Wissenschaft und Publizistik als Kritik

Schlagwort: #allesaufdentisch

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Hoffnung: Selbst denkende Menschen im Mainstream – 18 Jahre beim ZDF (Kulturzeit) und jetzt bei #allesaufdentisch: Katrin Seibold

Von Dr. phil. Clemens Heni, 19. Februar 2022

 

Die Journalistin und Moderatorin Katrin Seibold war von 2003 bis 2021 “Redakteurin, Reporterin und Autorin für die Redaktion ‘Kulturzeit’ im Fernsehsender 3sat im Auftrag des Zweiten Deutschen Fernsehens”.

Sie wurde jetzt von dem Schauspieler Cem Ali Gültekin (#allesdichtmachen) für die kritische Kampagne #allesaufdentisch interviewt. Am 19. Februar 2022 (heute) ging das Video online:

Das Gespräch ist höchst aufschlussreich.

Katrin Seibold rekonstruiert geradezu kriminalistisch, was am Freitag, den 23. April 2021 passierte. Am Abend zuvor waren die fantastischen gut 50 Videos von #allesdichtmachen viral gegangen, ich hatte noch an jenem Vorabend, den 22.04.2021 darüber berichtet (” ‘Keine Meinung ist die beste Meinung’!!! Endlich – der Mainstream der Schauspieler*innen attackiert die Bundesregierung!“).

Seibold erzählt, wie so eine Redaktionskonferenz abläuft, hier am Beispiel des zweitgrößten Senders in Deutschland, dem ZDF, wo Kulturzeit von 3sat seit einiger Zeit gemacht wird. Ihr Eindruck war, dass tatsächlich – das hätte ich nicht gedacht – die Hälfte der Redaktion #allesdichtmachen positiv gegenüberstand. Also jede zweite Journalist*in fand die Aktion toll, aufrüttelnd, zum Nachdenken anregend oder einfach nur geil und obercool. Sie bekam den Auftrag darüber zu berichten – “neutral”. Das hat sie getan, in jenen typischen Kulturzeit Filmchen, die dann meist einem Studiogespräch zum gleichen Thema vorangehen. Oft wird im Sinne des Studiogastes der Film produziert. Aber in diesem Fall sollte es wenigstens eine einigermaßen wertfreie Darstellung der Aktion von einigen Dutzend der allerbekanntesten Schauspieler*innen in Deutschland sein. Doch was entschieden die Programmverantwortlichen bzw. die Chefredaktion? Ein als Agitator gegen die Aktion bekannter Schauspieler  – der knöchrige Ulrich Matthes – wurde zum Interview geladen und der hetzte gegen #allesdichtmachen. Da war nichts mehr von Ausgewogenheit oder professionellem Einordnen dieser wirklich künstlerisch und politisch herausragenden Video-Aktion.

Cem Ali Gültekin ist ein sehr angenehmer Gesprächspartner von Seibold, er hätte eventuell noch die eine oder andere Pointe von Seibold, die sehr motiviert scheint, endlich Tacheles zu reden, hervorkitzeln können. So wäre es spannend zu erfahren, unter welchen Umständen genau Katrin Seibold das ZDF letztes Jahr nach 18 Jahren verließ und wie ihre langjährigen Kolleg*innen reagierten und reagieren.

Ihr ist anzumerken, dass ihr der Opportunismus von immerhin der Hälfte der Redaktion bzw. der Mitarbeiter*innen schwer zu schaffen macht. Sie kritisiert auch durchaus nachvollziehbar, dass jene Schauspieler*innen, die dann aufgrund der unsagbar medialen Hetze ihren Beitrag wieder zurückzogen, weiter den roten Teppich ausgerollt bekommen, wie Heike Makatsch auf der Berlinale 2022 – wobei auch bei diesen Filmfestspielen wiederum Ulrich Matthes eine sehr prominente Rolle spielt.

Seibold hat schon Diskussionsveranstaltungen oder Buchvorstellungen zum Frauentag oder auch zum NSU-Komplex moderiert. Sie betont in ihrem Gespräch mit Gültekin, dass es doch sehr wichtig ist, sich gegen Antisemitismus, Rassismus oder Homophobie zu wenden – und jetzt eben auch gegen die Diskriminierung von “Ungeimpften”.

