen Phänomen, was jahrzehntelanges Gesülze über Inklusion gebracht hat – einen feuchten Kehricht. Handfeste Diskriminierung Behinderter und oder chronisch Kranker ist unter dem Deckmantel des Infektionsschutzes nicht nur legitim, sondern voll im Trend.

Schmitz – von seiner Kanzel herab – findet nun, mit selbstständig denkenden Maßnahmenkritikern

zu reden ist ungefähr so sinnvoll, wie mit einer leeren Mülltonne zu kommunizieren. Kann man tun, bringt aber nichts. Vergebliche Müh und auch gar nicht notwendig.

Das ist genau das, was man sich denkt, wenn man seinen Text liest: „vergebliche Müh und auch gar nicht notwendig“. Not-wendig hingegen ist die Kritik an den Schmitz‘ dieser Welt.

Denn offenbar hat der Blogger monatelang die fundierte Maßnahmenkritik international renommierter Mediziner*innen, Jurist*innen und Wissenschaftler*innen aus diversen Branchen standhaft ignoriert, anders lassen sich Sätze wie folgender einfach nicht erklären:

auch wenn es manchmal schwerfällt, mit anzusehen, wie da Menschen ohne Masken und ohne Abstand, um von Anstand gar nicht zu reden – andere gefährden und nicht ansatzweise bereit sind, die Auflagen, die ihrer eigenen Gesundheit dienen, einzuhalten.

Schon mal was von Eigenverantwortung oder gar genuiner Selbstbestimmung gehört? Oder einfach mal die wissenschaftliche Analyse der Nutzlosigkeit einer Alltagsmaske von Professorin Ines Kappstein in der Zeitschrift Krankenhaushygiene up2date lesen („Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit“), wie wäre es damit?

Wenn sich eine Alysson Jadin in Belgien mit 24 Jahren umbringt, weil sie aufgrund drakonischer, eben nicht verhältnismäßiger Maßnahmen ihre Existenz verlor, dann ist das in Schmitz‘ Augen vermutlich ein ebenso verkraftbarer Kollateralschaden wie die unzähligen Alten und Singles, die an Einsamkeit sterben, die Millionen Kunstschaffenden und Gastronomen, die nicht mehr arbeiten können, die Millionen im Trikont, denen u.a. unterbrochene Lieferketten den sicheren Tod bringen und die Millionen afrikanischer Mädchen, denen maßnahmenbedingt der Schulbesuch verwehrt ist, die aber dafür jetzt zwangsverheiratet und genital verstümmelt werden. Vielen Dank, Herr Schmitz, das ist gelebte Empathie, eines echten Linken und Liberalen würdig!

Die 24/7 Agitation und Panikmache durch Angela Merkel, Olaf Scholz oder aber von zwar unbedeutenden, aber doch die politische Kultur des einfachen Volkes widerspiegelnden Bloggern führt zu Konsequenzen. Das brutale Zusammenschlagen eines 14-jährigen Jungen in Regensburg durch zwei Männer, die dem armen Schüler eine Rippe brachen, ist die natürliche Folge dieser erbarmungslosen Hetze gegen Nicht-Maskenträger*innen, wie sie seit Ende April, als die Maskenpflicht eingeführt wurde (weil es kaum noch neue „Fälle“ gab und die Epidemie fast vorbei war), nonstop herausposaunt wird.

Das Zusammenschlagen eines 14-jährigen Jungen in Regensburg zeigt die Verkommenheit dieser Gesellschaft an, die beiden kriminellen Täter („Die Regensburger Polizei sucht nun nach zwei Männern im Alter von 20 bis 25 Jahren, 180 cm bzw. 160-175 cm groß, jeweils dunkel bekleidet mit weißen Turnschuhen“, Mittelbayerische Zeitung, 20.11.2020) führten nur aus, was weit über 80 Prozent oder mehr der Bevölkerung exekutiert wissen wollen.