Katrin Seibold hatte im Frühjahr 2020 mit einer gewissen Ironie und Skepsis von einem Auto-Konzert mit Alligatoah in Hannover für Kulturzeit berichtet,

wo sie nur zu 20 Prozent ihre Fensterscheiben herunterlassen durfte. Der Bericht wirkt gespenstisch, ja ist an Absurdität schwer zu überbieten, junge und nicht so junge Menschen hampeln im Auto zu Musik herum, die aus dem UKW-Radio kommt, der Musiker ist mit Band alleine auf der Bühne (!) – entweder junge und alte Leute werden als selbst verantwortliche Menschen, die selbständig entscheiden können, welches Risiko sie eingehen, betrachtet, oder das ist das Ende der Demokratie.

Die Anmoderation des Auto-Konzert Beitrags ist einigermaßen dümmlich, da die Moderatorin mit “Autokino” “Knutschen” verbindet – wahnsinnig lustig, wenn man ein freiwilliges Im-Auto-von-Mutti-Sitzen als Teenager mit einem epidemiologisch schwachsinnigen – im Freien kann man sich so gut wie nicht anstecken – und autoritären, ja unfassbar trostlosen Auto-Konzert Jahrzehnte später vergleicht.

Wir wissen, dass 85 Prozent der Toten an oder häufig nur mit Covid-19 über 70 Jahre alt sind, das durchschnittliche Todesalter liegt bei ca. 81 Jahren. Das hat sich seit Beginn der Krise überhaupt nicht geändert. Weder Masken, noch die Impfung haben auch nur minimal das Todesalter verändert. SARS-CoV-2 ist ein extrem diskriminierendes Virus – es hat keinen Bock auf Menschen unter 70, wer zu sportlich oder zu wenig fett ist, hat auch kaum eine Chance, an Covid-19 schwer zu erkranken.

Es ist zu nahezu 100 Prozent irrelevant, was für “Maßnahmen” man macht, so eine Studie der Johns Hopkins University. New York City hat ein totalitäres Regime und mehr Tote als Florida, beide haben aber mehr als doppelt so viele Tote an oder doch nur mit Covid-19 als Schweden (New York 3400 / 1 Mio, Florida 3200, Schweden nur 1600), das nie einen Lockdown hatte und vor allem niemals eine Maskenpflicht anordnete, selbst als die Maske in vollen Bussen und Bahnen empfohlen war im Dezember 2021, trug die so gut wie niemand, jedenfalls nicht in voll besetzten Bussen in Malmö an Silvester 2021, wie ich mit eigenen Augen sehen konnte.

Als Bewohner von Niger, Benin oder Nigeria würde ich mich fragen, wie unfassbar katastrophal die europäische oder amerikanische Coronapolitik ist, wenn ich die bloßen Todeszahlen sehe: Niger 12 Tote / 1 Mio. Ew., Benin 13, Nigeria 15 – aber Deutschland hat über 1400 Corona-Tote pro 1 Mio. Einwohner*innen. Wer jetzt von Medizin und Epidemiologie oder Virologie so gar keine Ahnung hat, könnte sagen, dass Nigeria 93 Mal weniger Coronatote hat als Deutschland, weil es in Nigeria keine vergleichbare Panik gegeben hat wie in Deutschland. Die islamistische Gefahr ist in Nigeria eindeutig schlimmer als Corona. Man sieht an den inexistenten Todeszahlen in fast ganz Afrika, dass Covid-19 eine Krankheit des Nordens ist, fast ausschließlich in Europa und Amerika gibt es überhaupt Fälle und Tote – wobei die Kollateraltoten die Toten, die tatsächlich am Virus starben (laut der staatlichen Statistikbehörde in England bzw. UK sind nur 12 Prozent AN Covid-19 gestorben und nicht nur mit Covid oder Covid als Teil von mehreren Todesursachen), übertreffen werden in den nächsten 25 Jahren.

Corona diskriminiert. Junge und nicht fettsüchtige Menschen sind so gut wie gar nicht bedroht. In Afrika sind Millionen Menschen an den Folgen der Coronapolitik gestorben, wie auch in Asien. Aber Corona selbst ist eine “Pandemie der Alten”, eine Pandemie der Fetten und Immungeschwächten, Panischen obendrein.

Über all das hätte man von Anfang an auch bei Kulturzeit reden müssen. Doch sie haben es nicht getan. Der Tenor war wie am 23.04.2021 von Ulrich Matthes: Hetze gegen jede substantielle Kritik, zumal wenn sie als Ironie und Satire verpackt ist. Da kennen die humorfreien Zeugen Coronas keinen Spaß!

Also: Schaut euch dieses Video von Cem Ali Gültekin mit Katrin Seibold bei #allesaufdentisch an. Seibold ist eine der ganz wenigen Mainstream-Journalistinnen, die den Mut hat, sich mit ihren üblen Ex-Kolleg*innen und zumal den Programmverantwortlichen, die den Irrationalismus der Regierungen anbeten wie einen Gott, anzulegen.

Dabei würde mich persönlich noch interessieren, wie Seibold z.B. die Israelberichterstattung gerade bei Kulturzeit erlebte. Allein 2005 habe ich mehrfach kritisch über den Antizionismus, den man bei Gert Scobel und der Kulturzeit dechiffrieren konnte, berichtet (” ‘Und glaub mir, die Wirklichkeit ist noch viel lustiger’: Gert Scobel und Hany Abu-Assad verstehen sich“):

Der TV-Moderator und ausgebildete Theologe Gert Scobel (Jg. 1959), Moderator der bekannten ‘Kulturzeit’ auf 3sat, die wochentags um 19.20 Uhr zu sehen ist, bezieht sich – um ein beliebiges Beispiel dieses TV-Lieblings anzuführen – in der taz am 7.3.2003 auf Richard Wagners Tannhäuser um die ‘dekadente Schlagerparade’ im Fernsehen abzulehnen.(1) Dabei merkt dieser Preisträger des Deutschen Fernsehpreises von 1999 und 3sat Anchorman Scobel womöglich gar nicht, daß seine bildungsbürgerliche, typisch deutsche Liebe zu Wagner mit der der Palästinenser und Hany Abu-Assads, den er so freudentrunken am 16. Februar in Kulturzeit auf 3sat interviewte, zum Tod der Juden als Opferung und zur Erlösung der Attentäter in direktem Kontext steht.

Wie der Historiker P. L. Rose feststellte, ist ein Grund “weshalb in Wagners Opern keine Juden vorkommen, der, daß diese Musikdramen Erlösungsparabeln sind und in ihnen kein Platz für Juden ist, für die es keine wirkliche Erlösung geben kann. (…) Wotan, Tannhäuser, der Holländer und schließlich Parsifal sind allesamt Wanderer und spiegeln die prometheischen Aspekte des Mythos vom Ewigen Juden wider, der seit Goethe zum festen Motivbestand der Romantik gehörte.” (2) So wenig wie bei Wagner kommen in PARADISE NOW Juden vor, sie werden zwar am Ende ermordet, aber sie kommen als Subjekte überhaupt nicht vor. Der Film strotzt nur so von Einseitigkeit, der Fokus ist der der Täter, der Palästinenser, die ja gerade seit der andauernden Intifada von 2000 von den deutschen und europäischen Medien ohnehin als die Opfer charakterisiert werden im Hetzen gegen Israel und die Juden. Möllemann läßt schön grüßen.

Da ich als Besucher 2019 auch auf der letzten Frankfurter Buchmesse vor dem pandemic turn war – inklusive dem Diskutieren mit iranischen Oppositionellen bzw. Exilanten und Demonstranten vor den Messehallen gegen den Auftritt des Iran – sei noch auf ein interessantes Gespräch von Katrin Seibold (Kulturzeit) mit einem Übersetzer norwegischer Literatur verlinkt, worin es unter anderem um die Literaturliebe der norwegischen Kronprinzessin Mette Marit und den Literaturzügen in Norwegen geht.

Seibold berichtete 2018 vom Ingeborg-Bachmannpreis aus Klagenfurt – das ist jener Verein, der offenbar spätestens 2022 zu Zeugen Coronas mutierte (DAS ist eine unendlich gefährlichere Mutation als jede Mutation von SARS-CoV-2), wie ein junger Schriftsteller berichtet, der 2022 nicht zum Bachmannpreis anreisen wird, da dort nur Geimpfte zugelassen sein werden. Impf-Apartheid statt Literatur!

Der Autor Jan David Zimmermann schreibt, und da findet sich Katrin Seibold womöglich als selbstdenkende Literaturliebhaberin auch wieder:

Ich bin jedoch 1. kein reibungsloser Autor und produziere 2. grundsätzlich KEINE vollimmunisierten Texte. Daher werden Sie dieses Jahr und wohl auch in Zukunft auf mich als lesender Teilnehmer verzichten müssen.