Die Verrohung der Gesellschaft hat nie geahnte Dimensionen erreicht. Für diese Selbstjustiz ist die Politik Hand in Hand mit der ebenso die Desinformationsepidemie fördernden Presse und den ich-schwachen Charakteren, die schon immer auf die Schwachen und „den anderen“ draufgehauen haben, hauptverantwortlich.

Wäre ein muslimischer Junge von Nazis zusammengeschlagen worden, gäbe es hoffentlich und selbstverständlich eine Demo gegen Nazi-Terror. Gibt es jetzt es in Regensburg eine „Demonstration gegen den Maskenwahnsinn und Tugendterror der Maskenfetischisten?“

Es braucht einen Aufstand der Denkenden, der jenen kriminellen Schlägern, der Regierungspolitik, den fanatischen Bloggern und Journalist*innen die Grenzen aufzeigt. Es braucht einen Aufstand der Empathischen, jener, die die „Kollateralschäden“, die vielen Toten im Trikont und auch die Toten wie die Verzweifelten und ökonomisch und psychisch wie physisch zugrunde Gerichteten hierzulande nicht hinnehmen wollen.

Dazu braucht es keine pro-natalistische AfD, die mit ihrer Familienideologie für die weltweite Überbevölkerung und in Einklang mit der kapitalistischen Weltwirtschaft für die damit unweigerlich einhergehende Umweltzerstörung steht, dazu brauchen wir keine Nazis, Esoteriker, selbst ernannten Querdenker und Verschwörungswahnwichtel, nein: Dazu braucht es evidenz-basierte Mediziner*innen, kritische Gesellschaftstheoretiker*innen, Kritiker*innen der Coronamassenpanik und eine realistische Politik, die vom existenzphilosophischen Standpunkt ausgeht, dass wir alle eine 100-prozentige Sicherheit haben, zu sterben – allerdings ist die Chance, an Corona zu sterben, extrem gering, im Schnitt laut Weltgesundheitsorganisation 0,14 Prozent der Infizierten, basierend auf weltweit 750 Millionen Infizierten aktuell.

Gerade in Zeiten einer Krise braucht es keine Autoindustrie und keine Baumärkte, keinen Lidl und keinen Aldi, es hätte Kunst, Kultur, Wissenschaft, Theater, Musik, Universität und Kritik gebraucht, aber die sind alle „nicht systemrelevant“. Für ein solches System, für eine Gesellschaft, die solche Monster gebiert, die 14-jährige Jungen zusammenschlagen, weil die keine Maske tragen, lohnt es sich nicht, „relevant“ zu sein. Man sollte kritisch sein und zugleich pragmatisch die Krise so schnell als möglich beenden, wie es Schrappe, Manow, Püschel et al. mit verschiedenen Konzepten sehr wohl andenken.

Doch die gezielte und geplante Panik von Spahn, Merkel, Söder, Kretschmann, Laschet, Müller & Co. wird noch weitere brutale Schläger hervorbringen, die meinen, die Welt zu retten mit ihren versifften Lappen vor der Fresse (früher: Mund). Dabei schützen die Masken nicht einen Menschen, aber tragen zur Massenpanik bei und unterstützen den täglichen Hungertod im Trikont sowie den Tod der „Kollateralschäden“ hierzulande wie Alysson Jadin in Belgien, die junge Frisörin mit Kraft, Mut, Würde und Stolz – aber gegen ein Meer von Wahnsinnigen, von Vorschriften und Lockdowns in ganz Europa hatte sie keine Chance.

Das Schlimmste, was man derzeit tun kann, ist somit zu diesen Toten zu schweigen, ja affirmativ herablassend Kritiker*innen der Coronamassenpanik als „Mülltonnen“ zu bezeichnen, ohne dabei in Grund und Boden zu versinken vor Menschenverachtung. Antifaschismus hingegen zeichnet sich dadurch aus, sowohl die Regierungspolitik, ihre Nachbeter*innen und das bloggende Fußvolk, als auch die antisemitischen Verschwörungswahnwichtel zu kritisieren.

Wenn nicht umgehend die Kanzlerin, jeder Ministerpräsident und die einzige Ministerpräsidentin, jede Oberbürgermeisterin und jeder Oberbürgermeister laut und deutlich erklären und betonen, dass es Ausnahmen von der Maskenpflicht gibt und dass Minderheitenschutz der Kernpunkt einer Demokratie ist, dann wird dieses Land weiterhin solche Gewalt erleben, sei es von kriminellen Schlägern oder auf andere Weise von Schuldirektoren und leitenden Angestellten aller Unart, von Bodyguards am Eingang von Supermärkten oder an Bahnhöfen die Polizei sowie in Berlin die Wasserwerfer, die friedliche Demonstrationen auflösen.

Das brüllende Schweigen der Kirchen ist ebenso schockierend. Nicht mal zu Weihnachten, dem angeblich wichtigsten Fest der christlichen Bürgerlichen und Kleinbürgerlichen, der Familien, mombies, daddiots, Großeltern und Kinder, gibt es einen Aufstand, dass die irrationalste Regierung, die es in Deutschland seit 1945 gab, das Singen verbietet und erwachsenen Menschen – viele weit über 75 Jahre alt – paternalistisch vorschreibt, wie sich zu verkleiden, verschleiern und zu verhalten haben („seiet stumm und sklavisch, freuet euch nicht zu laut“).

Was geht es Scholz, Söder, Habeck, Merkel, Laschet & Co. an, ob sich 87-jährige an Weihnachten mit einer Vielzahl von Menschen treffen, singen und feiern, wenn sie schon an dieses Fest glauben? Was geht es diese autoritären Herrscher an, ob sich 83-jährige oder 79-jährige in Gefahr bringen und so viele Kinder treffen und umarmen, wie sie wollen, Hauptsache, es ist ein schönes Fest?

Lieber das Risiko eingehen, an Corona zu sterben und noch einmal Weihnachten zu feiern, als eine Ansprache von Merkel oder Steinmeier zu Neujahr zu erleben, das werden sich nicht wenige dieser alten Menschen denken, die von exakt dieser politischen Elite in Isolationshaft im Altersheim oder Krankenhaus gehalten wurden, ohne sie je nach ihrer Meinung gefragt worden zu sein.

Würde, Selbstachtung, Demokratie, Selbstbestimmung, Metaphysik, Eigenverantwortlichkeit und Risikoeinschätzung sind Worte, die der politischen Klasse wie der kulturellen Elite fremd sind – das ist das Schockierende und Dramatische am Jahr 2020, nicht ein neues und sehr gut einschätzbares Virus.

Dieser unerträgliche Hygienestaat zerbröselt das Mensch-Sein und die Demokratie wie kein Vorgang seit 1945. Singles dürfen sich weder an Weihnachten noch davor und danach in Kneipen, Bars, Theatern, Kultureinrichtungen oder Museen etc. treffen, obwohl da – angenommen man glaubt der Panikindustrie und hält Abstand – die absurdesten „Hygienekonzepte“ schon vor Monaten implementiert wurden, keine Infektionen stattfanden und trotzdem wurde alles geschlossen, weil Merkel und Scholz zeigen mussten, dass es gerade im Hygienestaat Herrscher gibt, die so gnadenlos und irrational sind wie niemand in diesem Land seit dem Ende des Nationalsozialismus.

Wissenschaft ade, jetzt kommt die Coronapolitik. Patientenschutz ciao, jetzt kommen der PCR-Test und Quarantäne.

Für die Langsam-Blicker*innen und Begriffsstutzigen: Es gibt Corona, es gibt auch Nazis, Esoteriker und Verschwörungsideolog*innen, die das Virus nicht sehen wollen oder böse Mächte herbei fantasieren und die krudesten Mythen erfinden, viele sind seit 9/11 in diesem Lager der Verschwörungswahnwichtel.

Rationale Kritiker*innen der Coronapolitik hingegen sind keine Trottel oder „Covidioten“ (Esken, SPD), diese Kritiker*innen sind wissenschaftlich fundiert, was die Regierungspolitik gerade nicht ist.