Was bleibt? Mit Katrin Seibold spricht jetzt eine langjährige Mainstream-ZDF-Journalistin über die politisch desaströsen Zustände im öffentlich-rechtlichen Rundfunk!

Danke!

Die Wahrheit über die Zeugen Coronas kommt ans Licht. Und viele der 50 Prozent in der Redaktion der Kulturzeit, die am 23. April spontan auf Seiten von #allesdichtmachen waren, die werden sich entweder irgendwann auch outen oder aber vor Scham im Boden versinken. Medien sollten Kritik üben. Doch gerade ARD und ZDF machen seit März 2020 Hofberichterstattung und beamen die Bundesrepublik Deutschland zurück in finstere voraufklärerische Zeiten. Das ganze Kulturzeit-Geschwätz von “Inklusion”, “Vielfalt”, “Diversität”, “Minderheitenschutz” etc. pp. blamiert sich doch jeden Tag, wo nicht die größte Menschenrechtsverletzung in der Geschichte der BRD angesprochen wird: die Impf-Apartheid und die ganze nicht evidenzbasierte, irrationale, unwissenschaftliche Coronapolitik von Klabauterbach, Scholz, Habeck, Dahmen, Lindner & Co.

Wer noch Selbstwertgefühl und Selbstachtung hat als Mainstream-Journalist (m/w/d), der kann sich an Katrin Seibold ein Vorbild nehmen!

 

“Wir müssen wieder mehr lachen” – “Werft den Fernseher aus dem Fenster” – #allesaufdentisch, drei neue Videos vom Allerfeinsten: Prof. Schrappe, Prof. Manow und Liefers

Von Dr. phil. Clemens Heni, 17. Oktober 2021

Liebe Leute,

wenn ihr oder Sie am Sonntag noch nichts vor habt, schaut euch diese drei teils neuen Videos der Kampagne #allesaufdentisch an.

https://www.allesaufdentisch.tv/medien-in-der-pandemie.html

https://www.allesaufdentisch.tv/die-expertise-in-der-krise.html

 

https://www.allesaufdentisch.tv/evidenzbasierte-medizin.html

Es geht mir jetzt heute nicht um die sonst teils sehr problematischen und abstrusen Gesprächspartner*innen dieser Serie (deren Protagonist*innen häufig zwischen linkem Antiamerikanismus und antifeministischen und sonstwie neu-rechten Portalen oszillieren), sondern heute geht es um drei richtig interessante und gute Videos. Ich benutze ja häufig, alle haben es schon gemerkt, Superlative oder besonders starke Adjektive. Liefers plädiert dafür, mal ohne Adjektive zu berichten und ist auch echt selbstironisch und kritisiert sich selbst als Tatort-Kommissar, weil es doch irgendwie langweilig ist, immer nur die (deutsche) Liebe zum Krimi oder Tatort zu bedienen.

Das entwickelt Liefers im Gespräch mit Stephan Ruß-Mohl, langjähriger Professor für Publizistik an der FU Berlin (meine alte Uni). Auch der Blickwinkel ist gut und selbstreflektiert: Liefers sieht (mit gutem Grund) den Staat als die große Gefahr, das ist sein DDR-Hintergrund. Ruß-Mohl betont eher die enorme Gewalt und Kraft der Medien, die die Politik vor sich hergeschoben hätten. Unterm Strich sind beide – der Staat und die herkömmlichen Medien (von den a-sozialen neuen Medien ist in anderem Kontext dann die Rede) – eine nie dagewesene Gefahr für das Leben und die Gesundheit der Menschen, nicht nur in der BRD, sondern in Zeiten der Globalisierung weltweit.

Die ungeheure Bedeutung von “Wissenschaft” für die Politik betonen der Schauspieler Maximilian Zaar und Prof. Philipp Manow, Politologe von der Uni Bremen (meine alte Uni). Die Politik muss gar nicht mehr begründen, was sie tut, weil sie nur “DER” Wissenschaft folge. Was Groteskeres oder Unwissenschaftlicheres als die Rede von “der Wissenschaft” gibt es aber gar nicht. Das betonen Manow wie Zaar. Manow erläutert auch, wie Corona von der Politik sehr raffiniert und entgegen jeder Evidenz als “gleichmacherisch” dargestellt wurde. Corona sei “demokratisch”, weil “wir alle” betroffen seien. Das ist die größte Lüge der Pandemie, das wissen wir, wir, die Denkenden, selbst Denkenden.