Corona ist eine Art mittelschwere Grippe, die Todesrate bewegt sich zwischen 0,14 und 0,23 Prozent, so die WHO. Corona ist „kein Killervirus“, ja: „Gerade Kinder, Jugendliche, die arbeitende Bevölkerung wird normalerweise diese Krankheit schadlos überstehen”, so Prof. Klaus Püschel. Wer anderes sagt, fantasiert und fanatisiert, ohne jede Evidenz.

Corona ist vor allem das brutalste Sozialexperiment der jüngeren Geschichte, weltweit und simultan. Wieviele Qualen lassen sich die Menschen bieten, ohne Aufstände zu machen? Wie lange muss man 83 Millionen voneinander isolieren („social distancing“, ein Unwort des Jahrtausends), in den Wahnsinn treiben, damit sich der sensible Teil von selbst umbringt und der Rest für alle Zeiten das tun wird, was die Politik diktiert?

Mensch-Sein heißt Sozial-Sein, Nähe und Kommunikation sind zentrale Elemente, nicht Fressen und Saufen, das können auch Kühe, Lemminge oder Greifvögel. Dieses Mensch-Sein, das selbstverantwortliche Handeln, wird den Menschen seit März 2020 24/7 jeden Tag ausgetrieben, alle Medien, die gesamte Politik, alle Verbände mit leiser Ausnahme von manchen Ärzteverbänden, die kurzfristig etwas Alarm schlugen (Kassenärztliche Bundesvereinigung, Prof. Gassen, Prof. Streeck u.a.), die Gewerkschaften und vor allem auch die Linken machen jauchzend, geifernd und ohne jede Diskussion mit Kritiker*innen mit.

Die kritische Wissenschaft (wie Prof. Ines Kappstein) hingegen steht hinter den Maskenkritiker*innen und hinter jenen Menschen, das sind Millionen, die aus gesundheitlichen Gründen, erlittener Gewalt und psychologischer Traumata keine Maske tragen können. Das wirklich jahrzehntelange Reden von „Inklusion“, „Vielfalt“, Demokratie, „Schule ohne Rassismus“ oder – in seltenen Fällen – „Wochen gegen Antisemitismus“, all diese Maßnahmen der Bildungsbürger*innen und Wohlfühlgutmenschen zeigen im Jahr 2020 ihre ganze Heuchelei: „Sooo war das nicht gemeint mit der Inklusion, Opfer psychischer Gewalt oder von industriekapitalistisch induziertem Asthma, oder gar die vereinsamten Soloselbständigen, die Restaurant- und Hotelbetreiber*innen, die Armen, Hoffnungslosen und vom Weltmarkt Abgekoppelten, die sind nicht gemeint“.

Die aggressiven Maskenträger*innen, die RKI- und 7-Tage-Inzidenz-Anhänger*innen, die Fans des unwissenschaftlichen PCR-Tests, der lt. einem portugiesischen Berufungsgericht nicht legal Verwendung findet und Menschen ohne ärztliche Konsultation sowie ohne Qualitätskontrolle (Ct-Wert etc.) in Quarantäne bringen kann, die Leugner*innen der viel größeren Zahl an Infizierten und der riesigen Zahl der asymptomatischen Fälle: All jene fanatisieren die Gesellschaft, schützen weder sich noch andere und goutieren den Tod im Trikont wie auch hierzulande. Sie sind die Feinde der vielfältigen Demokratie. Sie sind die Feinde der rationalen Debatte und der evidenzbasierten Medizin. Gegenüber all diesen Menschen braucht es einen Aufstand der Denkenden!

 

Verena Brunschweiger ist Radikalfeministin und Autorin des im Oktober 2020 von Clemens Heni edierten Bandes „Gefährderansprache. Wie die Regierungs-Politik, eine nicht evidenzbasierte Virologie und Verschwörungswahnwichtel die demokratische Gesellschaft zerfleddern

ISBN 978-3-946193-34-0 | 380 Seiten | Literaturverzeichnis | Personenregister |
Softcover | 14,8 x 21,0 cm | 20€ |

 

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