So gut wie kein Mensch ist in Nigeria, Benin oder Kamerun von Corona bedroht, so gut wie kein Kind ist in Europa oder Amerika und sonstwo von Corona bedroht, so gut wie kein Mensch unter 50, der oder die nicht massiv vorerkrankt ist, ist von Corona bedroht und so gut wie kein Mensch unter 70 ist von Corona stärker bedroht als von einer schweren Grippewelle. Wer anderes behauptet, kann nicht lesen, ignoriert die harten Zahlen, die es ja gibt, oder ist ganz intentional ein ZeroCovid-Fascho oder 2G-Fanatiker und feiert diese a-soziale Ausgrenzungstaktik auch noch, wie Oliver Welke von der ZDF-Heute-Show.

Jeder Geimpfte kann genauso ansteckend sein wie ein Nicht-Geimpfter. Wer das ignoriert, hat sie nicht mehr alle und ignoriert vorsätzlich die aktuelle Forschung. Viele Patient*innen liegen im Krankenhaus und sind zweimal oder in Israel dreimal geimpft – das hilft nicht, wenn man krank, alt und immunschwach ist. Punkt. So ist das Leben. Eine Masernimpfung schützt sehr wohl vor Infektion und man kann die Krankheit auch nicht weitertragen – aber das ist bei den aktuellen Corona-Impfstoffen eben gerade nicht so. Doch die Politik wird das noch lange ignorieren, so lange, wie es keine Aufstände gibt in diesem Land und so lange es Medien- und Restaurant- oder Optiker- und Lebensmittelleute gibt, die die Option der Politik, Impf-Apartheid zu spielen, geradezu aufgegeilt ergreifen und sich 2G oder 1G auf die Brust oder den Unterarm tätowieren lassen. Diese Leute merken noch nicht mal, dass die “Genesenen” von heute, die Ungeimpften von morgen sind, sobald die sechs Monate vorbei sind, wo sie in Quarantäne waren. Danach gelten sie nicht mehr als genesen, auch wenn die Wissenschaft empirisch gesichert zeigen kann, dass Menschen, die im Frühjahr 2020 Corona hatten, immer noch eine starke Immunität (und T-Zellen-Abwehr) haben.

Manow bringt auch Zahlen, wie wenige Kinder in Großbritannien an Corona starben (6), verglichen mit den 128 Suiziden bei Kindern und Jugendlichen und noch mehr Tote durch häusliche Gewalt. Diese Hunderten Toten sind Lockdown-Tote und wären vermeidbar gewesen. Schulen und Kindergärten zu schließen war ein Verbrechen. Unentschuldbar, weil wir aus Schweden wissen konnten, wie harmlos Corona für Kinder ist, würde ich hinzufügen. Wir wussten es von Anfang an, ohne Maske und ohne Schulschließung gab es weniger Schmerz und weniger Tote unter Kindern und Jugendlichen (in Schweden starb von 1,8 Millionen SchülerInnen nicht eines an oder mit Corona), von den Suiziden unter Erwachsen erst gar nicht zu reden.

An die Kritik an der Irrelevanz kritischer Forschung und das absurde Mantra von “der Wissenschaft” knüpft das dritte Video an. Die besonders engagierte Schauspielerin Miriam Stein interviewt hierbei Prof. Matthias Schrappe. Schrappe ist DAS Gesicht der seriösen und wisenschaftlichen, demokratischen und evidenzbasierten Coronapolitik-Kritiker*innen, wir kennen ihn alle, nicht nur vom ZDF, sondern vor allem von seinen (und Manows, Püschels etc.) Arbeitspapieren. Entgegen Miriam Stein geht Schrappe auch nicht d’accord, dass der erste Lockdown irgendwie nachvollziehbar gewesen wäre. Schrappe sagt klipp und klar, dass schon der erste Lockdown ein Fehler war.

Das sagt der Arzt, epidemiologisch geschulte Wissenschaftler Matthias Schrappe. “Bergamo” bringt Stein ins Spiel, da sie von ihrem Bekanntenkreis immer darauf angesprochen werde, bis heute. Schrappe hat ganz klare wissenschaftliche Antworten: Bergamo sei ein “lokaler” Zusammenbruch eines Gesundheitssystems (temporär) gewesen. Das wäre mit Pandemieplänen, wie sie absichtlich von Merkel im Januar 2013 in den Papierkorb geworfen wurden, nicht passiert. Das betonte Schrappe mit seiner Arbeitsgruppe schon Anfang April 2020 – Notfallteams müssten in so einem Fall in Altersheime oder Krankenhäuser gehen und gezielten Schutz bringen. Das ist übrigens auch das, was die Great Barrington Erklärung dann im Oktober 2020 forderte und bis heute fordert. Ein Virus wie Corona ist lokal aktiv, aber zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für das ganze Land, und schon gar nicht für die gesamte Bevölkerung oder die ganze Welt. Es sind bestimmte Gruppen, die geschützt gehören und das hat die Politik vorsätzlich nicht getan.

Man sieht bei Miriam Stein geradezu eine Erleichterung – so ging es auch mir und so könnte es vielen, wirklich vielen Menschen gehen -, dass ein top ausgebildeter Mediziner und Gesundheitswissenschaftler wie Schrappe so klare Worte findet und zwar gerade angesichts des “Bildes” der Panikindustrie schlechthin: “Bilder aus Bergamo”. Das war keine Katastrophe in Bergamo, die uns allen bevorstünde (das zeigte auch das Alter der Toten, schon zuvor auf dem Schiff Diamond Princess, würde ich hinzufügen), aber anti-evidenzbasierte Fanatiker*innen machten daraus die größte Krise der Demokratie in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und schädigten, ja schädigen bis heute die Gesundheit der Bevölkerung auf ungeahnte Weise.

Diese drei Videos werden mit dazu beitragen, dass die Demokratie gerettet werden könnte und die totalitäre Ausgrenzungspolitik von 2G und Lockdown endet. Doch die Politik und die weiter unermüdlich panikgeilen Medien wollen solange 2G und 3G und Impfpflichten exekutieren, bis der oder die letzte selbst denkende und nicht geimpfte Arbeitnehmer*in gekündigt hat oder am Baum hängt oder Menschen zugrunde gehen, weil sie weiterhin – so sie nicht gehorsam sind und sich sinn- wir hirnlos mit 39 oder 17 etc. haben impfen lassen gegen eine Krankheit, die sie gar nicht tödlich bedroht und sie auch andere damit null Komma null schützen, aber auch nicht wissen, ob sie in 3 oder 9 Jahren ein Herzproblem bekommen wegen dem mRNA-Wirkstoff, nicht ins Kino, Theater, Hallenbad, Stadion, in den Club oder in ein Restaurant oder gar auf eine Flugreise gehen können. Übrigens: es gibt noch demokratische und rationale Fluggesellschaft wie in Norwegen, die meines Wissens auf Impfzwang und Maskenwahn verzichten, jedenfalls bei Flügen in Norwegen bzw. innerhalb Skandinaviens.

Dann: Ein absolut zentraler Aspekt von Schrappes Ausführungen ist die Betonung, dass durch die Politik von Angela Merkel viele Tausend alte Menschen elendig starben, nicht nur an Corona, sondern auch an Vereinsamung oder aber durch völlig absurdes Nicht-Handeln angesichts einer Infektion in einem Altersheim, die nicht hätten sterben müssen, wenn auf die kritische und vielfältige Wissenschaft gehört worden wäre. Denken wir nur an das Zurückschicken von infizierten Alten vom Krankenhaus zurück ins Altersheim, was viele Tausend Tote mit sich brachte, wie in New York, diese Toten hat der Ex-Gouverneur Cuomo persönlich mit zu verantworten, aber auch Klinikärzte und Altersheimleitungen, die so ein absurdes, hilfloses, aber vor allem autoritäres Handeln über Wochen oder Monate mitmachten.

Und wer jetzt noch wissen möchte, warum die “Plastikwörter” wie Inzidenz oder das Ende von Politik und die Herrschaft der “Experten” oder “der Wissenschaft” schon 1988 sprachwissenschaftlich als “Sprache einer internationalen Diktatur” analysiert wurden, auch und gerade am Beispiel Gesundheit, lese mein Buch

, in dem ja zudem #allesdichtmachen, Schrappe, Manow, Liefers prominent vorkommen.

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